Honigrührgerät

  • Hallo, ich möchte mir ein Honigrührgerät bauen. Kann mir jemand mit einem Bauplan oder ähnlichem weiterhelfen. Welche Umdrehung muss der Motor haben, wo kann man ein Untersetzungsgetriebe kaufen. Hat schon jemand ähnliches Gerät gebaut und kann mir die Erfahrungen weitergeben. Wie lange muss der Honig gerührt werden, vor allem wann fängt man mit dem Rühren an, wie oft muss gerührt werden und vor allem wie lange. Ist es von Honig zu Honig unterschiedlich, ob ich Raps oder Blüten- oder anderen Honig rühren. Muss auch Waldhonig, der ja sehr lange flüssig ist, gerührt werden. Vielleicht kann mir der eine oder andere Imker weiterhelfen. Oder sollte man doch ein fertiges Gerät kaufen. Wenn ja, welche Geräte sind empfehlenswert. Vor allem welcher Rührstab soll es sein. Ist der Api-Record der beste oder ??? War vielleicht ein bischen viel, aber für Antworten trotzdem vielen Dank. Thomas

  • Hallo Thomas,
    über das Honigrühren ist schon soviel im Stammtisch geschrieben worden, das kannst du im jetzigen Stammtisch (Kategorie Bienenhonig) und im Archiv alles nachlesen. Waldhonig darfst du auf keinen Fall rühren, das würde diesen verfälschen, welcher Kunde kauft schon einen cremigen Waldhonig. Zum Auftauen des Waldhonigs ist der Melitherm sehr gut, der Honig ist anschließend wie frisch geschleudert und behält auch sein natürliches Aroma, bin sehr begeistert mit dieser Methode, auch braucht der Honig dann sehr lange, bis er wieder fest werden würde, bis dahin sind die 30 kg, die ich im Melitherm durchlasse, verkauft. Das Bauen eines Honigrührgeräts ist m.E. etwas problematisch, da du neben einem Untersetzungsgetriebe (40 U/min) auch ein Winkelgetriebe brauchst. Ich habe mein Rührgerät von www.bienen-ruck.de erworben, das kostet ca. 500 € und ist für Dauerbetrieb geeignet. Falls du in Bayern wohnst, bekommst du als Imker 30% Zuschuss für den Erwerb dieses Geräts.
    Ich hoffe, dir geholfen zu haben.

  • hallo Franz-Xaver,


    das mit dem cremigen Waldhonig lass ich so nicht gelten! Immer wieder ernte ich Melizitosehonig und den rühre ich und verkauf ihn sehr gut als cremigen Waldhonig. Unter schätze die Kunden nicht! Es gibt welche die wollen den ganz grob kristalisierten Honig lieber als flüssigen! und im übrigen solche Aussprüche wie das wollen meine Kunden nicht oder wie an anderer stelle schon oft geschrieben "Rapshonig bekomme ich bei mir nicht verkauft" lasse ich nicht gelten. Wer sich ernsthaft um Kundenwünsche bemüht und nicht seine eigenen Geschmack- und Konsistenzwünsche der Kundschaft so zusagen aufschwäzt, der hat auch mit Blütenhonigen die ein Kuhstallaroma haben (Ausspruch eines Kunden zu meinem Löwenzahnhonig) keine Absatz probleme! :wink:


    Grüße

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Seit ich den Frühjahrshonig rühre steigt die Zahl seiner Liebhaber. Dafür sprechen viele Gründe.

  • vielleicht ist es wie mit dem cremigen Blütenhonig in Bayern, ich habe mit Sicherheit schon viele überzeugt mit meinem cremigen Blütenhonig, aber der Waldhonig ist mir persönlich und auch meinen Kunden flüssig lieber. Ich habe ihn auch schon einmal cremig gerührt, ich finde das verfälscht den tollen Geschmack des Waldhonigs doch sehr, auch sieht ein cremiger Waldhonig nicht mehr nach diesem tiefschwarzen Waldhonig aus, sondern wird hell. Der Geschmacksunterschied ist enorm, genauso wie cremig gerührter Blütenhonig wesentlich anders schmeckt als flüssiger, aber wie schon oft gesagt, jedere soll nach seiner Facon glücklich werden. Es soll sogar Bayern geben, die essen Weißwürste mit Ketchup. (ich oute mich hiermit, ich gehöre auch dazu), aber so weit bin ich noch nicht, das ich cremigen Waldhonig esse.