Indisches Springkraut

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    Neophyten erfreuen sich unter Ökologen in der Regel keiner Beliebtheit und werden bekämpft. Beim Bärenklau z.B. oder beim japanischen Knöterisch ist dies ja nachvollziehbar.


    Beim Indischen Springkraut sollten wir Imker das aber komplett anders sehen!

    Glücklich die Imker, die im August bis Oktober größrere Flächen des schön blühenden und verfühererisch duftenden Indichen Springkrauts in näheren Flugkreis ihrer Bienenvölker haben. Die Bienen fliegen, auch weil es jetzt sonst nichts anderes zu holen gibt, wie verrückt dorthin und kehren grau bepudert von dort zurück.

    Sie fliegen sogar bei Regen. Auch Hummeln und sogar Wespen befliegen die Blüten eifrig.

    Ein Imker erzählte mir dieser Tage, dass sich seine Völker an einem Standort mit Springkraut nahezu selbst eingefüttert hätten :)

    Ist doch genial sowas!

    Ich selbst habe versucht, Honig vom Indischen Springkraut zu ernten.

    Hat sich nicht gelohnt. Der Honig schmeckt nicht annähernd so gut wie der Duft der roten Blüten erhoffen ließe...

    Also, für mich als Imker ist das Springkraut eine absolute Bereicherung unserer hiesigen Flora. Es ist einjährig, einmal gemäht, kommt es nicht wieder. Sogar die Rindviecher fressen es gerne!

    So liegt es wohl in der Hand eines jeden Imkers, für eine gute und ausdauernde Spätsommertracht zu sorgen

    Den Rest macht die Natur ;)

    Carnica :) in Segeberger Magazinen :) auf Deutschnormal (DNM) 1.0 :) wie in unserer Region üblich !! :)

  • Ja, meine Völker kommen dank Goldrute und Springkraut auch mit wenigen Kilo zusätzlichem Futter aus Imkerhand aus.


    Springkraut bekommt man allerdings wegen der Samen nicht los, wenn man es nicht rechtzeitig mäht. Die Samen werden auch bei Waldarbeiten usw. mit den Reifen oder auch mit Mähgut oder in Bächen verschleppt, sodass es sich weiter ausbreitet. Ich würde es keinesfalls zusätzlich verbreiten, da es teilweise dann auch andere Pflanzen verdrängt.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Als Angler weiss ich, dass das Springkraut gerne an Gewässerrändern die heimische Flora verdrängt. Wichtige Pflanzen die auch Schutz für die Jungfische bilden verschwinden dann.

    Wie eben beschrieben sind Fliessgewässer super Transporteure von dem Samen.

    Allerdings beginnen viele Bestände des Springkrauts lischter zu werden, vermutlich da sich die starken Wurzelgepflechte gegenseitig den Raum nehmen.


    Natürlich freut es mich als Imker die Bienen im Springkraut zu sehen, aber die Kommunen bekämpfen Springkraut und Co häufig mit sogenannten Round Up Stäben.

    Damit lässen sich gezielt Bestände bekämpfen.

    Die weitere Diskussion zu dem Thema möchte ich dann nicht anheizen.

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Neutral und unbelastet.

  • Neophyten erfreuen sich unter Ökologen in der Regel keiner Beliebtheit und werden bekämpft.

    die Ökologen haben keine Bienen!, Pflegen Wunschträume!

    Die bekämpfen, mit der Begründung, das einheimisches verdrängt wird:(:(, zur Not mit der Nagelschere, regen Naturschützer( das wir man indem man nur die Hand hebt) zu Dummen taten an.

    Nur, wo ist das Einheimische? Wann kommt es wo wie wieder? Wo ist Weisklee Disteln usw geblieben?? Das sehr erfolgreiche ständig, also Jahrelang, abgemähte Saatgut gibts nich mehr und kommt auch nich wieder, es bleibt grüne Wüste übrig (heuer graue wüste wegen Trockenheit)

    Verodnete, sehr teuer angelegte, minimalistische nicht vernetzte Blühflächen, beheben den immensen Pollenmangel, wenn sie denn überhaubt vorhanden sind, NICHT:!:

    Wenn ihr sehen würdet, wie hier bei mir , mit aller letzter Konsequens, Neophyten abrasiert werden, ihr würdet genau so wie ich auf die Barrikaden gehen!

    Beim Bärenklau z.B. oder beim japanischen Knöterisch ist dies ja nachvollziehbar.

    WIESO:?:

    Hier bei mir ist schon Monate lang absolut nix am blühen, KEINE POLLEN;( wie meine Bienen aussehen muß ich ja nich beschreiben. Innerhalb 3 Jahren, haben die lieben Ökologen, und die Dummen die sich vor deren Karren spannen lassen, gnadenlos dafür gesorgt,und es auch geschafft, das hier totale Wüste herrscht! Stihl, und die Nagelschere grüßen freundlich!

    UND,

    von weit her rangetriebene Herden von Schafen rasieren wiederholt nachhaltig, bis gaaanz unten alles ab (da bleiben dauerhaft nur Dornen und Ginster übrig) was ebenso von sehr weit herangeholte Mähbalken stehen lassen müßen. (die machen (erlaubt?) Pferdefutter) hier gibts weit und breit keinen Landwirt mehr, wenn ich Pferdehalter berechtigter Weise, nich dazuzähle:D

    Tomaten Kirschen Äpfel usw sind doch auch Neophyten, oder nich?

    Alles was meinen Bienen "jetzt" gut tun würde existiert hier nich mehr:!:Weder noch:!:

    Die Aussichten sind für mich und meine Bienen ruinös, mir schwindet einfach jede Hoffnung.

    Vor wenigen(3/4) Jahren gabs hier noch Spingkraut und vor Bienen summenden Knöterich nebst Goldrute (sonnst genau nix anderes!) Ich kann nur sagen, DIE habens nun ganz gut geschafft, dier Ökologen, meine Bienen verhungern jämmerlich!!!:cursing::cursing::cursing:

    Nun ihr lieben, von eurem hoffnungsvollen tun ausgezeichneten Gutmenschen.... was nun:?:

    Ich sage euch, was euren Bienen garantiert bald nich mehr blüht

    12er DD, und Buckies, gaanz sicher!

    Der Pessimist sieht die Schwierigkeit in jeder Möglichkeit!

    Der Optimist sieht die Möglichkeiten in jeder Schwierigkeit!

    W. Churchill

  • Es gibt in Deutschland viele Neophyten, die wir sehr fördern oder nutzen, wenn man den Zeitraum, in dem wir diese importiert haben etwas größer setzt.

    Das größte Problem bei manchen Leuten ist, dass sie das Prinzip der Evolution oder auch der Sukzession nicht verstanden haben. Hier geht es zwar immer um Angepasstheit des Individuums, aber letztlich damit dann bei der Selektion um das Überleben der Art. Wenn zwei Arten im gleichen Lebensraum vorkommen können, die ähnliche Bedürfnisse haben, wird die besser angepasste die andere verdrängen. Je größer der Unterschied, desto schneller. Sollte das an allen Standorten passieren, wird eine Art ganz aussterben.

    Damit die Krux: Wenn wir bestimmte Pflanzen/Tiere oder Lebensgemeinschaften erhalten wollen, müssen wir deren Lebensraum möglichst ohne Veränderungen erhalten. Das heißt, dass man Almen beweiden muss, Streuwiesen mähen (dummerweise ja beides erst durch Landwirtschaft entstanden)... sonst wird ganz natürlich wieder Wald draus.

    Wenn ich die bisherige Vegetation erhalten will, darf ich dann aber auch absichtlich keine neuen Pflanzen da einbringen. Das mag für besonders erhaltenswerte/seltene Biotope ja sinnvoll sein, aber ansonsten sind auch alle Maßnahmen zum Verhindern von Veränderung schwere Eingriffe in die Natur. Aber was soll man schon mit den Fakten anfangen, die können sich ja auch mal ändern. Hauptsache meine Meinung bleibt. So schaffen es dann immer wieder ökologische Fundis mit Halbwissen durch ihr Handeln mehr Schaden anzurichten als ihre Tätigkeit nützt. Das gleiche gilt aber auch für Landwirtschaft oder Imker, wenn man einfach mal einseitig gedacht irgendwo irgendwas anpflanzt, weil es einseitig betrachtet einen Vorteil hat.

    Ich würde deshalb kein Springkraut aktiv anpflanzen, aber auch keine Bestände in Waldlichtungen oder auf Bracheflächen versuchen auszurotten. Beides erscheint mir ökologisch wenig sinnvoll.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Die Bekämpfung ist sinnbefreit, aber manche Imker maschieren da auch lustig mit, wie ein Beitrag im SWR 2018 gezeigt hat.

    Da durch die Trockenheit, das zweite Jahr kein Weissklee in Sicht ist, rettet mir und den Bienen das Springkraut auf Deutsch gesagt, den Allerwertesten. Sie haben in es in diesem Jahr so früh angeflogen, wie noch nie.

    Ebendiese Trockenheit wird über kurz oder lang dafür sorgen, dass es nicht weiter zunimmt.

  • Soweit ich mich an die Gespräche mit wasgau immen erinnern kann, liegt das aber auch zu einem großen Teil an den Böden. In der Sandsteinwüste wächst dann auch kein Springkraut.


    Ausrotten wird sowieso nicht mehr gelingen und das Beschränken auf ganz wenige Standorte auch nicht. Aber aktiv verbreiten sehe ich kritisch, genauso die Bekämpfung von Neophyten/Neozoen nur deswegen, weil sie sind, was sie sind.


    Das größte Problem ist doch, dass wir zunehmend stärker die Natur an unsere Bequemlichkeit/Wünsche anpassen als unser Lebensweise an die Gegebenheiten der Natur. Die Abwägung wird zunehmend zu Lasten langfristiger Folgen zum Nutzen kurzfristiger Vorteile gefällt. Man sollte jetzt nicht neue Gebiete der Invasion preisgeben, um kurzfristig Futter zu haben und sich Maßnahmen zu ersparen, die langfristig wirksamer wären, aber aufwändiger. Gerade wir Imker müssen doch auch sonst viele Faktoren beachten und beobachten. Da sollten wir auch hier mit gutem Beispiel voran gehen.

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  • Da sind wir an einem Punkt an dem ich auch des Öfteren angekommen bin. Was mache ich dann alternativ? Alte einheimische Flora stärken? Vielleicht diskutieren wir da auch besser in einem anderen Thread.


    Liebe Grüße Bernd

  • Hallo zusammen,


    ich habe zu der Thematik gerade ein spannendes Buch gelesen: Fred Pearce "Die neuen Wilden". Jedem dem das Thema interessiert und gern seine Sichtweise darauf erweitern möchte, sei das Büchlein empfohlen. (Ich habe die Forenseite jetzt mal nicht durchforstet, ob dazu schon etwas geschrieben wurde ;))

    Pearce beschreibt im ersten Teil Beispiele in den sich "invasive" Pflanzen- oder Tierarten in einer bestimmten Region ausbreiten und welche Ursachen und Folgen dies hat. Es wird deutlich, dass zum einen die Pflanzen immer durch Menschen verschleppt werden und in Regionen siedeln, die durch den Menschen vorher (!) soweit verschmutzt, überdüngt oder vergiftet wurden, dass die angestammten Arten zurückgingen. Häufig erfüllen diese Neuankömmlinge eine Filter- oder Reinigungsfunktion (z.B. Quallen und Algen) und sorgen längerfristig durch ihr massenhaftes Auftreten für eine Verbesserung der Lebensbedingungen der angestammten Arten, falls die Fremdeinträge aus Industrie, Landwirtschaft, o.ä. gleichzeitig reduziert werden. Im Laufe der Zeit ist häufig ein Rückgang der Bestände (so wie oben beschrieben beim Springkraut) zu beobachten und damit einhergehend eine partielle Rückkehr der angestammten Arten, die ein verbessertes Habitat vorfinden uns so auch wieder konkurrenzfähiger gegenüber den Neuankömmlingen werden. Häufig ergänzen Neuankömmlinge die vorhandene Flora/Fauna sei es mit Nahrung (Nektar), Schutz- und Nistmöglichkeiten.

    Sehr kritisch wird auch die Rolle sog. "Naturschützer" unter die Lupe genommen: in nur sehr wenigen Fällen sind Aktionen gegen die Neuankömmlinge erfolgreich. Kosten aber Unsummen und sind häufig auch nur mit brachialen Methoden, die den Lebensraum im Gesamten negativ beeinflussen verbunden. Einhergehend mit einer starken Polemik gegenüber: "den Fremden, den Invasoren, die unsere Heimat bedrohen...übernehmen... überrennen...attackieren...".

    In dem Buch finden Sich hanebüchene Beispiele von seiner Meinung nach falsch verstandenen Naturschutz. Aber hier möchte ich nicht spoilern ;).


    Kurzum: ich fand es wirklich bereichernd mal aus der eigenen "Naturgarten-Enthusiasten"-Ecke über den Zaun zu schauen, was sich da noch so tummelt.


    Viele Grüße,

    Steffi

  • ...Was mache ich dann alternativ?

    Der Berufsimker, bei dem wir Abschluß unseres Grundkurses eingeladen waren, zeigte uns seinen Ablegerstand. Der war tlw. beschattet von Bienenbäumen (Evodia hupehensis oder Tetradium danielii). Er behauptete, deshalb seine Ableger kaum oder gar nicht einfüttern zu müssen. Sieben-Söhne-des-Himmels (Heptacodium miconioides) wäre eine gute Ergänzung dazu, da etwas später blühend.


    Im Zuge der aktuellen Wiederaufforstungkampagnen fiel mir auf, daß ja die letzte Eiszeit vor etwa 12.000 Jahren uns ziemlich aprupt von vielen Baum- und Pflanzenarten abgeschnitten hat, die vor dem Eis hier heimisch waren und noch heute in vergleichbaren Klimazonen dieser Erde zu bewundern sind, die von der Eiszeitkalamität eben nicht betroffen waren. Heute behandeln wir diese Arten als Neophyten. Die Stadt Jena greift nach Empfehlung von wissenschaftlichen Gutachten auf solche neophytischen Baumarten verstärkt zurück, weil sie wegen ihrer Kessellage und des stadttypischen hohen Versiegelungsgrades für einheimische Gehölze kaum noch Chancen sieht. Woher auch sollte z.B. eine Linde neben einer Straße auf einem vollversiegelten seniorengerechten Bürgersteig und aufgeheizten Glas-/Betonfassaden die 600l Wasser nehmen, die sie an jedem Sommertag braucht?

    In ihren Mauern gibt es allerdings auch einen Hochschullehrer, der bei den Studenten der Biologie gefürchtet ist, wenn sie ihr Gesicht vor den maßgeblichen Prüfungen ihm nicht schwitzend zeigen bei seinen freiwilligen Neophyt-Ausrottungsaktionen...

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von ribes ()

  • erinnern kann, liegt das aber auch zu einem großen Teil an den Böden. In der Sandsteinwüste wächst dann auch kein Springkraut.

    Na ja, ich sehe schon wo wie und von wem bekämpft wird:) Das betrifft Springkraut etc ebenso wie sogenannte heimische Pflanzen, steht doch oben: seit 3/4 Jahren, davor wars aushaltbar und in Ordnung. Weil und wegen Springkraut u. co.

    allerdings auch einen Hochschullehrer

    Der scheint Kollegen zu haben, die hier im tiefsten Pfäzer Wald ihr Unwesen betreiben

    ihm nicht schwitzend zeigen bei seinen freiwilligen Neophyt-Ausrottungsaktionen...

    wo bleiben denn die Aussaataktionen? Da ist nämlich schon lange nix mehr von dem Erwünschten da, und da kommt auch nie nix mehr.

    12er DD, und Buckies, gaanz sicher!

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    W. Churchill

  • Wie ich an anderer Stelle schon mal schrieb, werden Neobiota generell nur ganz selten zu einem wirklich ernsthaften Problem. Die allermeisten werden kaum bemerkt, viele sind höchstens mal gelegentlich lästig und auch hie und da mal ein wenig schädlich, aber ernsthaft problematisch werden die allerwenigsten.


    Hier ist der Hype, die Aufregung um böse neue Invasoren praktisch immer überzogen und soll nur die Sensationslust der Medien und ihrer Konsumenten befriedigen.


    Sobald ein Neozoo oder Neophyt sich mal etabliert ist, sollte man mit der ideologischen Bekämpfungsaufregung aufhören und die Energie lieber dafür verwenden, sich mit dem Neubürger zu arrangieren.


    Das Springkraut ist so ein Beispiel. Inzwischen seit Jahrzehnten verbreitet, etabliert und eigentlich längst normaler Beststandteil unserer Kulturlandschaft geworden. Wo sind die furchtbaren Schäden? Was rechtfertigt die idiotische Schnappatmung, die einige Landratsämter immer noch dazu bewegt, Bekämpfungsaufrufe zu veröffentlichen?

    Wer wirklich draußen unterwegs ist und sich auskennt, der sieht doch längst, dass das Springkraut in Wirklichkeit ohne echte, großflächige Verdrängung ganz einträchtig mit der heimischen Fauna und Flora zusammen existiert - alle heimischen Arten sind nach wie vor auch noch da und höchstens ganz, ganz kleinflächig mag es hie und da ein Problem geben.


    Na und? Ein neuer Parkplatz ist auch ein ökologisches Problem, denn da drauf wächst nämlich gar nix mehr und trotzdem regt sich niemand auf!


    Und gerade das indische Springkraut entwickelt sich sehr spät, es wird erst dominant, wenn die heimischen Pflanzen entlang der Bäche ihre jährliche Entwicklung bereits abgeschlossen haben. Es blüht einfach dann, wenn bei uns an diesen Stellen gar nix mehr blüht.

    Und weil in unserer modernen "Kultur"landschaft seit einigen Jahren vielerorts ab Juni auch abseits der Bachläufe rein gar nix mehr blüht, ist das Springkraut sogar sowas wie eine Nothilfe.


    Und wo es wirklich ganz dicht wächst, würde normalerweise auch die heimische Brennesselflur undurchdringlich wuchern. Die Brennessel wächst da jetzt nach wie vor, nur nicht mehr so dicht. Das Dickicht ist bunter und weniger "nesselig" geworden, mehr ist nicht passiert.


    Das Springkraut extra verbreiten, dazu würde ich auch nicht raten, es aber gezielt zu bekämpfen, ist in meinen Augen Ökofaschismus. Und als Imker tränen mir die Augen, wenn ich wieder mal so ein Schlachtfeld sehe, wo sich eine übermotivierte Lehrerin mit ihren Schülern ausgetobt hat im guten Glauben, die reine, deutsche Vegetation vor den bösen Migranten befreit zu haben.


    So viel Energieeinsatz würde ich mir wünschen, wenn es darum geht, mal generell unseren Umgang mit unserer Umwelt und den Ressourcen zu überdenken.