Richtig Wiegen?!

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    Ich als Anfänger der Neuzeit verstehe die Mühe des Wiegens nicht, da das meiste Futter erst im zeitigen Frühjahr verbraucht wird, wann man doch schon reingucken und Futterwaben austauschen kann. Kurzes Hintenanheben würde dem Zweifler doch reichen!?

  • Dafür musst du aber schon ein gewisses Verständnis dafür haben, wie schwer die Beute sein sollte, damit die Waben ausreichend gefüllt sind.

    Wiegen ist nur ein Hilfsmittel, um dieses Gefühl zu bekommen.

    Ersetzt aber nicht den gesunden Menschenverstand.

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • Ich als Anfänger der Neuzeit verstehe die Mühe des Wiegens nicht, da das meiste Futter erst im zeitigen Frühjahr verbraucht wird, wann man doch schon reingucken und Futterwaben austauschen kann. Kurzes Hintenanheben würde dem Zweifler doch reichen!?

    Mhm. Und Du so als Anfänger (als Du das erste Mal angefangen hast) hattest das richtige Gewicht dann schon im Gefühl? Herzlichen Glückwunsch!

    HG

    Monika


    Wir sollten immer daran denken: Im wesentlichen sind unsere Bemühungen auf eine vernünftige, fürsorgliche Pflege beschränkt. (Bruder Adam)

  • Ich als Anfänger der Neuzeit verstehe die Mühe des Wiegens nicht, da das meiste Futter erst im zeitigen Frühjahr verbraucht wird, wann man doch schon reingucken und Futterwaben austauschen kann. Kurzes Hintenanheben würde dem Zweifler doch reichen!?

    Erstmal Glückwunsch, das Gewicht abschätzen kann nicht jeder so schnell. Es ist auch möglich im Frühjahr Futterwaben umzuhängen, aber wenn alle Völker geschätzt und mit zu wenig Futter eingewintert werden, von welchem Volk willst Du dann Futterwaben umhängen?

    Der Pessimist ist ein Optimist, der aus seinen Erfahrungen gelernt hat.

  • Hallo,


    Ich habe auch eine Frage zu diesem Thema.


    Früher habe ich jede Wabe gezogen, in 8/8 unterteilt und das Futter auf diese Weise geschätzt.

    Da das aber sehr aufwendig ist, nicht besonders genau, und dem Bienenvolk nicht zuträglich, habe ich dann erst mal die Völker vorne und hinten gewogen, was aber nicht richtig sein konnte, weil die Beuten nicht direkt vorne und hinten aufliegen, sondern auf etwas zurückliegenden Querleisten.


    Seit dieser Eekenntnis wiege ich links und rechts (nachdem ich die Beuten etwas auseinander geschoben hatte um genug Platz zu haben).

    Meine 2-Zargen DN Völker im Kaltbau wiege ich durch Wiegen per elektronischer Kofferwaage (die geht richtig, beinahe auf das Gramm genau; ich vergleiche jedesmal wo ich einen Koffer in einem Flughafen auf das Transportband lege das angezeigte mit dem selbst gemessenen Geicht und da gibt es keinen Unterschied) indem ich beide Seiten wiege und die Werte additioniere. Logischerweise -oder vielmehr "physikalischerweise"- kann man nicht ganz genau auf das richtige Gewicht kommen, und die Abweichung (nach unten) ist abhängig von der Höhe des Anhebens, weil ein Teil des Gewichts sich über den Auflagepunkt hinweg auf die andere Seite verlagert; bei Anheben um einige cm ist das minimal; wenn man einen würfelförmigen Körper um 45 Grad anheben würde und das Gewicht messen würde wäre das gemessene Gewicht folglich theoretisch 0, weil die Beute dann quasi auf dem Auflagepunkt balanciert. Um das auszugleichen muß man das gemessene additionierte Gewicht beider Seiten mit einem Faktor 1,x multiplizieren.


    Was mir nicht ganz klar ist: welches Gewicht soll man rechnen für die Bienen (2 Zargen DN à 10 Waben) und für den Pollen, wobei dieses Gewicht nicht so ins Gewicht fällt im Vergleich zu dem Material und dem Futter. Das Material (Bodenbrett, Zargen, Deckel) habe ich leer gewogen.

    Ich habe mal in einer Tabelle folgende Werte gefunden: 1 kg Pollen und 3 kg Bienen, wobei beide Werte mir ziemlich hoch geschätzt zu sein scheinen.


    MfG
    Aloha


  • Ich habe die Beuten gewogen, das Bodenbrett, die Zargen und die Leerwaben, die Bienen und den Pollen, den Deckel, sowie die Zuckerlösung das sich noch in den Behältern befand, abgezogen und komme auf 23 bis 29 kg Futter, demnach Futter im Ueberfluss.

    Wenn ich maximal 2 kg Futter pro prall gefüllter Futterwabe rechne, komme ich also auf 12 bis 15 Waben, und es bleiben also noch zwischen 5 und 8 theoretisch leere Waben für die Brut und den Pollen, was wohl reichen müsste.


    Ich habe kürzlich alle Bodenbretter ausser einem ersetzt; das letzte werde ich auch noch ersetzen und bei dieser Gelegenheit, zwecks Wiegemethodenvergleichs, alle Waben ziehen und das in ihnen enthaltene Futter nach der 8/8 Methode schätzen und dann das Resultat mit dem der 2-Seiten-Wiegemethode vergleichen.

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  • Wiege zu Hause eine Beuten mit Waben, Deckel usw. auf die gleiche Weise wie auf deinem Stand, also seitlich. Somit wird die Toleranz gering gehalten. Für Bienen und Pollen 3 kg hinzurechnen. Die Schätzmethode ist viel zu Zeitaufwendig und eigentlich nur interessant für Leistungsprüfung usw.

    Der Pessimist ist ein Optimist, der aus seinen Erfahrungen gelernt hat.

  • Hallo,


    Heute war das Wetter gut genug, um mein letztes Bodenbrett zu wechseln, und bei dieser Gelegenheit habe ich alle Waben gezogen und das Futter nach der 8-Felder-Methode (100 g Futter pro Feld in DN) geschätzt.


    Das Resultat: 20,5 kg.


    Ich habe dann nochmal alle Völker links & rechts gewogen.


    Das Resultat der Berechnung des Futters nach der links&rechts-Wiegenmethode des Volkes dessen Futter ich durch Ziehen aller Waben geschätzt habe , d.h. das Gesamtgewicht abzüglich des Bodenbretts, der Zargen (wobei ich die Wandstärke der Zargen berücksichtige), der Waben, der Bienen und des Deckels: 22,6 kg


    Das Gewicht nach der links&rechts -Wiegemethode liegt also 2 kg über dem nach der anderen, wahrscheinlich genaueren Methode geschätzten Gewicht.


    Um eine sicherere Schätzung des Futtervorrats zu haben ziehe ich also besser 2 kg vom Wiege-Methode-Resultat ab.


    Ich habe festgestellt, dass das Gewicht seit dem 28. September um durchschnittlich 3 kg (zwischen 2,3 und 4,6 kg) abgenommen hat.


    Komischerweise sticht ein Volk heraus mit 10 kg. Ich habe keine Erklärung, warum das soviel an Gewicht verloren hat. Zu diesem Volk ist zu bemerken, dass es vor einigen Wochen sehr viel Milbenfall hatte, woraufhin ich es, nach der Nassenheiderbehandlung, zusätzlich mit der Schwammtuchmethode behandelt habe (ich habe die Schwammtücher heute entfernt), aber das kann ja keine Erklärung sein für solch einen Gewichtsverlust.


    MfG

    Aloha

  • Komischerweise sticht ein Volk heraus mit 10 kg. Ich habe keine Erklärung, warum das soviel an Gewicht verloren hat.

    Es wird/wurde beräubert.

    Ursache wird wohl in der zu hohen Varroabelastung und den daraus resultierenden Folgen resultieren. Vielleicht ist bei der letzten AS Behandlung auch die Königin verloren gegangen.

    rase würde wohl schreiben: Kannst du ein Kreuz ran machen.

  • Es wird/wurde beräubert.

    Diesen Verdacht hatte ich auch schon, hab ihn aber wieder aufgegeben, weil es -laut meiner Rechnung- trotzdem noch immer 17,4 kg hat!


    Vielleicht ist bei der letzten AS Behandlung auch die Königin verloren gegangen.

    Wieso würde das diesen Gewichtsverlust erklären?

    Weil es trotz des Trauerfalls beräubert wurde. Und bei den aktuellen Wetter auch weiterhin beräubert wird.