Oxalsäure Blockbehandlung - Indikation/Grenzwert

  • Hallo Kollegen,


    Meine Wirtschaftsvölker habe ich nach TBE im Juli mit Oxalsäure bedampft, die Ableger vom Juni im brutfreien Zustand mit Oxalsäure besprüht.

    Jetzt wollte ich im September eine Oxalsäure-Blockbehandlung (alle 3 Tage, 5 bis 6mal) durchführen.

    Erstmal wollte ich aber nur einmal bedampfen und die Indikation zur Fortsetzung der Behandlung

    von der Anzahl der Milben abhängig machen, die nach der ersten (Probe-)Bedampfung fallen.

    Habt ihr dafür einen Grenzwert? Ich meine hier etwas von 50 Milben gelesen zu haben.


    Wie handhabt ihr das?


    Gruß,


    Jan

  • Ich finde es zu spät für Blockbehandlung. Dabei geht es doch darum die fehlende Brutfreiheit zu kompensieren und das Brutgeschäft (Winterbienen) ist doch bald durch. Also wirfst du einen Bombenteppich auf die phoretischen Milben. Ich habe auch schon mal die Frage gestellt, ob die Bekämpfung der phoretischen Milben einen positiven Effekt auf den Bien hat.

  • Wenn du bereits TBE+ Ox gemacht hast, solltest du ja schon gut davor sein. Mehr als zwei mal würde ich erstenmal nicht Anstreben, Bedampd einmal und guck was überhaupt noch fällt, 1-3 Brutzyklen finden ja noch statt

  • Da denke ich mal, dass Du das auch nicht erfahren wirst.

    Soweit hängt sich doch keiner aus dem Fenster. Und dann noch zu dieser Zeit.

    Mal unabhängig von deiner Situation: Ich warte jetzt bis zur Winterbehandlung.

    Bei zwei Völkern liege ich z.Z. unter 0,5 / Tag als Kontrolle und für die Nerven 😔

    Bienenhaltung in modifizierten Warre-Beuten, BR und HR unterschiedliches Wabenmaß, Naturbau im BR und in einzelnen Völkern auch Stabilbau, Einzelaufstellung mit mehreren hundert Meter Abstand an zwei Aufstellungsorten.

  • Du mußt bedenken, daß bei der ersten Bedampfung immer erst einmal weniger Milben fallen. Die Säure scheint sich bei Blockbehandlungen erst mal "anreichern" zu müssen.


    Persönlich bedampfe ich, bis am Tag nach der Bedampfung weniger als 10 Milben auf der Windel liegen. Dann gibts längere Pausen und gelegentliche Nachbedampfungen.


    Jetzt mit dem Bedampfen auf die Winterbehandlung zu warten, darin sehe ich keinen Sinn. Jeder Tag des zuwartens gibt den Milben wieder neue Chancen sich zu vermehren. Und wer jetzt bedampft behandelt weniger Winterbienen als es z.B. in 4 Wochen der Fall ist.


    Mal ganz abgesehen davon, daß ich zu Weihnachten kaum brutfreie Völker habe sondern eher jetzt im September bzw. schon im vergangenen Monat.

  • Wieviele Milben fallen denn ohne Bedampfung pro Tag (natürlicher Milbenfall)


    Wenn unter 5 (Schadschwelle im Herbst) Milben fallen, reicht es aktuell eine Bedampfung alle drei bis vier Wochen bis Dezember durchzuführen. Wenn eine Bedampfung in eine Brutfreie Zeit fällt, kannst du dir vermutlich die Winterbehandlung sparen (trotzdem kontrollieren).


    Wenn mehr als 5 Milben pro Tag fallen, würde ich eine Blockbedampfung 4 x alle 5 Tage durchziehen.


    Kannst ja mal mein Bedampfungskonzept auf meiner Webseite durchlesen. Das Bedampfungskonzept ist ja unabhängig vom Bedampfungsverfahren.

    Gruß Bernd http://www.hommel-blechtechnik.de

    "Das ist der ganze Jammer: Die Dummen sind so sicher und die Gescheiten so voller Zweifel."

    (Bertrand Russel, englischer Philosoph und Mathematiker 1872 - 1970, Nobelpreis für Literatur 1950)

  • Da denke ich mal, dass Du das auch nicht erfahren wirst.

    Soweit hängt sich doch keiner aus dem Fenster. Und dann noch zu dieser Zeit.

    Doch, mache ich mal...

    Nach der TBE im Juli direkt nach letzter Honigernte wird bei mir OXS-behandelt wenn noch keine Larven da sind und gezählt. Sind es mehr als 50, wird nach 3 Tg. nochmals behandelt. Das war's dann bis jetzt im Sept.


    Fällt jetzt ein Volk durch erhöhten Milbenbefall auf (>1,5 % oder mehr als 5 Milben pro Tag auf der Windel), erfolgt Blockbehandlung mit 7 * alle 3 Tage. Ist Aufwand aber dann ist wirklich Schluss bis zum Dez. Auch hier behandle ich nur die Völker zweimal, die mehr als 50 Milben nach 3 Tagen fallen lassen.


    Das hat so immer gereicht.