Kristalisierter Rapshonig in Rähmchen, wie verwerten.

  • Eine Schluselei, die mich gestern erschrecken lies. Ich habe leider zwei HR mit komplett fest gewordenem Rapshonig. ;(;(;(

    Den Bienen kann ich den zum verwerten nicht mehr geben. Was kann ich tun, um den Raps dort doch noch rauszubekommen,

    vielleicht für Met oder Honiglikör. Könnte man ggf. die Dadant Honigrähmchen in einem mit warmen Wasser gefüllten Hobbok

    stellen um den Rapshonig aus den Zellen zu bekommen?


    Freue mich auf konstruktive Hinweise..

  • Deckelwachsschmelzer. Such jemand, der einen hat und mach lieb 'bitte bitte'. Oder Kauf Dir selber einen, der wird ja nicht schlecht. Kann man auch schön Eimer mit auftauen. Praktisches Teil.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Hallo,

    einfach einlagern und nächstes Frühjahr als Futterwaben für Ableger , etc. verwenden.

    Beim Lagern irgendwas beachten, ausser den obligatorischen Wandergitter oben und unten, wegen des Luftdurchzugs?


    rase , guter Hinweis, aber derzeit habe ich akuten Platzmangel. Ein weiteres Gerät würde den Haussegen noch mehr belasten!! ;)

  • Je nachdem wie feucht (er) es ist, besteht halt die Gefahr, dass er gärig wird. Ich würde ihn auch einschmelzen, bzw. auch einschmelzen lassen.

    Von diesem Honiggeld kannst Du im Frühjahr die vielfache Menge an Futter kaufen, das die Ableger dann auch leichter abnehmen können gegenüber beinhartem Rapshonig vom Vorjahr.

    Außerdem läufst Du dann nicht Gefahr, dass Dein Honig nächstes Jahr gärig wird, falls der eine oder andere Ableger schon Honig bringt.

  • Kristalisierter Rapshonig der bis jetzt.nicht gegärt ist, wird es auch nicht mehr tun.


    Waben in Zargen stecken und kühl,.dunkel lagern.

    Ein kleines Glas mit Essigsäure oben drauf und mit Deckel versxhliessen.

    Alternativ wurde hier einiges Diskutiert wie Mottenfrei Rähmchen lagern.

    Da.gibt es mehrere Methoden die funktionieren.

    Es.darf aber auf keinen Fall Pollen in den Waben sein.


    Ich mache das mit meinen übriggebliebenen Futterwaben zischen März und Juni auch so. Ach so die Waben müssen verdedkelt sein.


    Viel Erfolg

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Neutral und unbelastet.

  • Im Winter ist die absolute Luftfeuchtigkeit eher niedriger - da gärt nix. Im Volk gärt ja auch nix.

    Als Wintervorrat ist der Honig nicht zu verwenden - aber im Frühjahr kann der eine gute Entwicklung auslösen … wenn die Bienen dazu Wasser holen können, um den Honig auflösen zu können.

    Einschmelzen ist eigentlich keine Lösung - Der Honig ist wegen der hohen Temperatur „kaputt“. Eine ordentliche Sauerei gibt es auch noch und wenn die Bienen vom Geruch angelockt den Arbeitsraum stürmen, ist eine Räuberei nur noch mit Mühe aufzuhalten.


    Grüße Ralf

  • ralf_2

    Sorry, da muß ich wiedersprechen.

    Die alte Mär vom "verbrannten Honig" ist anscheinend nicht tot zu kriegen.

    Ein korrekt bedienter Deckelwachsschmelzer schädigt den Honig nicht, das ist durch wissenschaftliche Arbeiten belegt. Ausgenommen sind da evtl. diverse Eigenkonstruktionen oder schmelzen im Backofen usw. Spülen muss ich den Schmelzer nach Gebrauch selbstverständlich.

    Wie machst Du das sonst beim schleudern? Den Honig bitten selber ins Glas zu springen wegen der Sauerei?

    Wegen der Räuberbienen: Wenn es beim Schleudern kein Problem war, sollte es jetzt auch funktionieren. Bei mir haben die "Schnüffelbienen" merklich nachgelassen, sogar die Wespen sind bei weitem nicht mehr so aktiv.

    Ein bienendichter Raum zur Honigverarbeitung ist glaube ich selbstverständlich.

    Nochmal, 1 kg Honig im Glas verkauft zwischen 5- 7 € und dagegen

    Futter für die Ableger gekauft für 1€? Je nach Menge in den Waben ist da auch die neue Mittelwand mit drin und auch die Arbeit bezahlt. Hobby oder Beruf, macht eigentlich keinen Unterschied.

    Ich bin sicher kein Turbokapitalist, aber eigentlich hab ich Bienen um Honig zu ernten. Sicher nicht das letzte Pfund, jedoch kristallinen Rapshonig meine ich, muss man nicht unbedingt für Ableger übers Jahr bringen. Wenn doch, wäre ein Kühlraum am idealsten. Trocken und durch Kälte sicher mottenfrei. Ein Grund ihn nicht so zu nutzen wäre z.B. selbstverständlich, wenn der Honig während der Behandlung im Volk war.

    Grüße Peter

  • Die Wissenschaft möchte ich selbst nachlesen, wo bewiesen wird, dass Honig bei über 60 Grad erwärmt noch Honig (im Sinne des Wortes) ist.

    Irgend so‘ne Zuckerbrühe wird schon bleiben - das würde ich aber niemandem mehr anbieten.


    Ich gehe mal im Übrigen davon aus, dass der Rapshonig jetzt in der Wabe fest geworden ist. Da kann man entdeckeln, es kommt trotzdem nix raus. Wir entdeckeln übrigens noch mit der Gabel - bei 20 Völkern ist das kein Problem.


    Grüße Ralf

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  • Versuch es doch mal mit Logik.

    Im Deckelwachsschmelzer stehen die Waben hochkant auf einem Lochblech. Die Wärmequelle ist oben drüber. (Fast) Egal mit welcher Temperatur Du den Schmelzvorgang angehst, ist das Prinzip immer das selbe. Die Wärme wirkt auf den Honig ein- bis er warm genug und dadurch flüssig ist. Dann hält ihn nichts und niemand mehr, er tropft oder fließt einfach nach unten ab, unters Lochblech, unters Wachs (das ein schlechter Wärmeleiter ist) weg von der Wärme(quelle).

    Beim Logar ist die Behälterwand isoliert, der Boden nicht, da kann die restliche überschüssige Wärme (da Metall gut leitet) dann schnell weg.

    Den von Fritz hab ich mir nicht so genau angeschaut, falls nicht isoliert, ändert das am Prinzip nichts, es geht halt etwas Energie seitlich verloren, von der dann vom Heizer mehr kommen müsste.

    Wie kommst Du drauf hier von irgend so´ner Zuckerbrühe zu mutmaßen die Du niemand mehr anbieten würdest? Der Honig nimmt genau so lang und so viel Wärme auf bis er flüssig ist, er kann sogar wenn er will nicht überhitzen. Sogar wenn am Heizstab 85 Grad eingestellt wären, ändert das nichts an der Temperatur des Honigs. Fest - flüssig - weg!

    Ich muss mal suchen, ob ich den Text noch finde. Es wurde zu dem Thema eine Doktorarbeit geschrieben. Vor ca. drei Jahren war ich mit weiteren ca. 100 Imkern, auf einem Vortrag dieses Herrn zu dieser Arbeit. Mit Testreihen, HMF Messungen vor- und hinterher. Wirklich aufwendig und ausführlich gemacht. Nicht gemutmaßt, nicht vermutet. Wissenschaftlich erarbeitet.

    Leider weiß ich auswendig den Namen nicht mehr, aber vielleicht hat das hier jemand griffbereit?

  • Moin,

    Ja sicher hast Du recht, das Entdecklungsgerät verdirbt den Honig nicht - da habe ich wohl was falsch verstanden.

    Wir verwenden immer noch die alte Gabel - aber darum ging es mir gar nicht. Ich habe gedacht, es geht darum, den inzwischen sicher fest gewordenen Rapshonig aus der Wabe zu kriegen.

    Und da ist das Entdeckeln nicht das Problem.

    Grüße Ralf

  • Deswegen der Deckelwachsschmelzer: das ganze Rähmchen da rein. Der Honig wird als erstes flüssig, läuft ab und wird vom Wachs geschützt. Wirklich ein gutes System!

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