Aufforstung, Waldumbau bienenfreundlich

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    Bienen Ede

    So lange es globalen Welthandel geht, wird das so weiter gehen, die Welt wird immer mehr uni.


    Von 1000 neu eingeführten oder eingwanderten Neobiota sind nur ganz, ganz wenige, weniger als 10 nennenswert problematisch. Alle anderen fallen nicht weiter auf. Die 10 dafür um so mehr. Das sollte man bei der Bewertung von neuen Arten durchaus berücksichtigen.


    Von der Wasserhyazinthe, dem Ochsenfrosch, dem Riesenbärenklau, den Kaninchen in Australien etc. redet jeder. Von den Tausenden anderer Arten, die still und problemlos irgendwo neu dazu gekommen sind redet kaum jemand.


    Und es ist ein Unterschied, ob ich Kaninchen oder Katzen schlagartig auf einem neuen Kontinent aussetze, oder ob ich Baumarten forciere, die zwar nur in geringem Umfang, eber eben doch schon seit über 100 Jahren bei uns in Gärten, Arboreten oder Versuchsanpflanzungen wachsen, ohne Probleme zu verursachen. Restrisiken gibt's immer, das ganze Leben ist ein Risiko.

  • N'Abend


    Bei Buche im Möbelbau wird halt oft dieses kleinteilig zusammengestückelte Leimholz genommen. Sieht halt im Vergleich zu Möbeln, die aus grösseren Brettern zusammengesetzt sind, etwas unruhig aus und ist ehrlich gesagt auch nicht mein Geschmack. Eine breite, lange Dielung (Extrembsp. gesehen in einem alten slowak. Schloss: 40-50cm breite, ca. 15-20m lange Dielen aus einem Stück Fichte oder Tanne) aus Buche wirst du auch nicht finden, das geben die Stammqualitäten und Holz(verarbeitungs)eigenschaften einfach nicht her.

    Andererseits haben wir hier Buchenparkett in Fischgrätmuster, was recht gut aussieht (allerdings auch diverse schwindungsbedingte Fehler bei den Spaltmassen, stört mich aber nicht gross). Dafür wird halt möglichst viel vom kleinteiligen Holz langjährig genutzt und nicht nur in den Ofen geworfen.

    Für viele Hölzer gibt es halt traditionell bestimmte Verwendungsgebiete, basierend auf ihren Eigenschaften. Es wird versucht, gerade für Laubbäume diese Verwendungen zu erweitern, aber das ist eben ein weiter Weg. Und ein weiteres Steinchen im Hindernispuzzle, das einen ökologischen Waldumbau in Dtl. verlangsamt. Das sind alles lösbare Probleme, aber das dauert halt.


    Grüsse, Robert

  • Ich will die Buche bestimmt nicht schlechter machen als sie ist, ich liebe Buchenwälder und habe in ihnen früher viel Zeit verbracht.

    Aber es ist eben kein Zufall, dass auch die mächtigen Buchenstämme in kleinteiliges Parkett oder Leimholz zerstückelt werden: kein Holz arbeitet so mies wie die Buche.

    Deshalb keine Dielen, kaum Verwendung im Innenausbau, kaum klassischer Möbelbau.

    Nur im Stuhlbau (von englischen Chair bodgers bis Thonet) war sie zu gebrauchen, auch da fein zerstückelt.

    Aber weder Instrumentenbauer, Bildhauer, Drechsler, Tischler noch Zimmerer haben in der Regel eine hohe Meinung von ihr.

    Das ist Erfahrung und nicht Marketing.

    All das spiegelt sich im Preis: Kein Hartholz ist so billig wie sie.

  • Im nahegelegenen Staatsforst wurden an verschiedenen Stellen Edelkastanien gepflanzt. Mittlerweile tragen die auch und haben nach diesem warmen und trockenen Sommer Früchte so groß wie noch nie.

    Ich haben auch gerade nachgeschlagen: Die Edelkastanie wird als ökologisch wertvoller Baum propagiert, der robust gegen den Klimawandel ist.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)