SC (small caps) Das Wie und warum von kleinzelligen Waben 4.9mm

  • Guten Abend Ludger.


    Wenn Bienen auf "kleine Zellen" gezwungen werden, findet sicher ein Selektionsdruck zu kleinen Bienen statt.........Nur von dem "Zwingen" auf kleine Zellen, halte ich halt nichts.

    Die Varroaresistenz/tolleranz, kann damit nicht Verbessert werden. Und dem Bien, geht es damit auch nicht besser.


    Eine grosse Biene, gehört meiner Meinung nach, auch auf eine entsprechende Zellengrösse, mit dem dazu passenden Wabenabstand.....Dies habe ich ja auch so in meiner Info; im anderen Thema nur "informiert".


    Sollte sich nun bei der Selektion auf Leistung, bei mir die Bienen sich nochmals verkleinern (Die Milbe, hat da schon eine Gewisse" Vorarbeit gemacht), dann würde ich, je nach Willen der Bienen, meine heutigen Mittelwände von 5,3mm auf ein "vorsichtiges" Maas zu 5,1 verkleinern.


    Ich passe halt eher die Zellengrösse auf die Biene an, als umgekehrt.


    Dass die Bienen die Zellen verkleinern können, ist mir schon bekannt. Zu dem vergrössern, sind die Versuche noch nicht abgeschlossen.


    lg Sulz.

  • Hallo,

    vor 3 Jahren habe ich zu dem von Anfang an kleinen Wabenabstand von 32mm mit MWs in 4,9mm etwas experimentiert. Da ich nur ein paar MWs hatte, habe ich Anfangsstreifen an den OTs angewachst.

    Ich habe schnell gemerkt, dass die Bienen je nach Bedarf von der Vorgabe in ihr aktuell nötiges Zellmaß übergegangen sind.

    Schwärme und Ableger bauen selbstverständlich vorrangig Arbeiterinnenzellen. Später kommen im Randbereich Waben und Wabenbereiche mit Speicherzellen dazu. An den unteren Ecken beginnt zur gegebenen Zeit Drohnenbau.

    Deshalb gieße ich nurnoch Wachsstreifen an die Oberträger und lasse sie machen. Und sie tun es! Das Zellenmaß hat sich wenig verändert. meine Messungen ergeben bei Arbeiterinnenzellen ein Maß von 4,9 bis 5,3mm. Ich sehe häufig Waben im Maßbereich oberhalb 5, ...mm.

    Die Bienen sind oft kleiner als andere, die man auf Blüten sieht. Sie machen jetzt einen recht kompakten Eindruck. Es wurde mal geschrieben, dass die Winterbienen einen "dicken Po" haben sollen. :)

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • und hier weitere Beweise, dass die Bienenzellen durch die Imker künstlich vergrößert wurden.

    Aus alter, internationaler Imkerliteratur:

    http://resistantbees.es/?p=3461


    Ein Artikel von meinem Freund Erik Österlund (mit seiner Genehmigung der Veröffentlichung):

    von mir ins deutsche übersetzt:

    Verleugnung der Geschichte von Erik Österlund

    http://resistantbees.es/?p=3479


    Ein Artikel von mir:

    Welche Zellgröße bauen die Bienen in Europa?

    http://resistantbees.es/?p=3466


    Darin wird beschrieben, dass im Kanto Aargau in der Schweiz in einem Museum immer noch eine Bienenwabe existiert die das Zellmaß von ca 4,7mm aufweist.


    Und hier ein Auszug aus der schweizerischen Bienen-Zeitung - Band 62 - Seite 572 von 1939:

    schweizerische Bienen-Zeitung - Band 62 - Seite 572 schrieb:

    Im Bestreben, eine größere und womöglich leistungsfähigere Biene zu züchten, werden in neuester Zeit bekanntlich sogenannte Großzellen-Mittelwände fabriziert. Das sind Mittelwände, bei denen auf 1 qdm Wabenfläche statt wie bisher ca. 800 nur noch zirka 700, 620 ja sogar nur 560 Zellen gehen. Zellen, bei denen auf 1 qdm deren 750 — 760 gehen, werden als mäßig vergrößert betrachtet. Diese Zellengröße zeigten schon die ersten, von Mehring fabrizierten Mittelwände und auch ...

  • nun bewegt mich immer noch die Frage:


    Es ist doch nun schon seit einigen Jahren offensichtlich, dass die Bienenzellen von den Imkern vor ca 100 Jahren künstlich vergrößert wurden. Das kann niemand mehr bestreiten.


    Meine Frage ist nun, warum die meisten Imker immer noch ihre Bienen auf viel zu großen Zellen halten?


    Viele Imker berichten, dass sie inzwischen auf 5,1mm umgestiegen sind, was aber nur einen Zwischenschritt darstellt.

    Zum Beispiel verkauft der Mittelwandhersteller Biredskapsfabriken in Schweden 5,1mm als Standartzellgröße und 5,4mm wird nur auf Sonderbestellung geliefert.


    • Zum einen ist es unbestreitbar, daß die Bienen vor mehr als 100 Jahren auf viel kleineren Zellen saßen und deshalb sollte man die künstliche Vergrößerung so schnell wie möglich rückgängig machen, um mit den Bienen wieder in einen Einklang mit der Natur zu kommen.
    • Und zum anderen wurden die Vorteile kleinzelliger Bienen durch wissenschaftliche Untersuchungen klar nachgewiesen, wie zum Beispiel daß Bienen auf kleineren Zellen eine höhere Lebensdauer haben, daß das hygienische Verhalten bei kleinzelligen Bienen verstärkt auftritt, daß die Tracheenmilben keine Chance mehr haben ins Innere der Bienen zu gelangen etc etc

    Nun ist glaube ich die Frage berechtigt:

    Warum halten die meisten Imker immer noch ihre Bienen auf viel zu großen Zellen?


    Geringerer Ertrag kann es nicht sein, denn unser Kollege Hans-Otto Johnsen aus Norwegen hat klar nachgewiesen, dass kleinzellige Bienen bei ihm einen grösseren Ertrag erwirtschafteten als großzellige.


    Gewohnheit, Faulheit, risikoscheu, Ignoranz, zu viel Arbeit,.....?


    Ich hoffe hier auf diese Frage eine Antwort zu bekommen.




    liebe Grüße

  • @ Hartmut - nun haben Sie erneut meinen Beitrag gelöscht

    Zitat


    Dieser Beitrag wurde von hartmut aus folgendem Grund gelöscht: Unangebracht und bitte Urheberrechte beachten

    Urheberrecht wurde nicht gebrochen und das war definitiv die Antwort auf die Frage nach Beweisen von Night Shadow


    Wenn ich hier unerwünscht bin dann ziehe ich mich gerne zurück.

    Erik Österlund sagt es ja schön "Verleugnung der Geschichte"

  • stephan2

    Sie haben zwar das Buch erworben und eigene Fotos davon gemacht.

    Das gibt Ihnen jedoch nicht das Recht diese Fotos auf fremden Webseiten zu veröffentlichen.

    Nachtrag: Sie verstoßen damit zum wiederholten Male gegen die Forenregeln und müssen somit mit den Konsequenzen klar kommen.

  • Und die Maße waren oft von Region zu Region unterschiedlich, sodaß es oft schwer ist alte Dokumente dahingehend zweifelsfrei zu deuten. Das Urmeter würde auch erst Ende des 18. Jahrhundert festgelegt und bis si h das durchgesetzt hat dauerte es bestimmt noch bis Mitte des 19. Jahrhundert.


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Guten Morgen zusammen.


    Wenn hier schon Berichte aus der Schweiz zitiert werden, dann erlaube ich mir, auch die "offizielle" Seite zu erwähnen.


    Die Heute im Handel erhältlichen Standartmittelwände, haben 780-800 Zellen pro dm2.


    Im Schweizerischen Bienenvater von 1889, wird auf Seite 109, die Brutwabe von dem Blattkasten mit ca 9000 Zellen angegeben. Rahmen innen; 422X263mm.

    Dies ergibt etwa 820 Zellen pro dm2.


    Die ersten Mittelwände, wurde 1864, an einer Ausstellung in Solthurn ausgestellt.

    (Seite 144)


    Es ist nicht davon auszugehen, dass die Mittelwände von 1864-89 wesentlich verändert wurden.


    Fazit:

    In der Schweiz, werden noch Heute, ca die gleichen Zellgrösse bei den Mittelwänden verwendet, wie vor 150 Jahren. ( Vorher, gab es wohl nur Naturbau)


    lg Sulz.

  • Hallo,

    sicher ein wichtiges Thema. Der Hinteren ist doch die Suche, wonach auch immer.

    Kann die Frage nach der bienengerechten Zellengrösse nicht vom Natur-/ Stabilbau her beantwortet werden? Bauen lassen und das über mehrere Generationen, und danach die MW anfertigen?

    Auf jeden Fall werden bei Stabilbau / Naturbau die Zellen kleiner als 5,2 oder 5,4.

    Das sind meine Erfahrungen in 5 Jahren mit Naturbau.

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?