Flügeldeformationsvirus

  • Moin, moin,


    Oxalsäure sublimieren, oder sprühen, je nach Befall im Block oder nach Brutentnahme. Für Ameisensäure ist es zu spät und zu kalt und dem Wetterbericht nach läuft Dir da die Zeit noch weiter davon.


    Eng halten. Kleines Flugloch. Füttern. Wenn Du das Zielgewicht nicht mehr erreichst, nach der Winterbehandlung Futterteig auflegen.


    Gruß Clas.

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Auch kleine Völker / Ableger können den Winter schaffen und einen guten Start ins Frühjahr bewältigen.

    Wichtig ist ein kompakter Sitz, gutes Beutenklima und Futter bis zur ersten guten Tracht, zum Beispiel Weide.

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Nur gesunde kleine Völker können den Winter schaffen!


    Ab einem bestimmten Schadlevel ist eine Rettung des Restvolks kaum noch möglich, auch wenn Varroa durch Brutentnahme/Entmilbung auf Null kommt, ist die Schädigung und Weiterverbreitung der vorhandenen DWV-Viren (anscheinend sich stark vermehrenden Variante) in den Bienen. Jede vorhandene Brut durch Varroa schon DWV geimpft und geringer Lebensdauer. Die Sommerbienen sterben jetzt schnell, wenn nix ungeschädigt nachkommt, stirbt das Volk in den nächsten Wochen sowieso, Räuber beschleunigen das ganze noch und bringen virenbelastetes Futter und Varroa mit. Fall für Schwefelschnitte.


    Alte belastete Brut raus, Bienen der Schwächlinge zusammenfegen, bedampfen(schwächt die noch vorhanden Bienen am wenigsten) und auf engem Raum 5-6 Leerwaben setzen, evt Pollenwabe aus anderem Volk dazu, Wärmeschiede als Unterstützung bei den Nachttemperaturen. Zielgewicht nebensächlich, solange 2-3 Futterwaben drin sind und weitergebrütet werden kann.

    Loch im Zwischendeckel zum Füttern mit Lochdeckelglas , so kann jederzeit mit angewärmtem Apiinvert nachgefüttert oder Futterteig direkt am Brutsitz gegeben werden.

    Viel Glück

  • Ich mache es so:
    * TBE,

    * Sublimieren,

    *prüfen, was noch fällt.

    * Wenn Milbenstatus OK, Königin abdrücken,

    * Restvolk in Entfernung abfegen.

    * Leere Kiste wegstellen.


    Was noch fliegen kann und orientiert ist, findet den Weg zurück und bettelt sich irgendwo ein. Was keine Flügel hat, paralysiert oder sonst wie desorientiert ist, wird den Weg allen Irdischen gehen.

  • Ich war im letzten Jahr durch eigene Schlampigkeit mit einem Volk in der gleichen Situation. Ich habe sie dann mit OX Subl. blockbehandelt, eng in eine Ablegerkiste gepackt mit sehr kleinem Flugloch.

    Das Völkchen hat den Winter gut überlebt, die verkrüppelten Flügel verschwanden - ABER es war in der Entwicklung bis in den Frühsommer hinein immer hinterher.

    Ich für mich würde es nicht wieder so machen.

    Viel Geigelei, um mein schlechtes Gewissen zu beruhigen und am Ende blieb doch nur das Vereinigen bzw. Abfegen.

  • Bei vier besetzten Waben, einer frischen Königin mit gesunden Bienen würde ich es auch versuchen. Aber mitte September bei warmem Wetter vier besetzte Zanderwaben mit lädierten Bienen? Kiste wegräumen. Das ist echt Quälerei.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife