SC (small caps) Das Wie und warum von kleinzelligen Waben 4.9mm

  • Hallo,

    neben kleineren Zellen spielen nach meinen bescheidenen Kenntnissen und Erfahrungen auch eine Fülle anderer Faktoren eine Rolle. Ich denke da an Einzelaufstellung, weniger Störung durch Öffnen der Beute, durch Umhängen von Waben, häufiger Ortswechsel, die Varroabekämpfung, die Honigproduktion, Agrochemie, Raumveränderung,und und und. Natürlich die Trachtverhältnisse nicht zu vergessen.

    Ich glaube nicht so recht daran, dass allein durch Zucht die Biene soweit gebracht wird, dass sie bei unveränderten sonstigen Bedingungen auch noch die Milbe ganz auf sich gestellt niederhält.

    Gruß

    Harald

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Ich arbeite im Naturbau mit Anfangsstreifen,

    mit kleinem Zellmaß. Die Bienen übernehmen das dankbar.

    Ist immer gut, wenn der Imker es besser weiß als die Bienen. Die Zellen der wild lebenden Bienen, die ich irgendwo rausbasteln mußte und die in meinen Kielern frei bauen (wo es nur bewachste Oberträger gibt), bauen alles von 5,1 bis 5,5-6mm. Ich kann mir garnicht vorstellen, wie dankbar die wohl wären, würde ich sie auf 4,9er MW einschlagen. Wär mir vermutlich peinlich, soviel Dankbarkeit! Ich hab allerdings die Theorie, das die kleinen Zellen am besten harmonieren mit großen Egos.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Small Cells als Voraussetzung für eine Varroa-resistente Biene ? Ganz simpel gefolgert - kleinere Zellen ergibt kleinere Bienen und damit hat die Milbe immer noch den notw. Platz sich zu entwickeln... was also ist die Begründung ?


    Bisher wurden zur Begünstigung von Varroaresistenz angeführt


    - genetische Disposition und/oder gezielte Züchtungen auf diese Merkmale (hygienisches Verhalten wie Erkennen von befallenen Zellen und deren Eliminierung inkl. gegenseitiges Putzen etc.)

    - permanent höhere Brutnesttemperatur

    - möglichst geringe bis fehlende Pestizidbelastung in der Umgebung, was den vorgenannten Parameter begünstigt

    - ausreichende und gute Ernährungsbedingungen der Bienenvölker und damit

    - optimale Umfeldbedingungen hinsichtlich Trachtangebot und Pestizidarmut

    - Einzelaufstellung der Völker

    - ….

    Schade, dann bleibt das „System Lusby“ eine unbestätigte Hypothese.

    So endeten die Diskussionen immer wieder hier - nix genaues weiß man nicht.


    Nähme man die "small cells" als ein zwingendes Kriterium an, wären die o.g. Voraussetzungen ggf. ebenfalls zwingend. Das würde möglw. erklären, wieso es für natürlich ausgelesene Linien, die mit den Milben ohne Behandlung zurechtkommen, nur an diesen bestimmten Orten funktioniert, aber nicht beliebig örtlich übertragbar ist.


    Zumindest die akt. Zuchtfortschritte (genetische Disposition durch Selektion) weisen auf mindestens einen wohl unverzichtbare Parameter hin, auch ohne kleine Zellen, wenn ich es richtig verstanden habe.

  • Das kann nicht sein ?

    Weiter oben steht das so ähnlich.🤣


    Und die Art und Weise der Arbeit am Volk sollte nicht außer Acht gelassen werden. 😉

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Kikibee, einfach den Dreisatz anwenden. Wenn 10 Bienen pro ....... dann.......... .8)


    Konstantere Temperatur durch kompaktere Brutdichte wäre vielleicht eine bessere Beschreibung.

    Aber ist bei kleinen Zellen wirklich mehr Biomasse pro dm2 vorhanden?

    Zur Zellengrösse, ich würde das als natürlich erachten, was der Schwarm in der Schwarmbox am Deckel anfängt, zu bauen.

  • Kikibee, einfach den Dreisatz anwenden. Wenn 10 Bienen pro ....... dann.......... .8)


    Konstantere Temperatur durch kompaktere Brutdichte wäre vielleicht eine bessere Beschreibung.

    Aber ist bei kleinen Zellen wirklich mehr Biomasse pro dm2 vorhanden?

    Zur Zellengrösse, ich würde das als natürlich erachten, was der Schwarm in der Schwarmbox am Deckel anfängt, zu bauen.

    Die Bienen bauen doch auch in Abhängigkeit von ihrer Körpergröße.

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Die Bienen bauen doch auch in Abhängigkeit von ihrer Körpergröße.

    Klar. Und kleine Bienen sind auch heißer, wie man ja weiß! Und wenn hundert Bienen auf x cm2 35,5°c warm sind, dann sind 120 Bienen auf gleicher Fläche 35,5/5*6 schon 42,6°c warm! Das plus Bücherskorpion, und 70mm Wandstärke, puh, da kommt die Varroa schneller auf die rote Liste als Thorben ein neues Maskottchen findet!


    Und im Frühjahr kommen sie wieder alle und kaufen Bienen. Weil, äh, PSM.

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  • Mal wieder das Märchen von den künstlich vergrößerten Zellen?


    Es gibt genug historische Vermessung von Waben, was findet man da? Die Zellen waren nie kleiner, allerdings gibt es Jahreszeitliche Schwankungen im der Baugröße, 5,4 mm entspricht dabei der durchschnitlichen Größe, v.a. während der Saison.


    Wenn sich durch eine Verkleinerung der Zellen, die Brutdauer wirklich um einen Tag verringern ließe, wäre das ein echter Punkt im Ksmpf gegen die Varoa, genau wie bei der Scutella (und nein ich möchte nicht noch mal n Kommentar lesen das wir die hier haben sollten, zum Glück friert sie hier Zuverlässig ab, sonst wäre sie schon hier)

  • Oooch Leute,

    es ist doch völlig Schnuppe, gleich der Frage ob ob das Hemd des Gottesohns sein Eigen oder nicht war.

    Kleine Zellen, bei mir 5,1, sind allgemein und besonders im frühen Jahr, kein Nachteil, das stelle ich mal fest! Den Völkern gehts sichtbar gut damit, 4,9 hab ich probiert, und im Ergebnis kommt raus, das meine Mädels (und dann ich ebenso) das hier in meinem mich umgebenden Klima, nicht so mögen.

    Den geringeren Wabenabstand sehe ich mittlerweile bei 40 Grad auch kritisch, die Bienen müßen auch kühlen "können".

    Beim stephan 2 ist ein ganz anderes Klima, andere Bienen hat er auch am Stand. Ich will damit sagen, das , daß was bei ihm klappt in unseren Gefilden und unseren Bienen nicht zwangsläufig auch so sein muß.

    Es gibt nun zum Glück noch mehr Stellschrauben um Resistenz zu bekommen.

    Da muß ebenso angesetzt und weiter gesucht werden.

    Ich hege berechtigte Hoffnung, das am Ende alles zusammen fließt, also schlagt euch nicht auf die Nuß, das hindert nur beim denken.

    Der Stephan arbeitet mit vollem Einsatz heftig dran, er hat zu mindest dafür vollen Respekt verdient.

    12er DD, und Buckies, gaanz sicher!

    Der Pessimist sieht die Schwierigkeit in jeder Möglichkeit!

    Der Optimist sieht die Möglichkeiten in jeder Schwierigkeit!

    W. Churchill