Honig aus dem Ausland (Sardinien) kaufen

  • Im Forum muss ich mir immer das Gejammer anhören, dass alle kein Honig haben.

    Dabei bieten viele ihren Honig an und liefern sogar vom Osten/Norden in den Westen der Republik. Das Angebot auf dem Markt macht hier die Preise kaputt,, obwohl auch hier die Rapseente nicht gut war.


    Zum Glück gibt es aber Imker, die nur den Honig aus der Region verkaufen.

    Natürlich verkaufe ich andere Produkte. Die sind aber auch klar gekennzeichnet.

    Viele Kunden wollen ja sogar nur Honig aus dem Ort. Nur ich kann ja nicht an jeder Verkaufstelle den Honig vom Ort abfüllen.

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Neutral und unbelastet.

  • Ich sehe kein Problem dabei, Honig von einem Kollegen zu einem angemessenen Preis anzubieten. Ich deklariere diesen aber eindeutig als "vom Kollegen" zugekauft. So kann ich auch Abwechslung bieten mit Honigen, die ich selbst nicht ernten kann. Wenn der Kollege in einem anderen Land sitzt, hätte ich da auch kein Problem damit. Solange man das zur Erweiterung oder Ergänzung des eigenen Sortiments macht, wird es auch den Markt kaum verderben, sondern eher Kunden für die Honigvielfalt sensibilisieren. Bei mir wollten die meisten Kunden aber trotzdem überwiegend meinen Honig und den anderen nur gelegentlich zur Ergänzug. Rechnen tut es sich im kleinen Maßstab bei mir somit kaum. Ich verkaufe nur Honig, der mir selber schmeckt.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • N'Abend


    Mein Nachbar hat mir als Dankeschön für die Gartenbeaufsichtigung 2 Honige aus Nordgriechenland mitgebracht. Ein Thymian- und ein Orangenblütenhonig. Gekauft am Strassenrand vom alten Imkerlein oder seiner Frau, typischerweise aus dem Einmachglas, nix beschriftet. Der ist verdammt lecker und verdient es gekauft und genussvoll gegessen zu werden. Und auch ich habe mir schon überlegt, ob man solche Spezialitätenhonige mal zur Abrundung des eigenen Sortiments anbietet, natürlich entsprechend deklariert etc..

    Noch besser natürlich, wenn man den Imker persönlich kennen gelernt hat, vielleicht mal nen Nachmittag zum Erfahrungsaustausch zusammen an den Bienen oder bei der Ernte etc. verbracht hat. Habe ich so vor 2 Jahren auf Lanzarote gemacht, vorher bei Google/Facebook etc. ne Imkerei gesucht und angeschrieben, ob sie auch mal nen Kollegenbesuch empfangen würden, hat geklappt, war interessant und ich habe auch sehr leckeren Honig von dort mitbekommen, hatte natürlich auch eigenen zum Tausch. Da kann man 1.) den Kunden authentisch von der Qualität der Imkerarbeit/Honige berichten und 2.) evtl. dauerhaft freundschaftliche Handelsbeziehungen aufbauen, selbst wenn es später dann nur ein paar kg jährlich sind. Solche Honige würde ich dann auch nicht als 0815-Sommerblütenmischhonig aus EU- und Nicht-EU-Ländern anbieten, sondern als wertvolle, regionale Spezialität für den Geniesser, natürlich mit entsprechendem Preis. Der Kundenkreis ist zwar wahrscheinlich auch nicht sehr gross, aber solche gibts auch immer wieder.


    schöne Grüsse, Robert, dem grad das Wasser im Mund zusammenläuft und der jetzt gleich nochmal schnell in der Küche schlecken gehen muss :P

  • Wenn ich hier im Forum in anderen Threads von der Jungimkerschwemme und einem damit einhergehenden Honig Preisverfall lese, dann würde ich eher meinen Bedarf hier bei Kollegen decken um meine Kunden bedienen zu können.

    Was bei dieser Import Idee noch nicht zur Sprache gekommen ist, ist die AFB Problematik.

    Die wird überall anders gehandhabt als bei uns. In der Regel nicht besser. Das trifft Dich zwar nicht zwangsläufig direkt, aber das nächste sporenhaltige Glas im Container ist potentiell auch für Deine Bienen ein möglicher Infektionsherd. Ich gehe mal davon aus, dass die meisten Deiner Kunden aus der näheren Umgebung kommen. Das höchste Risiko lädst Du damit bei Deinen eigenen Bienen ab.

    Wenn es Kollegen trifft, dann ist die Freude sicherlich auch nicht wirklich vorhanden.

    Ich meine 80% Importhonig ist genug.

    Prinzipiell spricht natürlich nichts dagegen aus dem Urlaub probierte Honige mit zu bringen um das eigene Wissen zu erweitern.

    Aber eigentlich meine ich, sollten wir (Imker) unsere Kundschaft mit unserem (Imker) Honig versorgen.

    Wenn wir uns gegenseitig helfen, dann braucht keiner über die großen Importeure schimpfen.

    Wenn unser Markt dann mal leer gefegt ist und die Honigpreise sich denen im europäischen Ausland angeglichen haben, kann können wir ja immer noch importieren.

    Der Honig ist nämlich nirgends billiger als in Deutschland.

    Zweifelhafte Herkünfte, Inhalte und Lieferländer natürlich ausgeschlossen.