Wilde Honigbienen

  • Der Versuch eines Vergleichs:


    Jemand möchte die Säugetiere der Alpen retten. Anstatt für Hapitate von Steinböcken, Gemsen, Murmeltiere und Schneehasen zu sorgen, nimmt er sich ein paar Weidekühe und setzt diese im Gebirge aus, natürlich nicht ohne den Kühen einen GPS-Tracker und Herzfrequenzmesser umzuschnallen. Gleichzeitig wird den Almlandwirten vorgeworfen, ihre Tiere einzuzäunen, sie im Winter im Stall unterzubringen und im Krankheitsfall mit Medikamenten zu behandeln. Verrückte Ideen gibt es!

  • Haben wir vor Ort live. Coole Sache sowas. Das bringt Stimmung in die Provinz.


    Nicht alles verteufeln was man nicht kennt.

    Nun, vor allem ist der Beweggrund solcher althergebrachten Haltungsweisen, denn auch hier wird vom Menschen eingegriffen und nachgeholfen, die These, dass die heutige Imkerei schlecht für die Bienen sei. Gibt es ja auch hier tolle Beispiele.

    Da sind wir wieder bei der Frage nach Huhn oder Ei.


    Ich halte es für eine ganz normale Reaktion mich zu wehren, wenn mir jemand in die Suppe spuckt. Wenn man mir (vermeindliche) Fehler meiner Handlungsweise auflistet, werde ich im Gegenzug sicher nicht allen diesen Angriffen zustimmen, sondern die dagegen sprechenden Argumente auflisten. Ich habe mich ja meist nicht ohne triftigen Grund für mein Handeln entschieden.


    Habe jetzt einen passenden Komentar gehört: "Wenn man so richtig brastig ist, klappt das mit dem Bau so einer Klotzbeute sicher am besten, oder?"

    Das wird wohl auch ein Grund sein für Teilnehmer solcher Kurse. Vier Tage lang mit relativ einfachen, aber imponierenden Werkzeugen, auf einen dicken Holzstamm eindreschen und sich so richtig auszupowern, statt sich, wie gewohnt, den Hintern platt zu sitzen.

    Wahrscheinlich geht es den meisten von uns einfach zu gut.

    ..."ist mir noch nie passiert" sagte der erfahrene Imker, "aber..."

  • "Wenn man so richtig brastig ist, klappt das mit dem Bau so einer Klotzbeute sicher am besten, oder?"

    A bisserl Hirn sollte dabeibleiben, imho. Mit Spreissln (kleinen Holzschnitzelchen) können die Bienen auch nichts anfangen.


    Strudelteig wird übrigens auch am besten, wenn man etwas zintig ist :)

    Anstatt für Hapitate von Steinböcken, Gemsen, Murmeltiere und Schneehasen zu sorgen, nimmt er sich ein paar Weidekühe und setzt diese im Gebirge aus, natürlich nicht ohne den Kühen einen GPS-Tracker und Herzfrequenzmesser umzuschnallen. Gleichzeitig wird den Almlandwirten vorgeworfen, ihre Tiere einzuzäunen, sie im Winter im Stall unterzubringen und im Krankheitsfall mit Medikamenten zu behandeln.

    Denen täten blühende Wiesen, Hecken und Feldraine auch gut :/ Davon gibt es in den Alpen eh schon mehr als bei uns unten aber man könnt schon noch an Gang zulegen.

  • Die Honigbiene ist kein Haustier. Sie hat nach wie vor die Fähigkeit "wild" zu leben, allein es mangelt (in Deutschland) an natürlicher Umwelt. Der Staat agiert widersprüchlich. Einerseits gibt es Behandlungspflicht und AFB-Management und andererseits die Förderung der Zeidlerei.

    DAS würde mich auch mal interessieren, wie das zusammengeht.

    Bin aber zuversichtlich, dass langfristig die biologische Lösung am effektivsten ist: Lebensräume schaffen, in denen Apis mellifera wieder ihr natürliches Gleichgewicht findet.

    Die schärfsten Kritiker der Elche

    waren früher selber welche

  • Die Honigbiene ist kein Haustier. Sie hat nach wie vor die Fähigkeit "wild" zu leben, allein es mangelt (in Deutschland) an natürlicher Umwelt. Der Staat agiert widersprüchlich. Einerseits gibt es Behandlungspflicht und AFB-Management und andererseits die Förderung der Zeidlerei.

    DAS würde mich auch mal interessieren, wie das zusammengeht.

    Bin aber zuversichtlich, dass langfristig die biologische Lösung am effektivsten ist: Lebensräume schaffen, in denen Apis mellifera wieder ihr natürliches Gleichgewicht findet.

    Wie definierst du denn "natürliche Umwelt" ?

  • Wilde Bienenpopulationen gibt es in Deutschland meines Wissens nicht mehr. Dafür sind die Wälder zu aufgeräumt. Die Wiederbelebung der Zeidlerei, also menschengemachte Baumhöhlen würde Bienenvölkern die Möglichkeit geben sich in einer quasi simulierten naturnahen Umgebung weiterzuentwickeln. Allerdings würde dies ein größeres zusammenhängendes Gebiet mit einer entsprechenden Zahl von Nistmöglichkeiten erfordern, damit sich eine stabile Population herausbilden kann.

    Die schärfsten Kritiker der Elche

    waren früher selber welche

  • Das Konzept hat ja auch schon bei der "Einraumbeute", der "Bienenkiste" und der "Bienenbox"

    Und seitdem Torben Schiffer die Bienenkugel als einzige bienenfreundliche Behausung im NDR vorgestellt hat, bin ich für die pensionierte Studienrätin in unserer Nachbarschaft ein tierquälerischer Massentierhalter

  • ...Bienenkugel als einzige bienenfreundliche Behausung...pensionierte Studienrätin

    Ja, die versteht eben noch etwas von Geometrie!

    Ich habe im Sommer rd. 90 Gymnasiasten zu Gast gehabt (in mehreren Durchgängen). Von denen konnte mir nur ein einziger sagen, welcher geometrische Körper das meiste Volumen im Verhältnis zur kleinsten Oberfläche hat. Die haben aber alle verstanden, daß der Bien sich seinen Körper selber formt und den jeweiligen Verhältnissen optimal anpaßt - ganz egal, in welcher Höhle oder Kiste er sitzt. Nur zu klein wie z.B. in einer 2 W -Schaubeute darf es nicht sein.

    Der Herr T.S. wäre wohl besser Lehrer geblieben, da gibt es für ihn mehr zu tun. Als Doktorand scheint er vergleichsweise wenig ausgelastet...

  • Keinimker 6 setzten. Solche 0-Aussagen/Mutmassungen helfen keinen, schüren nur Emotionen.

    Den Aluhut mal bitte absetzten.

    Wer verhindert jetzt worum, wann, wie, wo und was?


    Liebe Grüße Bernd

    Warum: Weil die „wilden „ Völker angeblich / vermutlich die Völker der Imker verseuchen / erkranken lassen/ mit Milben versorgen. 20, 30 oder 40 Völker an einem Stand tun das keinesfalls (wird immer von verschiedener Seite behauptet).

    Wann: Überwiegend dann, wenn eine Seuche Auftritt. Oder, wenn mal wieder an irgend einer Stelle ein „Spinner“ ausfindig gemacht wird. Es spinnt der, der nicht umfänglich das sagt was andere (erfahrene) Imker schon öfter gesagt haben, auch wenn eine kleine Anzahl eine Vielzahl von Meinungen verbreitet.

    Wie: Der Vet wird’s schon richten! Oder es wird ja hier und da schonmal Hand angelegt ( wie hier ab und an zu lesen ist).

    Wo: Im Alltäglichen und auch hier.

    Was: Zum Beispiel, dass zurAnsiedlung von Schwärmen gedachte „Nistgelegenheiten“ nicht als eine Möglichkeit gesehen werden, die Honigbiene wieder zu verwildern und Schwärmen, die nicht eingegangen werden, in akzeptablen Behausungen leben zu lassen. Für mich immer besser als Dachkästen, Zwischendecken, Schornsteine oder Mauerritzen u. a. m.

    Mit freundlichen Grüßen

    Harald

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Harald damit ignorierst/negierst du jedoch einige Auswilderungs- und Naturbeutenbauprojekte und die ganze Zeidlerszene, die es in DE gibt. Auch die Erfassung der wild lebenden Völker mit Aktivitätsbeobachtung gehört dazu, sich ein ungetrübtes Bild zu machen.

    Gegner und Ungläubige gibt es immer und das egal wobei. Sei es beim Nichtbehandeln, VSB, Auswilderung usw.


    Liebe Grüße Bernd.