Lauter Bienen am Einschubloch (für Windel)

  • Hallo zusammen,

    bin erst seit August mit 4 Jungvölkern gestartet. Alles lief auch ganz gut, Varroa waren im August bei deutlich unter 1/Tag. Dann plötzlich bei der nächsten Zählung Anfang September bei 1,3; 7; 7 und 20(!) Milben/Tag. Dann mit offiziell 70 ml AS 60% behandelt. Guter Varroafall bisher. Königinnen stiften auch wieder ordentlich, wenn es auch leichte Brutschäden gab. Allerdings habe ich auch ein paar Varroa-geschädigte Jungbienen im Volk mit dem höchsten Befall gesehen. Warte jetzt zwei Wochen ab, kontrolliere dann den natürlichen Milbenfall und entscheide dann weiter, wie ich bzgl. Varroa vorgehe. Für AS dürfte es dann wahrscheinlich schon zu kalt sein.

    Nun sind meine sonst so friedlichen Damen äußerst hektisch und sitzen dauernd auf mir rum, gestochen worden bin ich aber noch nicht (arbeite ohne Schleier und Handschuhe) und an allen Völkern tummeln sich unglaublich viele Bienen am Einschubloch für die Windel; es sieht aus wie am Flugloch. :huh:

    Kann mir jemand sagen, was das sein kann?

    Herzlichen Dank

  • Ich habe 70 ml AS 60% für einen Einzarger genommen (Dropbox Pia Aumeier, Ableger im September), ausserhalb Deutschlands hätte ich 50 ml AS 85% genommen ;)

    Zählen war eigentlich nicht das Problem, die sind ja nicht zu übersehen, aber ich hätte wohl im August häufiger eine Gemülldiagnose machen sollen.


    Ich habe auch an Räuberei gedacht, aber die fliegen ja von hinten rein, am Flugloch passt gerade einmal eine Biene durch. Das wird auch verteidigt. Nein, sie tummeln sich auf der Windel, also unter dem Gitterboden. Futter können sie ja da eigentlich nicht räubern.

  • Räuberbienen sind sehr hartnäckig und versuchen durch jede Ritze in die Beute zu gelangen. Sie beunruhigen das Volk. Ich klebe dann kurzzeitig Packetklebeband auf die Ritzen. Das sieht nicht schön aus, erfüllt aber seinen Zweck.

    Willst du Gottes Wunder sehen, musst du zu den Bienen gehen.

  • Super lieben Dank. Das war's. es waren nur wenige Tröpfchen auf den Windeln, das scheint aber gereicht zu haben. Habe alles abgeschrubbt und nun ist so langsam Ruhe. Auch die in den beiden letzten Tagen so unruhigen Bienen sind jetzt wieder ganz ruhig.


    Hatte gestern auch noch mal nach den Stiften gesehen, aber die Königinnen stiften fleißig, so daß ich hoffe, durch die Behandlung nur einen kurzen Brutknick zu haben. Da wir auch bestes Spätsommerwetter haben, tragen die Bienen wie verrückt Pollen ein. Hoffe, sie werden noch starke Wintervölkchen. Füttere bisher nur in kleinen Protionen, da die Damen leider nicht am Rand das Futter eintragen, sondern sofort immer die Brutwaben voll hauen. Aussen drei ausgebaute Waben total leer und in der Mitte versuchen sie alles auf eine Wabe zu quetschen. Wer da einen Tipp für mich hätte. Das machen alle meine vier Völker, keine Ahnung, was ich falsch mache.

    Zitat
  • Sobald die Temperaturen nachts unter 10 °C fallen, wird die Abnahme von flüssigem Futter deutlich langsamer.
    Bedenke das, wenn Du weiter in kleinen Portionen fütterst, reicht es möglicherweise am ende nicht...

    Die Glücklichen sind neugierig. (F. W. Nietzsche)

  • Ich habe nur Sorgen, dass sie mir weiterhin die Brutwabe mit Futter vollballern und nicht genügend Winterbienen bekommen.

    Hier am Niederrhein ist es ja in der Regel meistens mild, selbst die Winter sind ja so, wie vielleicht in Süddeutschland der Frühling ;)

    Gibt es vielleicht einen Tipp, wie sie das Futter eher in den Randwaben einlagern?

  • Ach ja, ich sollte dazu sagen, dass ich nach den Ratschlägen aus dem Kurs von Pia Aumeier imkere. Sie sagt ja, dass die eigentliche Einfütterung der Jungvölker gut im Oktober stattfinden kann.

    Das sind so Ratschläge zum Haare raufen: Ja, das mag funktionieren, ABER ist abhängig vom Standort und dem dort herrschenden Klima!

    Wenn bei mir im Oktober nur noch 3-4 Grad nachts und 7-10 Grad tagsüber sind, bekomme ich nix mehr in die Kisten.

  • Da hast du sicherlich recht. Pia hat ihre Bienen ja im Ruhrgebiet und meine sind ebenfalls linker Niederrhein, Rand Ruhrgebiet. Wir haben wirklich milde Bedingungen, ganz anders denke ich, als bei Euch in Berlin. Wir werden in den nächsten Wochen im schnitt nachts zwischen 12 und 14 Grad und tags zwischen 16 und 20 Grad haben.

    Da müsste das hoffentlich funktionieren.


    Das einzige was eben ein Problem ist, dass bei mir schon die kleinen Mengen zu einem Verhonigen des Brutnestes führen. Dafür habe ich einfach keine Lösung.