Einwinterungsewicht Zander, Hohenheimer Einfachbeute

  • Hallo zusammen,


    bei unserem letzen Imkerstammtisch kam wieder mal das Thema "Einwinterungsewicht" auf den Tisch.


    Bei meinen Hohenheimer Einfachbeuten/Zander, wintere ich mit folgenden Gewichten (Federzugwaage vorne und hinten gewogen) ein:


    - Einzargig, 10 ausgebaute Waben - 30 kg Gesamtgewicht, ggf, auch 2 - 3 kg mehr

    - Zweizargig, 20 ausgebaute Waben - 40 kg Gesamtgewicht


    Einige Kollegen wintern noch mit deutlich mehr kg (Futter) ein, andere wiederum mir 4 - 5 kg weniger...


    Meine Rechnung ist folgende:

    Beute inkl. Boden/Deckel und 2 Zargen: ca. 10 kg

    Gewicht ausgebautes Zanderrähmenchen: ca. 370 g

    Gewicht Zarge einzeln: 3,5 kg

    Bienen und Pollen: ca. 2,5 kg


    Macht also beim Zweizarger: 10 + 7,4 + 2,5 = 19,9 kg + 20 kg Futter = ca. 40 kg Gesamt Einwinterungsgewicht. Stimmt ihr dem zu?

    Und beim Einzarger: 6,5 + 3,7 + 2 = 12,2 kg + 15 kg Gutter = ca. 27 bzw. 30 kg Gesamt Einwinterungsgewicht. Stimmt ihr dem auch zu?

    Bei Ablegern auf 7 bzw. 8 Waben gehe ich von ca. 25 kg Gesamt Einwinterungsgewicht aus.


    Ich wohne in Franken zwischen Nürnberg und Würzburg.


    Wie haltet ihr das?


    Danke und viele Grüße!

    Freier Imker

    Ohne DIB oder Verein

    Nicht vorbelastet

    Offen für alle Anregungen

  • Neustadt Aisch ist nicht die kälteste und rauheste Gegend...

    Das erscheint mir sportlich.

    Ich schau mir heute abend meine Aufschriebe von letztem jahr an.

    Wir hier am Rand der schwäbischen Alb haben auch nicht die rauhesten bedingungen, aber wenn es wieder so ist dass die komplette Frühttracht erfriert - da war verd* wenig in der Beute drin.

    Ich will dieses jahr ein bisschen mehr drin haben.


    ULI

    Genieße das Leben.

    Sei Dankbar und Glücklich.

  • Wie viel fütterst du denn bei 1 bzw. 2-zargig ein?

    15 bzw. 20 kg fand ich ein gutes Mittelmaß...

    Freier Imker

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  • Bei meinen Hohenheimer Einfachbeuten/Zander, wintere ich mit folgenden Gewichten (Federzugwaage vorne und hinten gewogen) ein:


    - Einzargig, 10 ausgebaute Waben - 30 kg Gesamtgewicht, ggf, auch 2 - 3 kg mehr

    - Zweizargig, 20 ausgebaute Waben - 40 kg Gesamtgewicht

    Ich wintere generell 1-zargig auf 30 kg ein. Deine Berechnung deckt sich exakt mit der meinigen.

    Bei dieser Futtermenge kann ich im April noch ein paar kg für die Ablegerbildung entnehmen.

  • Die Rechnung kommt schon hin. Ich füttere aber Einzarger auf 32-33kg auf und Zweizarger auf 42...also die 2-3kg mehr von denen du sprichst.

    Warum...lieber 2kg zu viel als 2g zu wenig. Außerdem schwanken bei mir herstellerbedingt die Materialgewichte, so passt es aber immer.

    Dennoch musste ich dieses Jahr bei den starken Einzargern und dem frühen und starken Bruteinschlag im Februar teilweise Teig auflegen bzw. Waben umhängen.

  • Es ist nicht wichtig, dass du sehr viel Futter in den Bruträumen hast. Besonders bei 1-zargiger Betriebsweise musst du darauf achten, den Brutraum nicht mit zu viel Futter voll zu knallen, so dass zu wenig Platz für die Brut bleibt.

    Bei der ersten Durchsicht im Februar / März rücke ich die Futterwaben an das Brutnest und setze die leeren Waben nach außen, um einem Futterabriss vorzubeugen.

    Brütende Völker überwinden bei einem Kälteeinbruch ein leergefressenes Rähmchen zwischen der Brut und dem Futter nicht und verhungern. Hier wirkt die Regel Brut vor Futter, das heißt, sie legen ihr Augenmerk auf das Wärmen der Brut und gehen nicht über einen Leerraum zum Futter.

    Ich hatten einen solchen Fall einmal im Jahr 2008, als mir ein sehr starkes Volk trotz vielen Futtervorräten verhungert ist. ;(