Ermittlung tatsächliche Varoabefall

  • ...Wann hören wir Imker endlich auf und zeigen mit dem Zeigefinger auf die "Pösen" Landwirte mit Ihren Spritzmitteln und PSM und selbst kippen wir alles was gegen Varroamilben "dröhnt" in unsere Bienenvölker rein...

    Ausser Futter kippe nichts in meine Völker. Dennoch zeige ich nicht auf konventionelle Landwirte. Ich kenne ihre Situation.

    Ich weiß, dass ich nicht weiß. (Sokrates)

    Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! (Kant)

  • Sach mal luffi , wie mach ich das konkret? Im VSH-Programm fleddert ihr glaube ich, Miniplusse. Aber soll ich jetzt im Spätsommer dreimal ne Dadantwabe aus meinen Völkern pflücken? Oder Stücke rausbrechen? Da fehlt mir irgendwie das Vorstellungsvermögen, obwohl ich die Methode gerne anwenden würde. Schon allein weil ich letzte Woche beinahe ne Königin gewaschen hätte =O

  • Mach es so wie der d2dum oder einfach den phoretischen Befall feststellen.

    :u_idea_bulb02:

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Es ist egal in welchem Format die Brutwabe ist. Eine Wabe pro Volk reicht.

    Wichtig ist nur das du genug Zellen öffnest.

    Nach dem zählen kannst du die Brutwabe gleich wieder ins Volk tun und die nächste Wabe aus dem nächsten Volk holen....


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Ahhhh, wenn ich das lese schüttelts mich immer.

    Du sollst eine Wabe entnehmen, und nicht eine Wabe zerstören. 200 Brutzellen sind etwa 1/16 einer Seite der Zanderwabe. Das ist ein Opfer, aber im Vergleich zum ganzen Volk in meinen Augen ein vertretbares. Vom Zeitaufwand ist es auch nicht sooo arg. Wenn man bei der Windeldiagnose z.B. an mehreren Tagen zum Volk muss, ist man damit sofort am ersten Tag schlau und fertig.

  • ALLE Methoden zur Ermittlung des phoretischen Milben-Befalls auf den Bienen sind mit einem gewissen Fehlerquotienten behaftet.


    Am wenigsten bei der Auswaschmethode, dann Puderzucker, dann CO2.

    Windel ist sowas von ungenau, ungenauer geht es gar nicht.

    Hallo Luffi,


    natürlich hast Du recht. Es geht doch aber beim nat. Milbenfall nicht um Genauigkeit. Der Imker arbeitet doch i.d.R. nicht wissenschaftlich. Du bist da eher eine rühmliche Ausnahme. Es geht doch darum eine einfache Methode zu haben, grob den Varroastatus des Volkes bestimmen zu können. Und ob ein Volk wenig, mittel oder extrem mit Varroa befallen ist, bekomme ich mit der Windel sehr bequem heraus. Wenn ich z.B. einen nat. Milbenfall von 20V/Tag habe, weiß ich das ich handeln muss. Ob es eigentlich 15,8 oder 24,73 sind, ist dabei irrelevant.


    Den Anwendern muss nur klar sein, dass die Methode ungenaue Ergebnisse liefert, denn sonst wiegen sie sich bei 4,5 V/Tag in Sicherheit, weil überall steht, dass es erst ab 5 V/Tag gefährlich wird.


    Die Windelmethode gefällt mir jedenfalls besser als z.B. die Puderzuckermethode im Schüttelbecher. Kein Bienenkontakt, fast kein Zeitaufwand. Nur wenn ich unbedingt gleich ein Ergebniss brauche, muss ich eben die Puderzuckermethode anwenden. Aber wann ist das denn tatsächlich der Fall?


    Gruß

  • Master Tom, gerade in dem Beispiel meiner Auszählung der 4 Mustervölker zeigt sich die Ungenauigkeit der Windeldiagnose.

    Kein nennenswerter Fall an Varroa, aber 8 bis 12% Befall der Brut. Welches Bei Hochrechnung einige tausend Milbennachkommen ein Monat später hervorbringen.

    Wenn dann Ende August zusätzlich der Brutumfang reduziert wird, hat man dann die "Reinvasion von innen" die schnell zum Exitus führen kann.

    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Dann ist es eher Anwendungsfehler. Ich nehme nur die Schublade, die in der 12DD unten drunter ist ohne etwas. Ob da etwas runtergeweht oder weggetragen wird, weiß ich nicht. Jedoch gibt es auch Momente zeitlich später oder bei anderen Völkern mit gleicher Beute, bei denen Varroa Fall bei täglicher Kontrolle zu sehen ist/war.

    Wie gesagt, genauer geht es bestimmt, damit jedoch auch aufwendiger.


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.