Wie lange Ableger füttern?

  • Hallo zusammen,

    1. ich habe Ende Juli zwei Ableger über KS (1,5kg)erstellt. Frische MW.

    Diese habe ich alle 5-7 Tage mit 1:1 Zuwa gefüttert.

    2. Des Weiteren habe ich Ende Juli zwei Brutlinge erstellt.

    Die Kös sind seit dem 26.8 in Eilage und die Völker werden jetzt ebenfalls mit 1:1 Zuwa alle 5-7 Tage gefüttert.


    A)Wie lange würdet ihr jetzt weiter Tracht simulieren?

    B)Soll ich jetzt auf Apiinvert umsteigen, oder auf Zuwa 3:2 schwenken.

    C)Soll ich die Menge erhöhen?


    Die Ableger habe ich alle als sie Brutfrei waren mit OS besprüht.


    Sie entwicheln sich super!

    Gruß Andreas

    Jungimker

    Zander und Zadant, Einräumig

    Rheinland-Pfalz

    Donnersbergkreis

  • Du kannst im Grunde solange füttern, bis es zu kalt geworden ist, um das Futter abzunehmen. Das kann noch den ganzen September so gehen.

    Ich würde aber immer soviel einfüttern, wie die Bienen verarbeiten können; maximal 5liter pro Fütterung bei starken Völkern. Bei kleineren Einheiten würde ich weniger anbieten; vielleicht sogar nur 1-2 kg Zucker 3:2 pro Fütterung. Dann paar Tage warten, bis das Futter verarbeitet worden ist. Einzarger brauchen so 10-15 kg Futter für den Winter, lieber mehr, damit es im April möglichst keine Probleme mit Hunger gibt.

    Ob 1:1 oder 3:2 oder Industriebienenfutter ist Geschmackssache und eine Frage der Erfahrung. Ich persönlich füttere jetzt übrigens nicht 1:1 ein, weil ich den Winterbienen nicht die Schufterei der Trocknung zumuten möchte.


    Noch Fragen offen, dann gerne mal hier reinschauen.

  • Mit 1:1

    Kommt drauf an, was Du willst. Sollen sie bauen und wachsen, 1:1, sollen sie primär einlagern, dicker. Ich würde noch bis Ende September dünn füttern, aber im Intervall, d.h., 2x Woche und dann etwas mehr, anstatt kleine Dosen jeden Tag. Und dann auf Sirup wechseln. Wenn das dann überhaupt noch nötig ist.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • bei 1:1 Intervallfüttern ist die Gefahr des Überfütterns bei 1-Zargern wesentlich geringer als mit 3:2 . Da würde ein zweiter 14kg-Sirup-Eimer kein Platz mehr für Brut lassen.

    Niemals soviel füttern wie sie abnehmen, ohne zu wiegen oder zu prüfen. Sonst sind sie im November tot. Ich werde nächste Woche die Beuten wiegen, damit auch der Eintrag berücksichtigt wird. Einige hatten die HR-Zargen zum Leeren andere scheinen Beute zu machen.

    Das was sie vermeintlich im April brauchen werden, kann man mit Einsatz des Brutbetriebs auch als Futterteig auflegen oder durch Fuwabenausgleich von 2 Zargern.

  • Das ist ein Spannungsbogen zwischen Platz in der Zarge und wachsen und Einfüttern für den Winter.

    Die Wintereinfütterung (Einlagern von Futter in die Futterwaben) muss noch mit Sommerbienen erfolgen. Ein Ableger von Ende Juli wird kaum schon so stark sein, dass er die Einwinterungsstärke erreicht hat, also hier der Spannungsbogen zw. genug Platz für die Königin zum Legen... das kann man schwer aus der Ferne qualifiziert beantworten

  • Bei Ablegern muss ich immer schauen, ob der Naturbau neben dem Brutnest fertig ist und ob ein neuer Anfangsstreifen oder schon eine Mittelwand rein muß.

    Steingarten ist Keingarten
    Für alle die, die kein Imker sind: gemeint ist Schottergarten, reimt sich aber nicht so prickelnd...

  • Oha, das heißt das du Waben ziehst während du aufütterst.

    nein.

    Vor dem Aufsetzen der Futtergeschirre mache ich die große Herbstinspektion. Da schätze ich auch den Futtervorrat in jedem Volk. Der wird auf der Stockkarte vermerkt. Entsprechend füttere ich ein. Beim Runternehmen der Futtergeschirre schaue ich immer die Randwaben (bei Warmbau die fluglochferne Wabe - bei Kaltbau eine von beiden Randwaben an). Damit ist man immer auf der sicheren Seite, damit man einem Volk nicht zu wenig füttert.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal gefährlich."