Wabenhygiene, aber Pollen und Futter retten

  • Hallo zusammen,

    habe gestern bei meinen Wirtschaftsvölkern (Zander) den ersten Brutraum entnommen und wollte die dunklen Waben einschmelzen, Brut ist keine mehr auf den Waben. Dieses Jahr ist aber viel Pollen und viel Futter / Honig in den Waben. Ich bringe es nicht übers Herz dieses Futter einfach im Schmelzer zu entsorgen. Die verdeckelten Waben scheinen aber auch nicht umgetragen zu werden. Hatte versucht den Völkern diese über Folie und Leerzarge zum Umtragen/ Ausschlecken zu geben. Ein paar Bienen laufen dort rum aber es wird nicht umgetragen. Jetzt überlege ich die Ableger mit den Waben einfach aufzufüllen. Wie geht ihr damit um und welche Alternativen seht ihr?

    Gruß

    Markus

  • Pollen wird nicht umgetragen. Futter grundsätzlich schon. Eventuell mehr Abstand zwischen Futter und Volk schaffen. Nur einen kleinen Durchschlupf lassen (ungeknickte Folie) und Licht von oben reinlassen.


    Aber warum engst Du jetzt ein? Ist das Volk so schwach?

    Eigentlich ist der Spätsommer nämlich nicht der geeignete Zeitpunkt für die Wabenhygiene. Ein Zander-Wirtschaftsvolk überwintert man besser auf zwei Zargen. Einengen auf eine Zarge kann man dann im Frühjahr mit der ersten Durchsicht. Dann gibt es meist reichlich leere Waben in der einen Zarge, die man gegen volle aus der anderen Zarge austauschen kann.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Ich überwinter grundsätzlich auf zwei Zargen in DNM oder Zander, es sei denn das Volk ist zu schwach dafür. Eine einzargige Überwinterung kommt daher selten vor.

    Auch ich finde es zu schade, Pollen- und Futterwaben jetzt einzuschmelzen.

    Noch geeignete Waben hänge ich in die Ableger. Alles was der Ableger nicht in die Pollenbeschaffung und Futterversorgung steckt, kann er in die Brut investieren.


    Nur irgendwann ist auch damit Schluss. Ganz alte Schinken landen dann in den Schmelzer

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Neutral und unbelastet.

  • Hallo,

    auch ich habe Völker mit reichlich Überwinterungshonig.

    Das lasse ich nicht umtragen. Das bleibt auf dem Volk für das Frühjahr. Die Futterkränze in den doppelten BR sind auch sehr dick.

    Im Frühjahr können volle Waben aus der obersten Futterzarge sehr leicht in hungernde Völker umgehängt werden.

    Zur Zeit des HR-aufsetzens werden die Zargen geleert und die vollen Waben für die Ableger aufgehoben. Es kann aber auch noch geerntet werden, da die Futterzargen bienenfrei bei der Varroabekämpfung abgenommen werden.

    Die leeren Waben werden zu HR zusammengestellt.

    Gruß

    Harald

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Pollen wird nicht umgetragen. Futter grundsätzlich schon. Eventuell mehr Abstand zwischen Futter und Volk schaffen. Nur einen kleinen Durchschlupf lassen (ungeknickte Folie) und Licht von oben reinlassen.


    Aber warum engst Du jetzt ein? Ist das Volk so schwach?

    Eigentlich ist der Spätsommer nämlich nicht der geeignete Zeitpunkt für die Wabenhygiene. Ein Zander-Wirtschaftsvolk überwintert man besser auf zwei Zargen. Einengen auf eine Zarge kann man dann im Frühjahr mit der ersten Durchsicht. Dann gibt es meist reichlich leere Waben in der einen Zarge, die man gegen volle aus der anderen Zarge austauschen kann.

    Ich imkere immer auf zwei Bruträumen und ersetze ande August den ersten Brutraum in dem ich den Honigraum leer zum neuen zweiten Brutraume mache. Der erste Brutraum ist dann brutfrei und wird eingeschmolzen.

  • Eventuell solltest Du umstellen und den unteren BR im zeitigen Frühjahr wegnehmen... - dann ist kein Futter mehr drin und Pollen kommt rein, so das die "Uralt"-bestände dann verzichtbar sind und entsorgt werden können...

  • Habe nun den Großteil auf die Ableger verteilt, je eine Pollen und eine Futterwabe, ich nehme das dunkle Material dann im Frühjahr raus. Die Waben mit dem verdeckelten Futter würde ich versuchen zu lagern, habe aber Sorge, dass in den dunklen Waben die Motten ihr Unwesen treiben. Habe mal gehört, dass man einfach eine Zarge mit den Waben auf ein Volk packt, so dass die Waben kühl gelagert werden und von Bienen belaufen werden können. Wie geht das dann, über Absperrgitter als dritte Zarge? Und dann bekämpfen die Bienen die Motten?

  • Warum Absperrgitter? Wenn sich das Volk bis zum Frühjahr wirklich bis zur 3. Zarge durchgefressen hat, dann kommt aber die Kö nicht mit! Und das hat Folgen!!

    ASG ist nur was für die Trachtzeit, dann gehöhrt es in das Materiallager.

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Bitte jetzt nicht lagern. Ab in die Völker damit. Auch keine dritte Zarge auf das Volk setzen. Damit provozierst du eventuell einen Futterabriss. Auch werden die Bienen hier die Wachsmotten nicht in schach halten können.

    Die Bienen halten nur den Bereich sauber, der entsprechend der Bienenmasse erreicht werden kann.

    Zudem fangen dann die Waben gerne an zu schimmeln.

    Das Absperrgitter ist dann ein No Go. Siehe keinimker.


    Sorry, unsere Vorgänger haben sich schon darüber Gedanken gemacht.

    Am liebsten würde ich ja alle.meine Zargen über Winter in den Völkern lassen.

    Dann bräuchte ich kein Halle für Zargen und Rähmchen und so weiter.

    Freier Imker

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    Neutral und unbelastet.

  • Alles was jetzt eingelagert wird, ohne bebrütete Stellen und Pollen. Der alte Sch... geht ab in den Schmelzer. Eine Wabe Futter kostet 1,50 €, ein totgeschissenes Volk im Frühjahr 120 €. Und dann musst Du trotzdem alles einschmelzen. Nix gespart, viel Arbeit und Verlust gemacht.

    Zum ausbauen lassen bist Du halt spät dran, das sollte jetzt eigentlich durch sein.

    Frisches Futter lagern sie jetzt noch wunderbar ein.

    Wenn man drüber nachdenkt ob die Wabe noch geht oder nicht, dann weg damit.

  • Hallo WBienen!


    Wenn in einer Wabe nur Pollen ist, dann steht einer Entsorgung überhaupt nichts im Wege. Ein überschüssiger Pollen hat für ein Volk keinen Wert.


    Wenn man es aber nicht über's Herz bring Futterwaben zu entsorgen, so würde ich diese anschließend an die Honigernte einfach ausschleudern und das Futter wieder verfüttern.


    Vom Zwischenparken in Völkern usw. halte ich nichts, denn dadurch verschiebt sich das Problem nur um ein Jahr. Eine Zwischenlagerung im Wabenlager ist auch nicht ratsam, da muss man dauernd die Wachsmotten im Auge behalten.


    MfG

    Honigmaul