Haltbarkeit Sirup im Tank

  • beemax deine Theorie ist falsch. Sacharose ist Haushaltszucker, die besteht zu 50% aus Glucose und 50% aus Fruktose und genau das entsteht bei der Invertierung durch die Bienen, Glucose wird nicht in Fructose umgesetzt.


    Probleme kann es geben wenn man Sirup mit hohem Glucosegehalt oder aber hohem Gehalt an höheren Zuckern die in Glucose aufspalten (z.B. Maltose, Maltotriose) hat. Genau da wird dann aber da benannte Problem des verdünnen und auskristallisierens sein Grund haben. Die Invertierung der Zucker durch die Bienen braucht Zeit. Füttert man den Sirup direkt, liegt ein Teil des Zuckers weiter als gelöster höherer Zucker vor. Füttert man dagegen den Verdünnten Sirup, muss dieser wieder getrocknet werden, wird wieder bearbeitet und dabei stärker invertiert und liegt somit Plötzlich als Glucose vor.


    Das ist aber nur halb so schlimm, Bienen können auf kristallisierten Futter auch sehr gut überwintern.

    Stimmt fast alle was du schreibst nur die Aussage mit der Überwinterung auf kristallisierten Futter ist relativ.


    Hast du einen richtigen Winter mit Kälte und 3 bis 4 Monaten ohne jegliche Flugtage, dann hast du mit kristallisierten Futter ein richtiges Problem. Die Bienen verhungern Dir auf dem Futter, weil sie es nicht auflösen können. Es gibt noch kein Wasser.


    Gerade das will man als Imker vorbeugen und nimmt Frühjahrshonige nicht zur Überwinterung. Der Honig kristallisiert. Und auch Spättrachthonige können bei langen Wintern ohne Flugwetter zu Problemen führen. Die Kotblase wird voll und man hat Ruhr im Volk.


    Und gerade deswegen entnehme ich den Honig weitestgehend. Ich füttere aber inzwischen mit einem Fruktosesirup. Da gibt es keine Probleme mehr mit höheren Zuckerarten die schlecht verdaut werden oder kristallisieren, weil noch Frühjahrsnektar im Herbst von den ganzen Greening Flächen dazu kommt. Wegen Kristallisation verliere ich seit mehreren Jahren jetzt schon keine Völker mehr. Und die Bienen brauchen auch nicht mehr so viel Futter wie bei den herkömmlichen Sirup auf Weizenbasis.


    Ist etwas teurer, aber es lohnt sich. Heißt Happyflor Z. Das Zu steht dabei für einen 10 oder 15% Anteil von normalen Zucker, den die Bienen dann auch noch invertieren müssen. Da wird dann auch Klasse gebaut bei TBE. Das Futter verkauft Fa. Dehner in Blaufelden-Billingsbach.

    :u_idea_bulb02:

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Stefan, da hast du einen Fehler drinnen, kristallisierter Honig braucht kein zusätzliches Wasser, sondern Temperatur. Das ist leidet so ein altes Märchen, was auf der Fehlannahme basiert, das kristallisiertes Futter weniger Wasser enthält als Flüssiges, dem ist aber nicht so, durch die Kristallisationen verändert sich der Wassergehalt nicht. Klar ein erhöhter Fructosegehalt verlängert die Kristallisationszeit massiv.

    Happyflor war doch HFCS65 + 15% Zuckersirup. Hatte da bisher nur die Belgosuc Variante, das war super und ist ausgewogener. Ein zu hoher Fructosegehalt ist ja bekanntlich auch nicht zu gut.

    TBE mache ich sowieso nicht, aber zum Bauen ist Zucker immernoch das beste.

  • Wofür wird denn das Wasser gebraucht, das die Bienen im Frühjahr in großer Menge ins Volk schleppen? Zum Kühlen?

    Ein zu hoher Fructosegehalt ist ja bekanntlich auch nicht zu gut.

    Was ist zu hoch, und was ist schädlich?

    "In einer Demokratie hat jeder das Recht auf eine eigene Meinung, aber nicht auf eigene Fakten."

    aus "Mensch, Erde"

  • Hallo, gab es nicht nur bei einem Futter aus Stendal die Probleme ? Vom Futter aus Soest hat man eigentlich noch nichts schlechtes gehört, auch Frankreich scheint unauffällig zu sein.....

    Bis bald

    Marcus

    mehrere Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, xx Miniplus,

  • beemax deine Theorie ist falsch. Sacharose ist Haushaltszucker, die besteht zu 50% aus Glucose und 50% aus Fruktose und genau das entsteht bei der Invertierung durch die Bienen, Glucose wird nicht in Fructose umgesetzt.

    ...

    Das ist aber nur halb so schlimm, Bienen können auf kristallisierten Futter auch sehr gut überwintern.

    Stimmt teilweise - Saccharose besteht aus je einem Teil Glukose und Fruktose.

    Meine Aussage der Umwandlung von Glukose in Fruktose durch den Bien ist nicht richtig, jedenfalls passiert das nicht in substanziellen Mengen - da waren die Finger schneller als das Gehirn!:rolleyes:


    Ich möchte es aber nochmals klar formulieren...

    Bezüglich der Kristallisation bei Temperaturerniedrigung verhält es sich wie folgt: Die Löslichkeiten der drei beteiligten Zucker in Wasser bei 20 °C sind


    - Fruktose 790 g/Liter

    - Glukose 470 g/Liter

    - Saccharose 1970 g/Liter


    Daraus wird ersichtlich, dass Glukose die geringste Löslichkeit in Wasser besitzt und damit bevorzugt bei Temperaturerniedrigung auskristallisiert.


    Setze ich ein Futter ein, das vollständig aus Saccharoselösung (üblicher Haushaltszucker) besteht, muss der Bien diesen Zucker vollständig spalten / invertieren. Dazu benötigt er Zeit...


    Setze ich ein Futter ein, das zu 1/3 Saccharose, Glukose und Fruktose enthält, invertiert der Bien den Saccharoseanteil schneller und es entsteht wieder 1:1- Glukose und Fruktose. Damit gibt es unter unseren Winterbedingungen keine Kristallisation in den Waben. Beim Futter, das luffi erwähnt, ist die Löslichkeit mit 55 % Fruktoseanteil bei niedrigen Temperaturen noch besser.


    Wieviel der o.g. Zucker im Futter auf Weizenbasis enthalten ist, weiß ich nicht.


    Konsequenz - Wenn Rüben-/Rohrzucker verwendet wird, muss der Bien Zeit haben, diesen zu invertieren (Fütterung im Juli, August). Wird durch Spättracht bevorzugt Glukose-haltiger Nektar zugefügt, kann es u.U. zur Kristallisation im Winter kommen, weil der Glukoseanteil im Futter steigt (siehe Löslichkeiten oben). Bei späterer Fütterung (September) nehme ich den Sirup mit jew. 1/3 Anteil der drei Zucker.


    Deiner letzte Aussage stimme ich nur insofern zu, dass der Bien das überleben kann. Ohne Wasser kann der Bien die kristalline Glukose nicht aufnehmen. Selbst wenn genügend Wasser vorhanden ist, benötigen Völker mit solchem Futter im Frühjahr deutlich länger, bis sie in Gang kommen; denn sie müssen ja erst einmal Wasser holen, um die Glukose aufzulösen. Das ist für Frühtracht-betonte Imkerei nicht förderlich.

  • Wir haben seit vielen Jahren eine große Weizenstärke Sammelbestellung am laufen und jedes Jahr kommen Imker dazu und die anderen bestellen immer wieder. Das ist ein gutes Zeichen. Jedes Jahr was anderes probieren kann gut gehen, führt aber in der Regel dazu dass man nacheinander gute und schlechte Erfahrungen machen wird. Leider gibt es halt am Markt auch schlechte Lieferanten.

    Ich bestelle immer so, dass ein IBC als Reserve über den Winter da steht. Trocken, dunkel, frostfrei wäre ideal, das geht bei mir aber leider nicht. Trotzdem gab es noch nie eine Kristallisation im IBC oder Kanister. Auch die Völker überwintern super. Vor ein paar Jahren hab ich spaßeshalber mal einen halben Kanister auf die Seite gestellt zum schauen wie der sich über die Zeit verhält. Er wird in der Farbe gelblich dunkler, ist nun im mittlerweile vierten oder fünften Jahr immer noch flüssig.

    Lasst Euch vom Lieferanten ausdrücklich "schriftlich"!!! bestätigen, dass die Zuckerzusammensetzung für Bienen geeignet und gut verträglich ist.


    Grüße

    Peter

    Man kann ohne Bienen leben, aber wie halt.

  • Weizensirup soll in Gegenden mit viel Eintrag durch Efeu schwierig sein. Weiterhin würde ich Weizensirup nicht unbedingt verdünnen, da gab es in der Vergangenheit auch häufiger Berichte drüber dass das Zeug dann zur Kristallisation neigt.


    Ich bin vom Weizensirup abgekommen, ich hab das Gefühl (subjektiv) dass die Bienen mit Sirup auf Zuckerbasis oder Zuckerwasser besser überwintern. Ist aber rein subjektiv!


    Gruß Chris

    :daumen: Ich habe auch alle Varianten, Sirup auf Weizen und Rübenbasis. Letzlich bin ich aber nach diversen Bauchlandungen zu Kristallzucker wie zu Großvaters Zeiten zurück gekehrt. Das späte einfüttern hat noch nie Probleme bereitet. Die Heideimker mit Ihren Strohkörben haben es uns vorgemacht. 😁

  • Hallo an Alle!

    Würdet ihr Futter auf Weizen- oder Saccharosebasis vorziehen, oder ist das egal?

    Wo bestellt ihr euer Futter - vorausgesetzt, ihr nehmt auch mindestens einen IBC und lasst anliefern?

    Die meisten Sirupe unterscheidne sich ein zwei Punkten teilweise recht massiv von selbstangerührtem Zucker:

    • Im Wassergehalt ;):D (30 Prozent Plus an Fracht und Kosten für etwas, was bei mir unter 4 Eurp/Kubikmeter kostet, ohne neue Lager- und Transportinfrastuktur)
    • und im Gehalt am Maltose! Ich mag es jetzt nicht wieder überall nachsehen, aber ich habe bisher in jedem fertigen Sirup - ich meine sogar inbesondere auf Weizenbasis - deutliche Maltosegehalte gefunden. Nachdem, was ich dazu finde, ist Maltose nicht ideal für die Überwinterung - verbraucht wird es anscheind trotzdem.

    Daher habe ich in den letzten Jahren eher nach günstigen Quellen für Zucker im 25-Kilo-Sack gesucht und auch einige aufgetan.

    Wir haben seit vielen Jahren eine große Weizenstärke Sammelbestellung am laufen und jedes Jahr kommen Imker dazu und die anderen bestellen immer wieder.

    Hier auch - toller Preis, aber sie waren nicht in der Lage , mir ein Angeobt über 800 Liter zu machem, vielleicht auch, weil sie selbst nur zwei IBCs an unseren ganzen Verein verkaufen.

    Ich zapfe immer selbst bei Amelunxen in Soest den ApiGold Sirup (glukose-fruktose Sirup aus Weizen). Funktioniert seit Jahren ohne Probleme, keine Kristallisation oder Ähnliches.

    Ich glaube die liefern bei großen Mengen auch mit dem Tanklaster. Du kannst ja einfach mal auf der Homepage nachschauen.

    Machen sie - wenn man den vollen Tankzug abnimmt. Und das wird bei der heterogenen Imkerschaft mal wieder ein heisses Thema sein, schon im Verien bleiben Arbeit und dann für andere abgefüllter Sirup immer an den wenigen gleichen Personen hängen, die dann wochenlang lagern, bereithalten und auslegen dürfen!

    Ganz abgesehen davon, dass es bei mir früher (auf dem Land in der Pfalz!) kein Problem gewesen wäre, Gelände, Stapler, Lagerfläche und Helfer zu organisieren. Hier "in der Stadt" dagegen fast alles undenkbar - vom sicher aufkommenden Gemecker der Anlieger und Imker, die mit egal was ein Problem hätten, gar nicht zu reden.

    Eigentlich wäre es schön, wenn - angesichts der Liefer- und Nachfragemengen - der Landesverband so etwas anbieten würde. Das könnten ja dann sicher mehrere Lastzüge werden, bei sicherlich vorteilhaften Preisen! Aber die sind ja mit dem Betrieb einer Geschäfststelle schon voll ausgelastet.

    Die Preise erscheinen mir relativ hoch, im Raum Berlin sollte es möglich

    sein sich an eine Sammelbestellung zu hängen

    Würde ich mit Euch sofort machen, hirr habe ich davon noch nie gehört. Liegt vielleicht auch daran, dass die meisten hier mit 4 bis 8 Völkern imkern.


    Hätte ich die Wahl - nur Futter auf Rübenzuckerbasis.

    :daumen: Ich habe auch alle Varianten, Sirup auf Weizen und Rübenbasis. Letzlich bin ich aber nach diversen Bauchlandungen zu Kristallzucker wie zu Großvaters Zeiten zurück gekehrt. Das späte einfüttern hat noch nie Probleme bereitet. Die Heideimker mit Ihren Strohkörben haben es uns vorgemacht. 😁

    Das wäre für Ralf - und vielleicht auch für mich zum "mal Testen" - eine Alternative: Gemeinsam zwei IBC zu bestellen, wenn der Versand dann günstiger wird.

    Aber ich fürchte, am wirtschaftlichsten ist immer noch Zucker im Sack, auch nach den deftigen Preissteigerungen im Jahr 2020: Mehr Trockenmasse für weniger Geld, 100 % Saccharose, 0 % Maltose!

    bei uns in die Nähe kommt Amelunxen immer zu einer Sammelbestellung mit dem Tanklaster. Ich bin mir fast sicher das dieses auch in Berlin der Fall ist. Einfach anrufen und fragen.

    Ja, die Mengen sollten wir in Berlin auf jeden Fall erreichen - aber das Risiko....

    Vielleicht, wenn ich keinen Hauptjob meahr habe und mich langweile!

  • Weiß jemand warum nach dem Fall der Rübenquote und dem Wegfall der Einfuhrzölle die Zuckerpreise gestiegen sind? Südzucker zahlt für Rüben unterhalb des Marktpreises, weil der Preisdruck des Weltmarktes sonst alle Bauern von der Rübe wegtreibt.

  • Mit jeder Stufe der Imkerei gibt es neue Herausforderungen. An einem ähnlichem Problem bin ich auch und es ist extrem schwer die bekannten Imkerkollegen unter einen Hut zu bekommen damit ein Tanklastzug von einigen hektolitern zur selben Zeit am selben Ort anfahrfreundlich umgeladen werden können. Ichhabe auch nur ein 750kg Anhänger und mir schwebte da auch so ein 600l IBC vor meinem geistigen Auge. Aber wie HaroldBerlin schon schrieb das Massepreisverhältnis für 25kg Zuckersäcke ist ungeschlagen.

    Klar bekomme ich keine Palette Zucker (1t) auf mein Anhänger aber ich kann ja 350kg ins Auto laden und den Rest auf den Anhänger.

    Und wenn ich mir die Threads über die Herstellung der Mischung ansehe und das mit dem letztjährigen Anmischen vergleiche, fand ich den Einsatz meine Mörtelrührers als Honigrührer und Zuckerwasserrührer mit den 25kg Zuckersäcken durchaus praktisch und viel besser als die 2kg Zuckertüten 2019 oder davor 1kg Tüten zu verwenden.
    Ein 14kg Kanister aus 2020 in 2:3 ist noch im Lager und zeigt bisher keine Schlieren etc.

    Die Steigerung wäre nun statt dem 50kg Abfüller in dem ich jeweils ein 25kg Sack mit 16l Wasser angerührt und in 3 Kanister gefüllt habe auf ein 100kg Abfüller zu gehen. Da ich den nicht habe, kann man vielleicht gleich ein IBC nehmen und alles in einem Rutsch fertig machen. ( siehe wasgau immen )

    Es gibt euch fertige Rührwerke für IBC's.


    Ralf , das sind die Schmerzen des Wachstums.


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Ich habe auch schon die 14 und 20kg Kubitainer benutzt, aber sie bringen mir keinen Zeitvorteil, da ich immer in die 10l Kanister umfülle und bei Bedarf mit Wasser strecke. Also passen in meinen 50kg Abfülle auch nur 2-3 Kubitainer rein, die ich dann auch wieder in Kanister umfülle.

    So fahre ich mit einem passenden Kanister pro Volk hin und muss vor Ort nur noch reinkippen und nicht mit den Kubitainern rummachen und schätzen viele Liter ich da jetzt reingegoßen habe.

    Klar könnte man sich am Fütterer eine Markierung machen, aber wer garantiert das der immer so steht das die Markierung dann auch passt.


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.