Wie lange Ableger füttern?

  • Die Bienen sagen dem Imker wenn es genug ist. Wenn genug eingefüttert ist nehmen sie nur noch zögernd ab. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. ;)

    Klar. Das gibt dann prima Futterwaben im Frühjahr. Für die anderen Völker, und 'ne Kiste wird praktischerweise auch wieder frei.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Die Bienen sagen dem Imker wenn es genug ist. Wenn genug eingefüttert ist nehmen sie nur noch zögernd ab. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

    Ich hab jetzt echt mit mir gerungen, ob ich hier was zu scheiben soll...

    Da es hier ja um Ableger geht muss man etwas differenzieren. Ableger sind meist schwächer und haben oft nicht die Bienenmassse um das dünne Futter schnell zu verarbeiten. Wenn dann noch die Temperaturen nicht passen, kann das schon mal unangetastet bleiben. Fertig gefüttert? Ich glaube nicht.

    Ein weiteres Thema ist der Räuberdruck durch Wespen und andere Bienen. Dann kann das Futter weg sein, aber nichts davon ist in den Waben. Auch nicht gut... Weiterfüttern??? Eher auch nicht...


    Der generelle Ausdruck von Drohnenfreund 368 passt absolut nicht zu Wirtschaftsvölkern...

    Wenn Bienen nur noch zögernd Futter abnehmen, ist es entweder echt zu kalt, die haben keinen Platz mehr oder du hast ein anderes schwerwiegendes Problem im Brutbereich.


    Wenn Bienen von Wirtschaftsvölkern kein Futter abnehmen ist das meist schon das Amen in der Kirche. ;)


    Steingarten ist Keingarten
    Für alle die, die kein Imker sind: gemeint ist Schottergarten, reimt sich aber nicht so prickelnd...

  • Super... ich laber mir hier einen ab und rase macht das mit zwei prägnanten Sätzchen und ist dann natürlich auch vor mir fertig. Top:thumbup:

    Steingarten ist Keingarten
    Für alle die, die kein Imker sind: gemeint ist Schottergarten, reimt sich aber nicht so prickelnd...

  • :)


    Wennn Du einen Ableger überfütterst (zu viel, zu schnell), dann hat der keine (oder zuwenig) Zellen frei um Brut aufzuziehen. Dann ist irgendwann die Zeit für die Bienen um, neue kommen nicht nach und die Kiste leert sich. Im Frühjahr bleiben volle Futterwaben ohne Bienen übrig. Überfüttern geht ziemlich einfach. Deswegen, alles in Maßen. Met Jeföhl, wie der Rheinländer sagt ;)

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Mal eine theoretische Überlegung dazu: Aktuell nehmen ja die Brutflächen ab. Wenn eine rasche Einfütterung erfolgt, bleiben die Brutzellen frei von Futter - sind ja belegt. Dann müsste ja genug Platz für weitere Brut bleiben - wachsen tut das Brutnest ja nicht mehr. Oder mache ich da einen Denkfehler?

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • es wird jede Lücke bei Platzmangel zugebaut, verdeckelte Brut bleibt für 2 Wochen weiter belegt, ob Eier und Maden ausgeräumt werden- da habe ich bisher nicht drauf geachtet, wenn nicht, sind die Zellen für 3 Wochen blockiert. Es kommt auf jeden Fall zu etappenweisen Brutstops.


    Wird 1:1 gefüttert werden Zellen für das Futter-Volumen gebaut, dann durch Trocknen und Umtragen verdichtet und wieder Zellen geleert und geputzt, die bestiftet werden können. Der Futtereintrag motiviert zum Brüten, wenn die Kiste noch nicht voll Bienen ist, und verbraucht auch Futter- Platz für neue Brut. Die alten Bienen dürfen dann außen vorhängen.

  • Heute ein paar Honigwaben in einen Ableger gehängt. Nun ist die Kapazität ausgeschöpft und es kann Winter werden. Vorher werden die Damenalles so ordnen, dass es auch ihren „Vorstellungen“ entspricht.

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Wenn Bienen von Wirtschaftsvölkern kein Futter abnehmen ist das meist schon das Amen in der Kirche.

    "Amen" ist zwar oft das Schlusswort, ist aber eigentlich ein Ausdruck der Zustimmung und frei übersetzt bedeutet es wohl: "so soll es sein".

    Das finde ich in dem Zusammenhang nicht gerade passend.:)


    Met Jeföhl

    Wenn ich ausreichend Met intus habe, reicht es für das Jeföhl nicht mehr...

    ..."ist mir noch nie passiert" sagte der erfahrene Imker, "aber..."