Zander BR + 1/2 Zander HR einwintern ?

  • Hallo,

    wollte hier man hören wie ihr das so machen würdet. Ich habe 2 WV auf Zander mit 1x BR-Zarge und 1x HR-1/2 Zarge welche ich einwintern muß. Da ich erst im 2.Imkerjahr bin habe ich dazu noch keine Erfahrungen.

    Nach dem Schleudern und entnehmen des eigentlichen HR Anfang August, habe ich mir gedacht das ich noch eine 1/2 Zarge als HR drauf lassen kann damit die Bienen genug Futter für den Winter eintragen können. Nach der AS Behandlung ist auch alles soweit gut, nur bin ich mir nicht sicher ob ich die HR-1/2 Zarge auf dem BR belassen soll oder ob es doch besser ist sie unter den BR zu setzen bis nächstes Frühjahr. Habe dabei irgendwie die Befürchtung daß das Brutnest nach oben in die 1/2-Zarge wandert.

    Auch wenn ich es untersetze überlege ich ob die dann nicht das Futter nach oben in den BR schaffen würden und ihn evtl. zulagern.

    Wie würdet ihr am sinnvollsten vorgehen ?

  • Ich setze die Halbzargen im September dann immer unter.

    Sie richten sich dann schon ein, wie sie es brauchen.

    Im zeitigen Frühjahr kannst die die Halbzarge dann entnehmen. Hat bisher immer super geklappt.

    Viele Grüße aus der Westlausitz


    "Was tausend Wichte sagen, bekommt Gewicht" - Johann Nepomuk Nestroy

  • Ein Teil meiner Völker (starke Völker geteilt mit TUB) wird einzargig auf DNM überwintert. Das sollte bei Zander gerade im Badischen auch funktionieren. Nur die sehr starken Völker brauchen dann im Frühling etwas extra Futter bzw. Futterwaben, wenn es im März wieder sehr kühl werden sollte. Mit Halb/Flachzargen extra oben oder unten ist in meinen Augen ganz nett, aber nicht wirklich notwendig. Ich bemühe mich, alle Völker großzügig einzufüttern, so daß ich im Notfall Futterwaben umhängen kann.

    Gruß Wiebke

  • Was spricht dageben den HR über den Winter auf dem BR zu lassen, bzw. wo liegt der Vorteil des Untersetzens?

    Da hast du dann keine Brut im Frühjahr drin, und kannst ohne große Störungen ruck zuck die Halbzrge wegnehmen.

    Das Umtragen im Spätsommer wirkt sich vielleicht auch noch etwas auf das Brutgeschäft aus.

    Viele Grüße aus der Westlausitz


    "Was tausend Wichte sagen, bekommt Gewicht" - Johann Nepomuk Nestroy

  • Das soll verhindern, dass man in Frühjahr bebrütete Halbzargen hat.

    In Wintern mit wenig Futterverbrauch, wandert das Brutnest evtl. nicht in die obere Zarge. Eine sehr zeitige Entnahme der Flachzarge könnte auch helfen. Dann fehlt es aber aber evt. im Frühjahr an Futter.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Da hast du dann keine Brut im Frühjahr drin, und kannst ohne große Störungen ruck zuck die Halbzrge wegnehmen.

    Das Umtragen im Spätsommer wirkt sich vielleicht auch noch etwas auf das Brutgeschäft aus.

    Hört sich gut an, hatte ich mir eigentlich auch so vorgestellt. Dann werde ich am Wochenende mal die Flachzarge untersetzen und wintere sie dann so ein. Zusätzlich füttern brauche ich dann ja nicht mehr oder würdet ihr noch etwas geben?

  • Da hast du dann keine Brut im Frühjahr drin, und kannst ohne große Störungen ruck zuck die Halbzrge wegnehmen.

    Das Umtragen im Spätsommer wirkt sich vielleicht auch noch etwas auf das Brutgeschäft aus.

    Hört sich gut an, hatte ich mir eigentlich auch so vorgestellt. Dann werde ich am Wochenende mal die Flachzarge untersetzen und wintere sie dann so ein. Zusätzlich füttern brauche ich dann ja nicht mehr oder würdet ihr noch etwas geben?

    Kommt drauf an, wieviel Futter derzeit im Volk ist.

  • Ich habe auch mal mit Halbzargen überwintert, das mache ich aber nicht mehr. Jedes Frühjahr hast du dann das Problem, daß bestimmt schon Brut in den Halbrähmchen ist. Das ist meist sehr ärgerlich, vor allem weil man im Frühling nur wenig am offenen Volk arbeiten will.


    Daher würde ich dazu raten diese überflüssige Zarge ganz weg zu nehmen und lieber im Frühling zeitig die Kofferwaage zur Hand zu nehmen um den Futterstand zu prüfen. Bei Bedarf nachfüttern geht doch immer, auch im Februar, wenns denn sein muß.


    Du könntest jetzt auch noch kräftig einfüttern, so daß dein HR voll verdeckelt wird, dann kannst du diese Zarge komplett weg nehmen und hast im Frühling Futterwaben zur Verfügung.


    Da mußt du nur darauf achten, daß im eigentlichen BR genug Futter ist.

    Hier in Oberbayern füttere ich in Zander-Einzargig so ein, daß Ende September ca. 17 kg Futter drin sind. Festgestellt wird das mit der Kofferwaage.


    Servus,


    Alex

  • Ich habe auch mal mit Halbzargen überwintert, das mache ich aber nicht mehr. Jedes Frühjahr hast du dann das Problem, daß bestimmt schon Brut in den Halbrähmchen ist. Das ist meist sehr ärgerlich, vor allem weil man im Frühling nur wenig am offenen Volk arbeiten will

    Honigraum über Absperrgitter aufsetzen, auffüttern, nach Auffütterung den vollen HR (ohne ASG!) untersetzen. Im zeitigen Frühjahr leer entnehmen. Das Brutnest wandert nach oben, nicht nach unten. In der untergesetzten Zarge wird daher keine Brut angelegt. Keine Brut im HR, keine Geigelei.

  • Selbst beim Einfüttern ohne Absperrgitter brüten sie nicht in meine Halbzarge rein.

    Um diese Zeit legt die Königin nicht gerne in unbebrütete Waben.

    Und wenn, wandert etwas Brut im Herbst nach unten.

    Wenn du den halben HR im Frühjahr zu spät entnimmst, ist natürlich dann auch schon Brut unten drin.

    Im Spätwinter Böden säubern, Bodenbrett rein, Halbzarge weg -> geht meist Ruck Zuck:daumen:

    Viele Grüße aus der Westlausitz


    "Was tausend Wichte sagen, bekommt Gewicht" - Johann Nepomuk Nestroy