Wilde Honigbienen

  • Hallo,

    Habe gerade eine PDF geschickt bekommen. Was haltet ihr von solchen Aktionen? Ich habe Bedenken wegen der AFB.. Etliche Schwärme sind vorprogrammiert. Und ohne Varroa Behandlungen steht es eh schlecht um die Völker. Steh dem etwas skeptisch gegenüber und verstehe nicht was das überhaupt soll. Oder sehe ich das zu kritisch? Was meint ihr? Kenne die Gegend gut, an Imkern mangelt es wahrlich nicht. Und die Formulierung von der Wilden Honigbiene ist schon irgendwie lustig. :D. Screenshot_20190905-073735~2.png

  • Für Hintergrundwissen Google doch einfach mal nach Klotzbeuten, Zeidler oder dem polnischen Projekt. Da kann man viel über die Gedanken des wie Überlebens und Erfahrungen damit nachlesen.

    Nicht alles verteufeln was man nicht kennt.


    Unter dem Deckmantel AFB oder auch anderer Seuchen kann man alles mit totschlagen, was wild kreucht und fleucht.


    Liebe Grüße Bernd

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Warum nicht? Wilde Völker kann man doch eh nicht verhindern und sollte man auch nicht. Handelt sich zwar meist nur um Schwärme aus der nächsten Imkerei aber warum nicht wenn sie da ein Heim finden. Berlin ist voll mit solchen wilden Völkern und dennoch ist die Zahl der AFB-Ausbrüche einstellig seit 2003... trotz verdreifachter Imkerzahlen.


    M.

  • Hallo,

    das ist ja für „richtige“ Imker ein schwieriges Thema.

    Aber richtig bemerkt, es ist kaum zu umgehen.

    Und aktiv befördern geht schon garnicht!?

    Warum eigentlich?

    Es ist nicht bewiesen, dass solche Völker für alle Krankheiten und die Varroa verantwortlich sind.

    Es könnte aber eine Selektionsbasis gegen die „Gebrechen“ unserer Honigbiene sein.

    Natürlich kann ich mich völlig irren!

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Ich schätze mal "im Kern des Workshops" geht es vermutlich um "nach altem Vorbild handgeschmiedetem Werkzeug", lest mal den Text richtig, und schnell wird klar, das es bei einem "Workshop" natürlich vor allem darum geht mal wieder etwas zu verkaufen.

  • Hier bei 4: 30 min

    https://www.ardmediathek.de/hr…ovL2hyLW9ubGluZS82NTgxNQ/

    wird dieses unverzichtbare Werkzeug für Klotzbeuten auch schon beworben... fehlt nur noch der Preis und die Bezugsquelle oder wenigstens die Bastelanleitung zum selber schmieden, denn man möchte ja auf keinen Fall etwas daran verdienen. Das Konzept hat ja auch schon bei der "Einraumbeute", der "Bienenkiste" und der "Bienenbox" super funktioniert, hier die Bauanleitung und da der Shop...

    Vielleicht "dürfen" wir hier ja auch über diese wunderbare "Doku" weiter diskutieren, zumal sie ja super zu Thema passt.

  • Wir waren bei anderen Themen schon mal bei dem Punkt, lasst doch andere auch etwas verdienen oder wenigstens ihre Selbstkosten reinholen.

    Warum "verteufelt" man Sachen von denen man sich anmaßt ein Verständnis zu haben?

    Reinschnuppern -> entscheiden, oder einfach ignorieren und abhacken.

    Bestimmt schütteln eine Menge Menschen den Kopf darüber, warum und wofür ich mein Geld so ausgebe, tue ich ja teilweise auch.

    Doch lamentiere ich hoffentlich nicht rum, warum jemand für andere Sachen, die mir sinnbefreiend scheinen dies tut.

    Es gibt so viel schöne Sachen im Leben für die man sich begeistern kann und frohlocken, da kann man das Ausleben der wenigen negativen Momente einfach auch mal sein lassen.


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Die Fischermühle betreibt die Zeidlerei auch schon einige Jahre und ich habe mir das letztes Jahr mal angesehen. Die Völker werden gegen Varroa behandelt (Schwammtuch) und sie werden bei Futtermangel gefüttert. Ein AFB-Problem sehe ich da nicht. Zumal die Völker im Wald sehr große Abstände voreinander haben.


    Ansonsten gibt es ja ohnehin recht viele "wilde" Bienenvölker in den Wäldern. Ob die Populationen selbstständig überleben könnten, oder ob sie im Grunde von Schwärmen von Imkern aufrechterhalten wird, ist sicher eine interessante Frage. Ich tippe mal auf ersteres. Ein Zeidlerbaum zusätzlich, macht da das Kraut sicher nicht fett.


    Wer also die Zeidlerei betreiben will, soll das bitte tun. Die Sache ist ohnehin so aufwendig, anstrengend und zeitraubend, dass es immer eine absolute Randerscheinung bleiben wird.

  • Ob die Populationen selbstständig überleben könnten, oder ob sie im Grunde von Schwärmen von Imkern aufrechterhalten wird, ist sicher eine interessante Frage. Ich tippe mal auf ersteres

    Es gab da eine neuere Untersuchung im Thüringer Wald, die zeigte, dass es Schwärme weiterer Generationen sind. Das ist auch gut vorstellbar: Ein Schwarm hat meist eine so geringe Milbenlast, dass er den ersten Winter übersteht. Für einen aus diesem Volk im Folgejahr abgehenden Schwarm gilt das Gleiche - usf.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Den zweiten Winter übersteht das Volk aufgrund der Varroamilbe nicht mehr. Die Baumhöhle wird wieder frei und das alte Wabenmaterial zieht einen neuen Schwarm an.
    So kann der Eindruck entstehen, dass ein Baum, etc. über mehrere Jahre von 'einem' Volk bewohnt wird.

  • Salut! - fyi:

    -AFB ist anzeigepflichtig und wird vet. ueberwacht, es geht hier nur um unwahrscheinliche Einkommenseinbussen, die versichert sind - hast du z.b. auch wirkliche Bedenken wegen anderer Neobionten-Invasionen als menschengefaehrliche Vectoren (z.B. Sandmuecken mit Leishmaniose)?

    -Schwaerme sind der natuerliche Modus der Fortpflanzung der Honigbienen, Schwarverhinderung ist grenzwertig Tierquaelerei (wie Zwagsterilisationen in der Massen-Schweinezucht) wird aus Profitabsicht mit Tieren halt geduldet

    -Varroabehandlung streng nur bei Bedarf - alles andere ist schlechte-fachliche-Praxis nach Scheckheft mit Varroa-Resistenzzucht (vgl. Antibiotikafrage in der Medizin, vgl. uebermaessiger Gebrauch von Glyphosat)

    -was es soll, wird doch auf Deutsch gut beschrieben - oder?

    -zu kritisch? - vielleicht, zu vorurteilsbelastet?

    -Wilde Honigbienen sind Wildtiere, diese gehoeren in Waelder und Fluren ohne imkerliche Betreuung. Imkerlich betreute Honigbienen sind konventionelle industrielle Landwirtschaft mit Massentierhaltung und allen bekannten Nebenwirkungen (z.B. bad co2 footprint=Kristallzucker Diesel/Sprit, Behandlung aufgrund schlechter Haltungszustaende, Krankheiten in Massenhaltung, schlechte Industrie-Nahrung (Auffuetterung, Wanderung in Monokulturen), Anreicherung von Giften aus Umwelt und Vet.-Behandlungen), Skandalen wie Schadwachs...

    - ich meine es ist positiv!

    "Wat dan een sin Uhl is dan annern sin Nachtigal." [Fritz Reuter, 1810-1874] :S