Honig füttern

  • Hallo,

    da ich Honig im Überfluß geerntet habe, frage ich mich, ob ich den Bienen einen Teil des geschleuderten Honigs zurückgeben könnte, entweder pur oder mit Bienenfutter vermischt.

    Was wären die Nachteile?

    Mit freundlichen Grüßen

    Aloha

  • Einfacher und ohne jegliche Probleme hättest Du den Honig vom Frühjahr in den Völkern lassen können.

    Jetzt würde ich den Honig pur einfüttern. Dann nimmt die Umarbeitung weniger Kraft in Anspruch.

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Möglicherweise ist es machbar, gehört aber nicht zur guten imkerlichen Praxis.

    Denn alles was einem Bienenvolk entnommen worden ist, sollte aus Gründen der Hygiene nicht wieder retour gegeben werden.


    Ich würde wenigstens das Laborergebnis einer aktuellen Futterkranzprobe abwarten. Denn wenn es der Teufel will, verteilst Du mit der beabsichtigten Massnahme Faulbrutsproren auf Deinem Bienenstand, und infizierst damit alle Deine Völker.


    Die Nachteile einer diesbezüglichen Sanierung sind ein enormer Aufwand.

  • Was wären die Nachteile?

    Honigpreis ~ 4-20€/kg je nach Art und Qualität von Honig & Vermarktung. Zuckerwasser/Sirup/Futterteig ~ 0,5 - 2,5 €/kg je nach Art und Menge.


    Mir wäre der (mit viel Aufwand geernete) Honig allein deswegen viel zu schade, um ihn wieder in die Völker zu kippen. Zumal sie auf Zuckerwasser/Sirup problemlos überwintern.

  • Räubereigefahr

    Wassergehalt bestimmen, wenn noch nicht erfolgt, und an der Vermarktung arbeiten. Geld für neues Werkzeug, Material, Weiterbildung, ....

    Lieber schon bei der Entnahme der HR - Randwaben, unverdeckelte bzw mit Pollen versetzte Waben ins Volk zurückgeben.

  • Ich habe so viele Brutraumwaben wie möglich durch volle Honigwaben ersetzt.

    Das mit dem Preis stimmt sehr wohl, aber ich werde sowieso den ganzen Honig nicht los werden.

    Ich werde wie gehabt mit Zuckerwasser (3:2) füttern.

  • Dann frag

    Ich habe so viele Brutraumwaben wie möglich durch volle Honigwaben ersetzt.

    Das mit dem Preis stimmt sehr wohl, aber ich werde sowieso den ganzen Honig nicht los werden.

    Ich werde wie gehabt mit Zuckerwasser (3:2) füttern.

    Wenn du zuviel Honig hast, biete ihn doch nächstes Jahr in Hobocks zum Verkauf an. Andere Imker in deiner Nähe, würden sich bestimmt freuen. Und den eigenen Honig kann man wieder problemlos an die eigenen Völker verfüttern. Wichtig ist nur, aufzupassen, dass keine Räuberei entsteht.

  • Das ist sonst wie ein Gärtner, der nach der Ernte mit seinem Gemüse nicht auf den Markt geht, sondern gleich zum Komposthaufen, weil es vermutlich eh niemand kauft.

    Kann man machen, aber warum? Es liegt nicht jedem, den Honig verkaufsfertig zu machen und direkt zu verkaufen. Jedoch gibt es sicher Imker in der Umgebung, die gerne ihr Lager mit ein paar Eimern Honig aufstocken. Schafft nebenbei neue Kontakte, bringt ein paar Euros in die Kasse. Die nächste Rähmchen- Mittelwand- Beuten- Futterrechnung... kommt bestimmt und will auch bezahlt werden.

  • zurück zum Thema:


    Natürlich kannst du dein Honig an die Bienen verfüttern.

    Gib bitte obacht, dass möglichst kein Wald- oder Heidehonig dabei ist, da er zu einem erhöhten Risiko von Durchfallerkrankungen führt.

    Ein absolutes No Go ist allerdings das verfüttern von Fremdhonigen. Es ist ja bekannt, dass viele der Honige mit AFB Sporen belastet sind


    In der Vergangenheit habe ich den Bienen auch mal gerne gärigen Honig gegeben.

    Selbst der wird von einem Imkerkollegen zur Met Herstellung jetzt verwendet.

    Wie jedes Jahr verkaufe ich den überschüssigen Honig zu Eimer Preisen. Der Frühjahrshonig ist bereits versprochen. Mit den zusätzlichen Einnahmen werden dann die Kosten gedeckt oder neue Anschaffungen getätigt.

    Viel zu Schade zum verfüttern.

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Neutral und unbelastet.

  • Es ist schon so oft gekommen und in x-Parallelthemen beantwortet worden.


    Es geht doch eigentlich nicht um die Art des Honigs, es geht um die im Honig enthaltenen Balaststoffe. Da Wald-, Heide- und Tauhonige diese in großen Mengen enthalten, belasten sie zu Zeiten zu denen Bienen nicht ausfliegen können die Kotblase.

    Irgendwann entleeren sich die Bienen dann im inneren der Beute, mit den daraus erwachsenen Folgen. (siehe andere Themen)


    Man kann nicht grundsätzlich sagen, der oder der Honig taugt nicht, wegen den Balaststoffen.

    Es kam auch schon in den Diskussionen, das es sicherlich auch von der Honigeinstapelung abhängig ist. Wenn während den ersten langen Ausflugpausen balaststoffarmer Honig aufgenommen wird und im Frühjahr dann balaststoffreicher Honig, wird so bestimmt auch alles gut gehen.

    Nur wie willst du das als Imker dann steuern und mit welchem Aufwand dirigierst du die Honigstapelung durch wahlweise Gabe unterschiedlichster Sorten Honig.


    Es gibt auch teilweise die Aussage manche Bienenarten würde das besser vertragen. Ich meine jaein. Es gibt Bienen die auch bei kälteren Temperaturen fleigen und nicht erst bei schönstem Sonnenschein. Diese haben meiner bescheidenen Meinung nach natürlich eher die Change sich zu entleeren, sodaß man zu dieser vermeindlichen Aussage kommen könnte.

    Meines Wissens nach sind die Verdauungsorgane bei allen Apis Mellifera Arten gleich gut/schlecht.


    Liebe Grüße Bernd

  • Hallo,

    da ich Honig im Überfluß geerntet habe, frage ich mich, ob ich den Bienen einen Teil des geschleuderten Honigs zurückgeben könnte, entweder pur oder mit Bienenfutter vermischt.

    Was wären die Nachteile?

    Mit freundlichen Grüßen

    Aloha

    gar kein Nachteil ! Ich verfüttere auschließlich Eigenhonig( wie oben schon erwähnt keine Raps und Waldhonig) . Ich hab jährlich viel zu viel Honig, könnte ihn nur an andere Imker verschleudern, da bekommen es liebe die Bienen ich spar mir den Einkauf von Bio-Zucker und hab immer noch mehr als genügend übrig.

    Liebe Grüße

    Claudia

    ----------------------------------------------------------------------------------------

    Wien - Niederösterreich, Bienen seit 2012, derzeit 19 Stöcke

    Zander ganz im BR, Zander flach im HR, Naturwabenbau mit Anfangsstreifen,

  • Ich verfüttere generell keinen Honig an meine Völker, weder Eigenhonig und schon gar keinen Fremdhonig.

    Warum nicht? Honig ist Träger der AFB-Sporen. Ich habe vier Stellplätze im Umkreis von etwa 5 km um meinen Heimatstandplatz. Sollte einer der Stellplätze mit AFB infiziert sein, so würde ich die Sporen durch den Honig an die anderen Stellplätze verteilen, weil ich den Honig aus allen Stellplätzen bei der Ernte mische.

    Der nächst gelegene AFB-Sperrbezirk liegt etwa 15 km Luftlinie von einem meiner

    Stellplätze entfernt. Somit ist sowieso höchste Vorsicht geboten.


    Aus dem gleichen Grund ist Königinnenfutterteig mit Honigzusatz an den Belegstellen verboten bzw. nicht gerne gesehen.