Oxalbehandlung erfolgreich?

  • Hallo zusammen,


    ich bin noch relativ neu in der Imkerei, d.h. dies ist mein 1. Bienenjahr...

    Kurz zur Historie: Ich habe dieses Jahr mit einem Volk (DNM mit 1 Brutraum) begonnen und auch schon ordentlich Honig mit diesem einem Volk geerntet und auch schon einen Ableger gebildet. Soweit so gut.

    Nun habe ich vor 1 Woche festgestellt, dass mein WV bis auf eine handtellergroße Fläche Brutfrei war. Es waren jediglich ein paar Stifte im Volk, keine verdeckelte Brut. (ich hab das erst vor 1 Woche bemerkt, da ich vorher 3 Wochen im Urlaub war).

    Nun stellen sich mir 2 Fragen.

    1. Warun ist das Volk komplett Brutfrei? Ist das "normal"? Und fängt die Königin nochmal an, oder sind nun schon alle Winterbienen erzeugt? Genug Futter haben sie eigentlich, ca. 4kg. Ich füttere nun aber noch weiter.

    2. Dann habe ich letzten Mittwoch, da das Volk Brutfrei war, eine Oxalsprühbeahndlung gemacht. Vorher sind in 3 Tagen ca. 6 Milben gefallen. Nun nach 3,5 Tagen 140 Milben. ist das nun ein gutes Behandlungsergebnis?


    Vielleicht kann mir ja einer mit seinem Erfahrungsschatz weiterhelfen?

    Vielen Dank und Gruß

    Stefan


    P.S. komme aus dem Raum Niedersachsen/Gifhorn

  • Es waren jediglich ein paar Stifte im Volk, keine verdeckelte Brut. (ich hab das erst vor 1 Woche bemerkt, da ich vorher 3 Wochen im Urlaub war)

    Riecht spontan nach Stiller Umweiselung.

    Ist das "normal"?

    Sagen wir so: Je mehr Völker ich habe, um so öfters bemerke ich auch Stille Umweiselungen. Das Volk ist dann - aus welchen Gründen auch immer - mit der Weisel unzufrieden und zieht sich eine neue parallel zur alten heran, um dann früher oder später den Regierungswechsel endgültig zu vollziehen.


    Im Forum hier habe ich schon öfters den Rat vernommen, Stille Umweiselungen passieren zu lassen. Scheinbar kommen da gute Königinnen bei rum. Ich habe dieses Jahr auch so Fälle...

    Dann habe ich letzten Mittwoch, da das Volk Brutfrei war, eine Oxalsprühbeahndlung gemacht.

    Passender Zeitpunkt, sicherlich eine gute Idee.

    Nun nach 3,5 Tagen 140 Milben. ist das nun ein gutes Behandlungsergebnis?

    Schwer zu sagen - es gibt einfach so viele Unsicherheiten. Die Windel mit ihren 2 Milben pro Tag bedeutet laut Liebig so ~400 Milben im Volk. Allerdings hat der seine Berechnungsmethode mit Völkern ermittelt, die in Brut waren, also auch viele Milben in den verdeckelten Brutzellen verstecken. Bei deinem Ableger ohne verdeckelte Brut sieht das im Verhältnis vermutlich wieder anders aus - also tendenziell sind eher weniger Milben drin.
    Du kannst ja mal den phoretischen Befall mittels Puderzuckermethode ermitteln.

    P.S. komme aus dem Raum Niedersachsen/Gifhorn

    Super - trage das mal in dein Profil ein, dann findet man es sehr schnell bei Bedarf wieder :-)

  • Was ich tun würde:

    • Kleine Portionen 1:1 füttern
    • In einer Woche den Brutstatus prüfen:
      • Umfang der Brut?
      • Wird die Brut normal gepflegt, sprich: Sind alle Brutstadien zu finden?


    Nach meinem zweiwöchigen war der Brutumfang trotz Futterreserven deutlich zurück gegangen. Das regelmäßige dünne Füttern hat dann die Bruttätigkeit wieder angeregt.

    Vielleicht verhält es sich ja bei dir ähnlich.