Richtig Wiegen?!

  • Zitat

    ich kenne die Leergewichte der Einzelteile sowie einem ausgebauten Rähmchen, setze pauschal 2 kg für die Bienen an (halt etwas mehr als Puffer) und gebe nur die Anzahl der Rähmchen an (7 bis 9 DN 1.5).

    Hi "Hymenoptera". Kannst Du mir (uns) die Leergewichte der Beuten(teile) geben? Ich hatte versäumt diese beim Umziehen von 1 auf 1 1/2 zu messen. Nun kann ich nur Schätzen, was auf einer Wabe eingelagert wurde und zusammenaddieren.

    Auf welch Soll-Gewicht gehst Du bei 1 1/2 zum Einwintern im Schnitt?


    Wäre super :-)

    Hast Du denn auch Segeberger?

    Ich muss die Tabelle mal daheim auf dem PC raussuchen; bis dahin: Einfach mal in den Shops der Imkereifachhändler schauen; die geben oft ein Gewicht der Leerteile an damit der Versand berechnet werden kann. Das kommt ganz gut hin. In meiner Standardvariante so mit 7 oder 8 Rähmchen sind es etwas über 9 Kilo wenn ich mich recht erinnere (inkl. Bienen). Stockwaage zeigt gerade 28 Kilo; macht also rund 18 Kilo Reserven. Das sollte passen - ab Anfang Oktober bis Ende März liegen zumindest an meinem Standort die Futterverbräuche zwischen 6 bis 9 Kilo aber wenn April/Mai kühl und nass werden, kommen da noch mal 5 Kilo zu. Und schon ist man bei den gemeinhin für Berlin empfohlenen 14 Kilo Winterfuttergabe.


    M.

  • Moin,

    genau wiegt man nur, wenn man entweder die komplette Beute anhebt oder wie geschrieben zwei gleich hohe Waagen rechts und links drunter stellt (beide Werte addiert ergeben den Gesamtwert).

    Ich hatte mich zuerst auch gewundert, dass die Werte mit der Stockwaage niedriger waren/sind als mit der Kofferwage, beidseitig angehoben und addiert.

    Überprüft habe ich meine Stockwaage mit bekannten Gewichten (Wasserkasten vorher mit Personenwaage gewogen). Das stimmte auf 10g, was ich als ausreichend erachte.

    Folgende Gedanken dazu:

    Hebe ich eine Beute einseitig, ggf. ungünstig, mit einer Kofferwaage an, wiege ich mehr als die Hälfte, da ich irgendwann, wenn ich weiter und höher ziehe, an den Punkt komme, an dem ich die gesamte Beute anhebe.

    Wiege ich die Beute einseitig mit einer Personenwaage, komme ich ggf. auf weniger als in der Realität, da der Waagenpunkt höher ist als der Kipp-Punkt der Beute (wenngleich das nur minimal ist).

    Aber wie andere schon geschrieben haben, geht es ja grundsätzlich erst einmal um den groben Anhaltspunkt, ob ich genügend oder deutlich zu wenig Futter in der Beute habe. Da sind mir erst einmal 10% egal, es sei denn, ich hab zu knapp eingefüttert.

    Wichtig ist, dass ihr euer Gewicht kennt, mit dem ihr durch den Winter kommt.

    Bei meinen Völkern weiß ich z.B. (DN1,5 in HOLZ!), dass das Gesamtgewicht der Beute bei etwa 38-40kg liegen sollte, dass ich bei einem normalen Winter noch Reserven im März/April habe.

    Da nehm ich dann auch lieber eine Futterwabe mehr aus der Beute als dass ich großartig nachfüttern muss, weil ich im Herbst zu knapp eingefüttert habe.

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • genau wiegt man nur, wenn man entweder die komplette Beute anhebt oder wie geschrieben zwei gleich hohe Waagen rechts und links drunter stellt (beide Werte addiert ergeben den Gesamtwert).

    Ist ja lustig - bei mir ist es genau anders herum: Die Stockwaage zeigt einen um rund 2 kg höheren Wert an als das einseitige Messen von vorn und hinten und entsprechender Addition. Selbst wenn man die

    Das ist doch völlig egal, wichtig ist doch nur das man immer mit der gleichen Waage, gleich wiegt. Wichtig ist doch nicht das "richtige" Gewicht, sondern das welches man z.B. am 1. Oktober (immer gleicher Zeitpunkt) benötigt damit die Völker über den Winter kommen...


    - muss man im Frühjahr nachfüttern muss man im nächsten Herbst entsprechend mehr als Zielgewicht definieren

    - muss man im Frühjahr mehrere Futterwaben rausnehmen, kann man im nächsten Herbst etwas weniger als Zielgewicht definieren


    Und macht man das ein paar Jahre, dann "sieht man das schon", wie Reiner sagen würde, und muss dann nicht mehr wiegen...

  • Das genau gerade Anheben macht einen riesen Unterschied.


    Genauso macht es aber auch einen Unterschied ob du mit oder gegen die Rähmchenrichtung wiegst, wiegst links Rechts beim Kaltbau, bekommst du meistens zwei verschiedene Gewichte, beim Warmbau bekommste eig immer das selbe Gewicht. Darum immer mut der Rähmchenrichtung wiegen, dann reicht auch einseitiges Wiegen *2

  • Warum sollten verschiedene Gewichte links/rechts denn ein Indikator für einen Messfehler sein?

    Das Futter ist doch auch nicht immer gleichmäßig eingelagert.

    Mich würden gleiche Ergebnisse bei nicht mittigem Brutnest eher irritieren...

  • Einseitiges Wiegen geht nur in der Theorie, wenn die Bienen alles schön gleichmäßig bzw. Kugelförmig (Brutnest) ausgebaut und das Futter gleichmäßig verteilt haben.

    In der Praxis sieht es meist anders aus!

    Vor allem, wenn man mit Schied in Großraumbeuten imkert.

    Meine ballern gerne den Drohnenrahmen mit Futter voll (was anderes ist da aber auch nicht sinnvoll;-)).

    Wenn ich einseitig wiege, bin ich mal locker 2kg daneben (pro Seite, sprich ±4kg).

    Wer sicher gehen will, muss beidseitig wiegen!

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • Gleichmäßige Verteilung des Futters wäre wohl die Ausnahme. Ich jedenfalls habe das nicht erlebt.

    Eine Bienenkugel war Richtung Westen bis zur Hälfte nur Futter und die Ostseite war der Wintersitz.

    Also rechne ich immer mit einseitiger Verteilung.

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?