Futtereintrag im Brutraum / AS Behandlung eines Ablegers abbrechen?

  • Hallo zusammen! :)


    Erstmal kurz vorweg: Ich habe in diesem Jahr mit dem Imkern angefangen, mit einem kleinen Ableger erstmal von etwa 2000 Bienen und zugesetzter Königin, den ich Ende Juli bekam.

    Bisher hat sich das Volk prächtig entwickelt und es macht großen Spaß den Tierchen dabei zuzusehen. Aktuell hat das Volk in etwa eine Stärke von ca 7000 Bienen.

    Ich bekam das Volk auf 4 Rahmen Zander (2 Futter und 2 Brutwaben). Mittlerweile haben die fleißigen Damen die übrigen 6 Mittelwände in der Zarge komplett ausgebaut und den Brutraum mittig auf 4 Rahmen erweitert. In den übrigen Waben ist Futter eingelagert und größtenteils verdeckelt. Eine letzte Wabe ganz außen ist nahezu fertig ausgebaut und größtenteils noch ohne Eintrag.


    Ich habe seit ich das Volk bekam wöchentlich mit Sirup gefüttert (1kg zu 1L gesamt).

    Vor 2 Wochen habe ich leider starken Varroabefall festgestellt. Eigentlich hatte ich gehofft dem jungen Ableger eine AS Behandlung im ersten Jahr zu ersparen, aber da die Milben teilweise auf den Bienen sichtbar waren und ich 5-6 Milben pro Tag in der Windel fand, hatte ich angefangen mit dem Schwammtuch und 23ml AS60 zu behandeln. In der Beute waren 4 Rahmen mit größtenteils verdeckelter Brut kurz vor dem Schlüpfen und einige wenige offene Brut. Direkt am nächsten Tag nach Einsetzen des Schwammtuchs fielen sehr viele tote Milben herab. Wenige Zeit später mit dem Schlüpfen der Brut fielen nochmals extrem viele tote Milben herab. Ich hatte mal gelesen, dass pro Tag und Milbe in der Windel etwa 250mal zu viele Milben das Volk befallen haben. Sogesehen war bereits der erste Durchlauf mit AS ein Erfolg, auch gab es kaum Verluste der offenen Brut. Der Königin ging es auch prima und sie war bereits wieder am Eier legen. Direkt nach der ersten Runde AS habe ich wieder gefüttert, diesmal allerdings 2 zu 1. Soweit sogut und nichts negatives aufgefallen.

    Nach einer knappen Woche dann habe ich die zweite Behandlung mit AS und Schwammtuch durchgeführt. Der Brutraum war nach dem Schlüpfen der vorherigen verdeckelten Brut größtenteil leer und unbestiftet. Es gab einige wenige bestiftete Zellen und noch ein wenig mehr offene Brut, wie auch noch wenige verdeckelte.

    Am Tag nach der Behandlung fielen wieder einige hundert Milben ab, allerdings nurnoch gut 10-20% im Vergleich zur ersten Behandlung.


    Nach einem weiteren Tag habe ich dann wieder zugefüttert (Sirup 2:1). Aufgefallen ist mir dann, dass im Gegensatz zu sonst am nächsten Tag noch ein wenig Sirup übrig war. Bei der Durchsicht habe ich dann festgestellt, dass in allen zuvor leeren Zellen des Brutraumes Futter eingetragen war, Stifte darin konnte ich allerdings keine erkennen! Ich habe zwar gelesen, dass es normal ist wenn die Königin während der Behandlung mit AS das Eierlegen vorübergehend einstellt, hatte aber nicht damit gerechnet, dass die Bienen dann direkt so viel Honig in den leeren Bruträumen einlagern.


    Jetzt meine Fragen:

    Wie gehe ich mit einem verhonigten Brutraum um? Außer dem letzten Rähmchen ganz außen, das noch abschließend bebaut wird habe ich leider keine Leerwaben. Tragen die Bienen ggf noch Honig um, damit die Königin wieder Platz findet?


    Wie mache ich jetzt mit dem Zufüttern weiter? Eigentlich wollte ich ab Mitte September wöchentlich 3:1 Sirup füttern. Wintergewicht hat die Beute aktuell noch nicht.

    Ich wollte eigentlich einzargig überwintern. Würde es jetzt überhaupt noch Sinn machen eine Zarge aufzustocken? Wiegesagt, keine Leerwaben auf Vorrat.


    Ich lese überall, dass man eine AS Behandlung mit dem Schwammtuch 4 Mal durchführen sollte, mit einem Abstand von jeweils 4-7 Tagen um jeden Entwicklungszyklus zu erwischen. Bisher habe ich zwei mal behandelt. Die Brut war ja bereits nach der ersten Behandlung größtenteils geschlüpft und neue gab es kaum. Nach der letzten Behandlung fielen auch schon deutlich weniger Milben ab. Sollte ich dennoch zwei weitere Behandlungen durchführen, oder würde das dem Ableger mehr schaden als nützen?


    Wie sähe eurer Meinung und Erfahrung nach eine optimale Zanderbeute (1-zargig) zum Überwintern aus? Also Gewicht der Beute und die Anzahl der Rahmen im Verhältnis Futter zu Brutraum?


    Und zugut erletzt habe ich auf einer Brutwabe einige wenige frische Drohnenzellen gefunden! Ist das normal zu dieser Zeit, oder hat das etwas zu bedeuten?? :/


    Sorry, dass die Themen so querbeet sind! Ich hoffe ihr habt trotzdem den Durchblick. Dass es am Anfang nicht so einfach wird, war mir zwar klar. Aber trotz Recherchen haben mich die o.g. Umstände nun doch sehr verunsichert! Nicht nur, dass ich ohnehin permanent Bedenken habe etwas falsch zu machen, allmählich hänge ich tatsächlich auch schon an dem kleinen Völkchen! Umso mehr möchte ich sie heile durch den Winter bringen, damit sie im Nächsten Jahr ein starkes Wirtschaftsvolk werden und ich mich zudem dann noch motiviert um neue Nachbarsvölkchen kümmern kann! ;)

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  • Hi Immenreiner! Gerne, und danke für die Antwort!
    Ja, der Varroabefall war für die Größe des Volkes leider wirklich enorm, hätte ich so nicht erwartet.

    Glücklicherweise gab es bisher noch keine Brutschäden dadurch. Die beiden Behandlungen mit AS haben auch bereits sehr viele Milben beseitigt.


    Die Bilder sind leider etwas zu groß zum Hochladen, wenn ich sie komprimiere erkennt man nicht mehr so viel. Daher hier einmal eine Freigabe:

    https://www.magentacloud.de/share/p6v.7dl1fh

    Das Passwort lautet: Imkerforum

    Die Bilder sind letzten Sonntag gemacht worden, zwischen der ersten und zweiten Behandlung mit AS, nachdem die meisten der vor der ersten Behandlung größtenteils verdeckelten Brut kurz darauf frisch geschlüpft waren. Zu sehen ist jede einzelne Brutwabe auf 4 Rahmen. Überstanden haben sie die erste Behandlung sehr gut.

    Es gab dann noch einige Nachschlüpfer, sodass die Waben vor der zweiten Behandlung bis auf einige offene Brut fast komplett leer waren. Aktuell sind diese wie beschrieben mit Honig gefüllt, Stifte sind aber nicht zu erkennen. Ich kann beim nächsten Besuch noch einmal versuchen davon ein paar Bilder zu machen. Vielleicht hat sich bis dahin ja auch schon wieder einiges getan. Bis zum Wochenende lasse ich sie erstmal in Ruhe.


    Auf dem Bild 5443 sieht man die Drohnenzellen, die ich erwähnt hatte. Auch eine Weißelzelle ist m.E. nach zu sehen, diese bauen sie schon seit den ersten Wochen immer an der selben Stelle. Ich breche sie regelmäßig bevor sie verdeckelt wird, aber sie ziehen sie immer wieder nach. Ist aber die einzige ansonsten im ganzen Stock.
    Auf Bild 5460 hat sich im rechten unteren Achtel auch die Königin mal blicken lassen! :)

  • Nicht ohne Grund werden sie diese Zelle trotz Ausbrechens immer wieder gebaut haben. Die wollen eine andere Regentin. Du könntest sie stehen lassen und die Bienen entscheiden dann was mit der alten Königin passiert. Umweiseln durch den Imker wäre auch eine Option. Da wir schon September haben, würde ich letzteres tun.

  • Raus damit, die taugt nix. Das wird nix mehr. Untrüglich dafür sehe ich ich die Masse an unverbrüteten Pollen, immer dann zu sehen wenn Majestät ihre wichtige Arbeit unzulänglich macht. Nicht mehr abwarten! Sofort tauschen.

    12er DD, und Buckies, gaanz sicher!

    Der Pessimist sieht die Schwierigkeit in jeder Möglichkeit!

    Der Optimist sieht die Möglichkeiten in jeder Schwierigkeit!

    W. Churchill

  • Nach Sommersonnenwende nimmt der Schwarmtrieb ab. Eine einzelne mittig im Brutfeld stehende Weiselzelle im Juli / August zeigt, dass das Volk ne neue Königin braucht... Musst stehen lassen...


    Lies mal zu Stille Umweiselung


    Auf Youtube war gestern neues Video der brach selbst im September noch ne Weiselzelle

  • Nix da:(......dauert viel zu lange, wie sollen da noch genug, wenn überhaubt, Winterbienen entstehen?;(

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    W. Churchill

  • Bis Anfang August kann bei Ablegern das Stille Umweiseln geduldet werden, bei WV auch bis Ende August. Danach werden nur noch begattete Königinnen zugesetzt. So wurde es mir vor lange Zeit mal erzählt. Habe mich bis heute daran gehalten und nie Probleme damit gehabt.

    Der Pessimist ist ein Optimist, der aus seinen Erfahrungen gelernt hat.

  • Klar... Ich meinte das grundsätzlich... Ich meinte nicht, dass es jetzt noch klappen könnte mit der Umweiselung... Zu spät...


    Im Juli bis in den August hätte er stehen lassen sollen... Jetzt wohl brechen, damit die Einweiselung einer neuen Queen besser klappt... Richtig?


    Bei mir stiftet eine neue Queen seit ca. 1 Woche... Hat noch gut geklappt... 😀