• Werbung

    Hallo zusammen,

    kennt jemand diese Varroa-App?

    Die App gibts fürs Android-Handy und als Web-App. Man muss sich registrieren, weil eine Vernetzung der Imker über einen Server dahinter steht (Anonymität?, Sicherheit?).

    Der Sinn dahinter soll sein, dass jeder Nutzer den Varroa-Befall seiner Nachbarn im 3 km Umkreis mitbekommt, sobald dieser einen kritischen Wert übersteigt.

    Daneben gibt's das Varroawetter und Trachtnet-Waagen, jeweils direkt standortbezogen und 'ne Bewertungsmöglichkeit für die Völker.

    Hat sie jemand in Gebrauch und Erfahrungen teilen?

    Gruß Günter

  • Wenn ich mir ansehe, wer das Projekt betreibt, halte ich das für eine seriöse Sache.

    Ob es mit dem 3km Umkreis klappt, halte ich für fragwürdig. Dazu werden zu wenige Imker das System nutzen.

    Auch eine eierlegende Wollmilchsau gibt keinen Honig.

  • Ob es mit dem 3km Umkreis klappt, halte ich für fragwürdig.

    Je mehr es nutzen, desto besser klappt es ;)



    an muss sich registrieren, weil eine Vernetzung der Imker über einen Server dahinter steht (Anonymität?, Sicherheit?).

    Schau auf die Seite von Triesdorf. Dort unter Landwirtschaft & Ernährung -> Bienenhaltung -> Da erscheint die Varroa-App. Die sollten seriös sein.

    Hat sie jemand in Gebrauch und Erfahrungen teilen?

    Seit gerade eben, auf Deinen Post hin :)


    An sich erfasse ich die Varroen schon in einem Excelsheet. Aber ich finde die App auf den ersten Blick recht praktisch der Behandlungsempfehlungen wegen.

    HG

    Monika


    Wir sollten immer daran denken: Im wesentlichen sind unsere Bemühungen auf eine vernünftige, fürsorgliche Pflege beschränkt. (Bruder Adam)

  • honeymoons : Danke für den Link, das ist ja genau das, was aus dieser App auch entstehen könnte, da hinkt DE aber hinterher.


    tom B: Laut den Entwicklern sind derzeit über 3500 Imker mit knall 10.000 Völker registriert


    Ich hab sie mal installiert und mit drei Standorten und 16 Völker versehen (in und um Nürnberg), am Wochenende bekam ich prompt eine automatisch generierte Mail, dass ein Imker in meiner Umgebung einen erhöhten Milbenfall eingegeben hat.

  • Also nur für einen angeblichen Umgebungseinfluss ist mir das Erfassen (vulgo: Zählen) zu aufwendig. Ich halte die Milbenzahl in der Nachbarschaft für keinen wirklich relevanten Faktor.


    Ich habe im letzten Jahr einen Stand in zwei Hälften geteilt und einen Teil der Völker zwei Häuser weiter (65m Luftlinie lt. Google maps) aufgestellt. Die Völker waren alle zuvor gleichermassen behandelt/entmilbt worden und waren im gleichen Beutensystem. Keines der Völker schwärmte in diesem Jahr und nur eines (am alten Standort) weiselte um - also keines hatte eine längere Brutpause).


    Nun im Spätsommer war ich überrascht, dass die Völker dort viel vermilbter sind als die zurück gebliebenen Völker. Liegt das nun daran, dass sie 65m näher dran an einem Milbenherd sind?


    Ich glaube das nicht. Die Völker waren nicht stärker als die am alten Standort. Die Ernte war vergleichbar.

    Einzig natürlich: es ist nicht auszuschließen ist, dass sie mehr Milben mitgebracht hatten. Zudem ist der neue Standort wesentlich sonniger und wärmer; ob das nun für die Milbe eine Rolle spielt - keine Ahnung.


    Aber wenn so ein kleiner Sprung schon solche Unterschiede verursacht (die ich nicht erklären kann) - was nützt mir der irgendwie von irgendwem an irgendeinem System ermittelte Milbenabfall in meiner Umgebung?

    Mag für die eigene Standbetreuung aber ganz nützlich sein...bei der DIB-App nervt mich das ständige Anmelden-müssen...vielleicht probiere ich das mal aus!


    M.

  • ...

    am Wochenende bekam ich prompt eine automatisch generierte Mail, dass ein Imker in meiner Umgebung einen erhöhten Milbenfall eingegeben hat.

    Und nun ? Was machst Du jetzt ? Mehr, intensiver behandeln ?

    Nochmal kontrollieren (Windel, Puderzucker, CO2, whatever)? Ist doch keine schlechte Funktion, schlimmstenfalls hab ich mal umsonst kontrolliert und alles ist in Ordnung. Wer weiß schon wo die Damen sich bedient haben. Vielleicht merke ich durch die Extra-Kontrolle auch eigene Versäumnisse, die mir sonst nicht aufgefallen wären. Wer die Funktion nicht will, kann sie scheinbar ja auch deaktivieren.

  • Und nun ? Was machst Du jetzt ? Mehr, intensiver behandeln ?

    Nun, über Reinvasion, Bienenverflug, Räuberei, Einbettelung, Auszug wegen hohem Varroadruck usw. wurde hier schon viel geschrieben. Gerade in dieser Jahreszeit ist das ein Top-Thema.

    Kennt man doch: man hat im Juli/August behandelt und kontrolliert und es fallen kaum noch Milben, im Oktober laus einen dann der Affe ob der Menge der gefallenen Milben/Tag.


    Da halt ich's schon mit Llecter: öfter kontrollieren und ggf. nochmal behandeln, wenn nötig.

    Außerdem kann man die Warn-Mails ja abschalten bzw. gar nicht erst aktivieren.