Verwaiste Bienenbeuten

  • Werbung

    Hallo,


    Neben einem Abwasserhebewerk,das von uns betreut wird stehen mehrere Bienenbeuten.Diese wurden im Frühjahr auf Paletten gestellt und sich überlassen. Am Anfang war da noch viel Treiben der Bienen. Dann sind die Beuten von Unkraut überwuchert worden. Irgendwann habe ich keine Bienen mehr gesehen.Ein Anruf beim Imker brachte nichts.Er reagierte eher ungehalten als ich ihn über den Zustand informierte. Als ich unser Hebewerk mähte senste ich auch gleichzeitig die Beuten wieder frei. Von Natur aus neugierig öffnete ich dann zwei Beuten.Kein Leben drin außer Motten. Einflugloch ist offen.Wie soll man da weiter verfahren?


    Gruß Michael

  • Wenn wirklich nix mehr drin ist, Fluglöcher sicher verschliessen. Dann geht davon nicht mehr viel Gefahr für andere Völker aus. Ansonsten hast du wenig Möglichkeiten. Sie stehen ja nicht auf deinem eigenen Grund.
    Du könntest die Kisten natürlich noch dem Imker vor's Haus stellen und dann für den Transport eine RG schicken ;-).

    Kleine Nachricht an den Imkerverein und VetAmt wäre dazu noch evtl. hilfreich um sowas für die Zukunft zu vermeiden. Freunde machst du dir damit natürlich nicht ...

  • Wenn der Imker nicht reagiert, kann man sich ans Veterinäramt wenden. Das müsste in dem Fall eingreifen, weil ein klarer Verstoß gegen die Bienenseuchenverordnung vorliegt.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Da der Imker ja bekannt ist, nochmal kontaktieren.

    Sollte er iin einer gewissen Frist die Beuten nicht abholen, Rücksprache mit den Kreisvorsitzenden halten.

    Ich habe dann den Bienenstand samt Mäuse und verwesten Waben abgebaut,, da der Standplatz zwecks Bestäubung weiter belegt werden sollte. Der.Eigentümer dee Beuten hat sich bis Heute nicht bei mir gemeldet.

    Dir würde ich dann raten, falls der Kreisvorsitzende nichts erreicht, über den Vet zu gehen. Ich hatte das Glück, dass der Grundstückseigentümer.mitgezogen hat.Die Beuten kann sich der ursprüngliche Eigentümer jederzeit zurück holen.

    Ich würde dagegen nie ein fremdes Grundstück betreten.

    Das.ist dann Aufgabe des Vets, so etwss zu klären. Das sehe ich auch nicht als denunzieren an. Man geht ja schliesslich den Weg über den Imker, den Kreisvorsitzenden und dann erst den Vet.

    Leider musste ich persönlich,.aber auch befreundete Imker mal diesen Weg gehen.

    Danke hier nochmal.an die Mitwirkenden. Bisher haben wir das immer erfolgreich mit Eigenleistung erledigt bekommen, ohne die Behörden zu kontaktieren.

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Für Rassevielfalt.

  • [...]Rücksprache mit den Kreisvorsitzenden halten.

    falls der Kreisvorsitzende nichts erreicht, [...]den Kreisvorsitzenden [...]

    Danke hier nochmal.an die Mitwirkenden. Bisher haben wir das immer erfolgreich mit Eigenleistung erledigt bekommen, ohne die Behörden zu kontaktieren.

    Für einen freien Imker ziemlich viel Vereinsmeierei - oder was ist ein Kreisvorsitzender. Sowas gibt es hier gar nicht ist auch eine ziemliche Eierei. Meldung an den AmtsVet über potentiellen Seuchenherd und gut ist.

  • Auch wenn ich kein Vereinsmitglied mehr bin, versuche ich immer eine vernünftige Lösung zu finden. Bisher kam immer die Einsicht, wenn eine nicht involvierte Person ins Spiel kam. Die Emotionen gegen den Nachbarimker sind dann raus.

    Man muss nicht direkt das.Porzellan zerschlagen.

    In einem Fall konnte der Nachbarimker sogar den Stand samt Inventar zu günstigen Konditionen übernehmen.

    Klappt natürlich nicht bei allen Imkern dieser Welt.

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Für Rassevielfalt.

  • Ich würde mal fein die Finger von den Beuten lassen. Nicht wegstellen, nicht zu machen, nix. Ich würde den Besitzer noch einmal anrufen und ihm ausschließlich mitteilen, dass der Amtsvet eingeschaltet wird, wenn die Beuten von ihm nicht abgeräumt oder zumindest bienendicht verschlossen werden. Der Amtsvet muss sich dann darum kümmern, wenn der Imker nicht reagiert. Und der macht das sicher nicht kostenlos.

  • Hallo,

    erstmal vielen Dank für die Ratschläge. Das Gelände auf denen die Beuten stehen gehört der Gemeinde und ist auch nicht umzäunt. Für einen Imker mit eigener Homepage finde ich das Verhalten seltsam. Er verkauft Bienenprodukte und sollte daher wissen was er macht. Darf ich so einfach die Fluglöcher zukleben?

    Grüße aus Südhessen

    Michael

  • Zukleben würde ich da nichts, sonst heist es womöglich frevel etc.

    Geh doch den leichten Weg über die Gemeinde.

    Das Ordnungsamt denke ich, wäre die richtige Adresse, schildere den Fall, und das hier gegen das Seuchengesetz verstoßen wird.

    Der Imker wird ja wohl der Gemeinde als " verpächter" bekannt sein.


    Viel Erfolg

  • Moin. Ich würde da auch weder was zukleben, wegräumen oder dergleichen. Deine Intention ist zwar nachvollziehbar und "ehrenwert", am Ende machst du dir selbst damit im Zweifel aber mehr Ärger als Nutzen - die Beuten sind schließlich nicht DEIN sondern SEIN Eigentum. Wenn er sich von dir angep... fühlt, dreht er dir am Ende da noch was draus. Meldung(en) siehe oben an Vet und Gemeinde (mit Hinweis auf Seuchenverordnung) sind wohl der beste Weg.

  • Auf einer Homepage gibt es doch auch Bewertungen oder? Ein kleiner feiner Eintrag bezüglich seiner Bienenhaltung, wäre doch auch ganz nett.

    Der Pessimist ist ein Optimist, der aus seinen Erfahrungen gelernt hat.

  • Auf einer Homepage gibt es doch auch Bewertungen oder? Ein kleiner feiner Eintrag bezüglich seiner Bienenhaltung, wäre doch auch ganz nett.

    Superidee, trägt bestimmt massiv zur Problemlösung bei. :rolleyes: Was soll das bringen, ausser Ärger?

    Amtsvet und gut ist, wurde ja schon mehrfach erwähnt.