Honig füttern

  • Vielleicht hier zu Erinnerung den sog. Honigfächer. Wie kann man da noch sagen, dass eine Honigfütterung schlechter als eine Zuckerfütter sein könnte?


    Das alles kann man weder mit Tees noch Salzugaben oder was auch immer kom

    pensieren.


    Liebe Grüße

    Claudia

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    Wien - Niederösterreich, Bienen seit 2012, derzeit 19 Stöcke

    Zander ganz im BR, Zander flach im HR, Naturwabenbau mit Anfangsstreifen,

  • Wie kann man da noch sagen, dass eine Honigfütterung schlechter als eine Zuckerfütter sein könnte?

    Nun, das wurde doch bereits ausführlich diskutiert. Beileibe nicht jeder Honig ist ungünstig für die Überwinterung, aber Manche sind es eben.


    quickly schrieb:

    Ich verkaufe zwar an der Arbeitsstelle und an Freunde einige Gläser, aber ich kann mich selber nicht auf einen Markstellen, da ich Berufstätig bin. Vorallem wäre mein Sortiment auch viel zu klein und ich hab auch keinen Sortenhonig.


    Vor diesem Problem stand ich letztes Jahr auch, als dann Mengen weg mussten die kein noch so großer Bekanntenkreis abnehmen kann. Ich habe es über einen SB-Verkaufsstand gelöst, hier beschrieben.


    Vielleicht wäre so etwas für dich ja auch eine Lösung, wie du größere Mengen Honig los wirst. Mein Stand war an einer halbwegs belebten Ecke, da gingen bis 200 kg im Monat weg - habe ihn bereits nach wenigen Monaten mangels Masse wieder abgebaut. Da er auch auf meinem Arbeitsweg lag, hat es auch nicht viel Arbeit gemacht. Vielleicht hast du ja auch Freunde/Verwandte die an belebter Stelle wohnen und es gegen etwas Provision an ihrem Haus aufstellen und betreuen.


    Feedback war und ist durchweg positiv. Beim Honig selbst schlägt die regionale Herkunft die Sorte, daher sehe ich im fehlenden Sortenhonig auch kein Problem auf diesem Vermarktungsweg.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Llecter () aus folgendem Grund: Rechtschreibung korrigiert.

  • https://bienen-dialoge.de/honig-und-zuckerfuetterung/


    https://www.mellifera.de/blog/…und-bienengesundheit.html


    https://www.biene-oesterreich.…che=no&suchbegriff=studie ( hier findet man den Endbericht der Bienen O zu einer dreijährigen Studie, leider ist das pdf zu groß, bitte selber downloaden), es gibt signifikante Unterscheide bei der Futterwahl in Zusammenhang mit Wintersterblichkeit)


    ich hab auch irgendwo eine relativ aktuelle Doktorarbeit dazu, muss sie aber erst suchen, stell ich dann rein

    Liebe Grüße

    Claudia

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  • und es heißt, dass im Honig noch andere Stoffe drin sind, die den Bienen gut tun? Nur mal so als Idee.

    Ich weiß nicht, wie gerne Du Zuckerwasser isst ?;) Sicher ist aber, dass dem einige Sachen abgehen, die in Honig drin sind.

    Da wird schon wieder ohne Quellenangabe geunkt und gemunkelt. Tatsache ist doch, dass die Bienen die Saccharose in Glukose und Fruktose umarbeiten. Das andere Wertvolle ist doch gar nicht relevant. Die Winterbiene muss doch nur überleben und im Frühjahr die Brut anschieben. Den Proteinkram (Pollen) braucht sie doch nur bei Bruttätigkeit, also reichen Kohlehydrate um den Winter zu überstehen. Und Herr Freudenstein hat schon vor hundert Jahren den Einsatz von Zucker als schlackefreiem (Winterruhr!) Idealfutter postuliert. Jedenfalls hat sich die Auswinterungsquote durch Freudensteins Erkenntnis deutlich erhöht.

    Also moniaqua : welche Stoffe im Honig tun den Winterbienen gut außer den Kohlehydraten?

    PS: Die Vergleiche zwischen Mensch und Insekt hinken prinzipiell, weil es schon im Ernährungsvergleich zwischen Säugetieren (Mensch-Kuh) nicht klappt!

  • Hallo Claudia,

    es gibt signifikante Unterscheide bei der Futterwahl in Zusammenhang mit Wintersterblichkeit)

    Wo in dem durchaus interessanten Forschungsbericht hast Du diese Ergebnisse gefunden?
    Unter 3a.4.5.6.4. steht da nix. Suche nach "Fütterung" oder "Apiinvert" liefert exakt einen Treffer, nämlich einen Fragebogen (S. 377). Die Betriebsweise "zertifizierte Bio-Imkerei" als untersuchter Marker ist nicht eindeutig hinsichtlich der Futterwahl.

  • Die Einzelergebnisse der letzten Jahre kann man in der Datenbank abfragen. bienenstand.at/datenbank/ auf die schnelle hab ich jetzt nur die Jahre 12/13 gefunden und herauskopiert.

    Liebe Grüße

    Claudia

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  • Die Einzelergebnisse der letzten Jahre kann man in der Datenbank abfragen. bienenstand.at/datenbank/ auf die schnelle hab ich jetzt nur die Jahre 12/13 gefunden und herauskopiert.

    Solche Datensätze sind sicherlich interessant; bei einer eingehenden statistischen Auswertung wird hier wahrscheinlich rauskommen: Keine Signifikanz!


    Deswegen hat man vermutlich ab 2014 auch die Zufütterungsart nicht mehr abgefragt.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Apidät () aus folgendem Grund: Ergänzung

  • Deswegen hat man vermutlich ab 2014 auch die Zufütterungsart nicht mehr abgefragt.

    ich weiss nicht warum es herausgenommen wurde es hat aber jährliche Zwischenberichte gegeben wo das noch drinnen war.


    Ich lese halt solche Sachen und versuche auf ziemlich einfachen Weg für die Bienen (und mich) das Beste herausholen.


    Dass die Wintersterblichkeit von vielen vielen einzelnen Faktoren abhängt ist eh klar Für mich kommt dabei raus:

    Honig ist besser als Zucker, also füttere ich vermehrt Honig

    Drohnenschneiden bringt nix......ich bin froh, jetzt verzichte darauf( hat mir nie gut gefallen)

    Ox ist besser als AS, und verdampfen noch einmal besser als beträufeln, als bin ich von der AS Behandlung zum Ox verdampfen übergegagen ( davor Tbe oder KÖ sperren um Brutfreiheit zu erreichen, da muss ich noch ein Jahr ausprobieren um dann zu entscheiden) ... einfache kleine Schritte um möglichst das Bienenchonenste, aber auch eine für mich praktikable Betriebsweise zu finden. Vielleicht füttern wir in paar Jahren unsere Bienen "mit ich weiss nicht was" und haben dadurch das Varroaproblem gelöst, dann ist es mir auch recht. Aber gerade Aussagen, dass Zucker besser als Honig ist...da fehlt mir schon auch ein bischen der Hausverstand.
    Funktionieren tuts natürlich ( seit wieviel Jahren ? 100?)

    Aber eine einseitige unausgewogen Nahrung ist auf Dauer für niemanden gesund.

    Liebe Grüße

    Claudia

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  • dass Zucker besser als Honig ist...da fehlt mir schon auch ein bischen der Hausverstand.
    Funktionieren tuts natürlich ( seit wieviel Jahren ? 100?)

    Aber eine einseitige unausgewogen Nahrung ist auf Dauer für niemanden gesund.

    Vielleicht mal den Hausverstand ausschalten und die Vermenschlichung der Biene ebenso. Es gibt unter den Wildbienen ausgesprochene Spezialisten, die nur eine Pflanzenart befliegen. Herr Freudenstein konnte schon vor 1900 nachweisen, dass die unausgewogene, einseitige Zuckerernährung die Überwinterung verbessert. Nach vielen Jahrzehnten wird dies ohne Not in Frage gestellt. Brauchen wir neben Varroa und AFB auch wieder vermehrt die Winterruhr?

  • Die Vermenschlichung der Biene? Davon kann man doch wohl nur sprechen, wenn man ihnen Zucker gibt und ihnen ihr eigenes gesammeltes Winterfutter wegnimmt. Die Vermenschlichung funktioniert gottlob nicht bei allen Tieren Und als Freudenstein lebte wurden gerade mal die Glühbirnen erfunden. Also was hat er bewiesen? dass man auf Zucker überwintern kann? Das bezweifelt ja niemand. Ob es gut, dauerhaft gesund, oder einfach oft nur die Gier ist sei dahingestellt. Aber irgendwelche Ersatznahrungsmittel oder massive einseitige Ernährung ( egal ob für Tiere oder Menschen) haben auf dauer Nebenwirkungen.

    Liebe Grüße

    Claudia

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