SC (small caps) Das Wie und warum von kleinzelligen Waben 4.9mm

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    guten Abend rase,

    Der erste Gedanke, zurück zu der Größe, die mal natürlich war. Das geht nur über die Arbeiterinnen, sie geben das Wissen weiter, nicht die Königin.

    :thumbup:


    PS.: sagt wer?

    das kann ich in weiterem Umfang voll bestätigen was Kollege Nationalparker schreibt.


    Ein Stock, der nach ein paar Jahren ohne Behandlungen und auf kleinen Zellen zu einem wirklich grossen Volk herangewachsen ist, den wird man am Besten durch eine Ablegerbildung vermehren, jedoch muss dieser Ableger am Besten eine volle Zarge umfassen (Langstroth), mit sehr vielen Bienen und Brut in allen Stadien. Ich konnte im Laufe von vielen Jahren beobachten, dass dadurch das know how, das sich die Bienen im Umgang mit Milben und Krankheiten angeeignet haben, weiter gegeben wird (auch die Fähigkeit kleine Zellen zu bauen). Durch eine Zuchtauslese ist mir das nicht geglückt. Eher das Gegenteil. Um wirklich einen Erfolg mit der Zuchtauslese zu haben, braucht man SEHR viele Bienenstöcke. Meine 200 Stöcke sind da zu wenig. Das steht im Einklang mit dem was Dee Lusby schrieb: http://resistantbees.es/?p=4222


    Dee Lusby schreibt zu diesem Thema hier:

    Dee Lusby schrieb:


    Some beekeepers mistakenly believe that acarapis mite resistance (whether internal or external mites) must be bred for, having been told that the solution lies within the artificial control of internal genes of the honeybee. UNFORTUNATELY, THIS IS NOT TRUE IN REAL WORLD CONTROL OF THE PROBLEM AND ITS ACCOMPANYING SECONDARY DISEASES. So to explain this fallacy that acarapis mite resistance must be bred for, we will divide this section into two distinct parts, namely bee breeding and biological manipulative treatment for control of honeybee mites (basically retrogression explanation as to why and how it works). Since we are now going over bee breeding in its pure sense, we will continue, finishing up with the later towards the end. (Note: Let us now state, that commercial beekeepers wishing to see with their own eyes the field may do so. Several have already done so and we expect more will follow. It is important to see it to understand, so adaptation can be made for others to follow working their bees their own way, but following basic field management principles.)


    liebe Grüße

  • Du mußt also erstmal klein anfangen,

    Also kleinere Bienen anzüchten.

    Dann über Schwarm oder Schwarmvorwegnahme neue Völker bilden.

    Die nehmen das kleine Maß an.

    Entscheidend sind die Arbeiterinnen, nicht die Königin.

    ...hier werden jetzt Dinge in den Raum gestellt, die eine große Unwissenheit über Bienen offenbaren.

    Alleine der Satz " ....also kleine Bienen anzüchten..." läßt mich den Kopf schütteln.

    Hier geht es ja darum, was ich an den Bienen verändern will.

    Der erste Gedanke, zurück zu der Größe, die mal natürlich war. Das geht nur über die Arbeiterinnen, sie geben das Wissen weiter, nicht die Königin.

    Woher diese Behauptungen?

    Mein Eindruck ist; hier macht sich die reine Behauptung mit Unwissenheit platz.

    Nehme einfach mal einen Ablegerkästen, schlage dort ein Völkchen ein und Du wirst wunderschöne 'kleine Bienen' und kleine Zellen bekommen. Sobald Du aber dieses Völkchen in eine normale Beute z.B. Dadant einschlägst, ist es aus dem den kleinen Zellen und Bienen. Die Bienen werden bei Tracht sofort die Zellen vergrößeren. Man könnte nach Deiner obigen Aussage schlussfolgern, dass sich die Arbeiterinnen wohl nicht so recht verständigen / unterhalten, wie gebaut werden soll.

    Kleine Zellen und Bienen werden uns die Augen öffnen.

    Meine Augen sind schon so weit geöffnet, dass ich so einen Blödsinn der von Dir hier in den Raum gestellt wird von fachlichem Imkerwissen unterscheiden kann. Ich imkere seit über 15 Jahren mit 5,1er und 4,9er Zellstrukturen und bilde mir ein, dass ich da fachlich mitreden kann. Ich 'liebe' unsere kleinere Bienen, aber wie und was Du da oben schreibst, hat mich zur Feder greifen lassen.


    Jonas

  • Der erste Gedanke, zurück zu der Größe, die mal natürlich war. Das geht nur über die Arbeiterinnen, sie geben das Wissen weiter, nicht die Königin.

    :thumbup:


    PS.: sagt wer?

    rase@

    jetzt weißt Du es. Der 'Bienenmissionar' himself hat geantwortet.


    Nachdem was ich alles mit diesem 'Bienenmissionar' aus La Palma die Jahre über erlebt habe und mir auch zudem zugetragen wurde, bin ich selbstverständlich voreingenommen. Und das zu Recht.


    Jonas

  • Da ist wieder das "Problem."

    Ich lese hier schon eine Weile mit und habe mich zurück gehalten.


    Fakt ist, dass viele Scharlatane in der Vergangenheit mit der Verkündung den Stein der Weisen gegen die Varroa gefunden zu haben, in mir die Reaktion von absoluter Ablehnung erzeugen. Dafür wurde schon zu viel teures ohne Erfolgsaussicht verkauft.

    Das mit den kleinen Zellen wird schon seit Jahren durch die Imkerschaft getrieben. Auch kann ich an meinen eigenen Naturbau erkennen, dass das Zellmass dabei meist grösser ist als das normale Prägemass. Das kleinere Zellen zu einer höheren Bruttemperatur führt, halte ich für ein Gerücht. Bienen sind wahre Meister in Effizienz.

    Da wird keine Energie verschwendet.

    Leider müssen die Leute mit ehrenhaften Absichten zukünftig gegen die Ablehnung kämpfen.

    So funktioniert das, was lokal begrenzt funktioniert wzB auf einer kleinen Insel in Frankreich oder in irgendwelchen Hochgebirgstälern, noch lange nicht bei der breiten Masse.

    So hat mein Imkerhändler des Vertrauens den Verkauf des kleinen Zellmasses komplett eingestellt.

    Das.vom Äquator zu den Polen die Säugetiere grössee werden ist eine Gesetzmässigkeit in der Biologie. Ich gehe davon aus, dass es auch auf überwinternde Insekten zutrifft.

    Daher ist das Zellmass natürlich kein Kriterium.

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Für Rassevielfalt.

  • rase@

    jetzt weißt Du es. Der 'Bienenmissionar' himself hat geantwortet.

    Ich frag mich ja immer, woher diese Selbstgewissheit kommt. Von eigenen Erfolgen kann ja keine Rede sein, wenn es reproduzierbar wäre, hätte es sich längs durchgesetzt, bzw. wäre bekannt und vermutlich auch (zu Recht!) mit einem Nobelpreis belohnt worden. Aber es sind immer die gleichen Behauptungen und lmkreisverweise. Zeig mir doch mal jemand ein Bild von einer Wabe aus einem Vollvolk in 4,9mm Naturbau. Müßte ja ein Kinderspiel sein, wenn es die natürliche Größe ist und da, zumindest meiner Erfahrung nach, Bienen ohne züchterische Begleitung ziemlich schnell wieder in ein 'natürlicheres' Verhalten zurückfallen, Schwarmlust, Wehrhaftigkeit, usw Und wenn das, aus welchen Gründen auch immer, nicht klappt, dann einfach weiter versuchen, aber solange bitte nicht missionieren. MEINE Meinung.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Das.vom Äquator zu den Polen die Säugetiere grössee werden ist eine Gesetzmässigkeit in der Biologie. Ich gehe davon aus, dass es auch auf überwinternde Insekten zutrifft.

    Was du beschreibst ist die Bergmannsche Regel, die allerdings nur für gleichwarme Tiere (also Säuger und Vögel) gilt. Hier werden die Tiere von in den kälteren Regionen größer, da sie dann besser ihre Körperwärme halten können: Bei steigender Größe wächst die Masse im Kubik, die Oberfläche aber nur im Quadrat, sprich pro Kilo Körpergewicht sinkt die vorhandene Oberfläche, über die Wärme verloren gehen kann. In heißen Gegenden ist oft Gegenteiliges von Vorteil, also kleine Gewichte mit großer Oberfläche um Wärme abgeben zu können - siehe etwa die Ohren des Fennek (Allensche Regel).


    Bei Insekten ist es mit der Größe genau umgekehrt, sie werden zum Äquator hin größer. Grund hierfür liegt in ihrer passiven Atmung. Luft bzw. Sauersoff diffundiert in die Tracheen. Sind diese zu groß/tief, kommt irgendwann nicht mehr genügend Sauersoff an um das Tier zu versorgen. Aufgrund der höheren Temperaturen in den Tropen diffundiert der Sauerstoff dort schneller und 'besser' in die Tiefe der Tracheen als hier, weswegen die Tiere dort etwas größer werden können.


    Um den Kreis zu schließen und den Exkurs zu beenden: Das wird eher kein Grund für größere Bienen und damit größere Zellmaße in nördlicheren Breiten sein.

  • Die Honigbienen verhalten sich aber während der Brut wie Säuger und Vögel, da sie im Brutnest eine konstante Temperatur halten. Ihr redet doch die ganze Zeit von den positiven Auswirkungen auf die Brutnesttemperatur. Aus den gerade genannten Gründen (Verhältnis Oberfläche zu Volumen) ist das Aufrechterhalten der Temperatur in einem größeren Brutnest mit relativ weniger Aufwand als in einem kleineren Brutnest möglich.


    Grüße von Kikibee

  • ist das Aufrechterhalten der Temperatur in einem größeren Brutnest mit relativ weniger Aufwand als in einem kleineren Brutnest möglich.


    Grüße von Kikibee

    Genau, das mit einer höheren Temperatur ist ausgesprochener Unsinn. Die Bienen regeln das ja sehr genau und nicht abhänging von Körpergrösse oder Zellgröße. Der geringere Aufwand zum Erhalt der Temperatur aber ist nachvollziehbar.