Mindestgröße zum Einwintern

  • Beitrag von joew ()

    Dieser Beitrag wurde von hartmut aus folgendem Grund gelöscht: Liest Du auch oder stänkerst Du nur? ().
  • Völker die einmal Honig bringen gibt das aber nicht

    Dafür war doch Mini+ auch gar nicht gedacht, nach meinem Verständnis. Ich hatte das so verstanden, dass man da auf sehr elegante Art Reserveköniginnen parat hat und sie gut beurteilen kann, weil man Legeleistung etc. schon gut sieht. Außerdem kann man wunderbar sehr schnell Pflegevölker/Ableger bilden. Reiner Schwarz bezeichnet ja die Minis immer als "Imkerei in der Imkerei". Wer nur Honig will, kann mit den Teilen vermutlich nichts anfangen. Wer züchten und vermehren will, kann sie vermutlich sehr gut gebrauchen. Die Minis sind in meinen Augen wesentlich wendiger und flexibler als die großen Standmaße, wenn denn alles so klappt, wie es soll. Mit ihnen als parallelen "Vermehrungsbetrieb" kann man die Wirtschaftsvölker voll als Wirtschaftsvölker fahren und umgeht einige Probleme, die man sonst evtl. hätte, wenn man vermehren will.

  • Dafür war doch Mini+ auch gar nicht gedacht, nach meinem Verständnis.(...) Mit ihnen als parallelen "Vermehrungsbetrieb" kann man die Wirtschaftsvölker voll als Wirtschaftsvölker fahren und umgeht einige Probleme, die man sonst evtl. hätte, wenn man vermehren will.

    Dafür handelt man sich andere Probleme ein. Mit 'nem parallelen Vermehrungsbetrieb im Standmaß kannst Du 'die WV auch voll als WV fahren' und da sogar ggf. Mal 'nen Anleger zuhängen, wenn Bedarf besteht. Mini+ ist ein sehr nervöses System und macht Maxi+ soviel Arbeit. Mußte ich auch erst lernen. Ich überwinter die auf zwei Zargen. Wenn die gesund sind, reicht das, wenn sie es nicht sind, helfen auch 10 nix.


    Der Trick ist doch, die so klein zu überwintern, daß sie zum Zeitpunkt der ersten neuen Königinnen nicht schon auf sechs Zargen oder im Baum sitzen.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Hallo Ralf!


    Das ist eben nicht der alleinige Trick.

    :u_idea_bulb02:

    Wieso man große dicke fette Mini+ überwintert ist bei mir der Trick schon im Mai viele viele Mini+ mit Königinnen zu haben, die ich auch die Belegstellen schicken kann. Dazu werden bei mir die Mini+ aufgelöst und in größere Überwinterungskästen mit je 12 x Minirähmchen gehängt und auf 3 bis 4 Zargen überwintert. Diese Einheiten laufen das ganze Jahr durch und ich entnehme daraus immer wieder Brut und Bienen. Und jetzt oder besser in Monaten mit "R" wo die Königinnen von den Minis in die Wirtschaftsvölker oder in Kunstschwärme (das geht auch in Monaten ohne R, wenn die KS ohne Drohnen sind) eingeweiselt werden, da lege ich die Minis wieder zusammen. Werde einen Deut tun, dass ich so kleine fummelige Einheiten überwintere. Da reichen mir schon die hochprozentigen eindrohnbesamten Königinnen in ihren Mini+ Völkchen. Aber alles andere wird aufgelöst und kommt in die Überwinterungszargen.

    :p_flower01:

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Jain Rase,

    Die Minis werden im Frühjahr auch aufglöst.

    Nach der Durchlenzung fängt ein Mini Plus Volk sich explosionsartig zu vermehren.

    Brauche ich keine Königin in meinen WV zu ersetzen, kommen die Minis in Beuten aus dem Standmass und werden umgewohnt. Kisten sind aufgrund des ein oder anderen Winterverlustes frei.

    Tut man das nicht, gebe ich dir recht, ist die Leiterimkerei wahrscheinlich.

    Für die Frühtracht sind sie dafür nicht geeignet, bringen aber zur Sommertracht dann Honig.

    Da ich mit dem Abkehrfix arbeite, habe ich in der Honigernte immer Bienen übrig, die ich mal schnell in die Minis kippen kann.

    Die daraus entstandenen Königinnen nutze ich dann, um Ableger mit Königinnen zu versehen, wo sich keine Königin eingestellt hat oder dessen Königin zu wünschen übrig lässt.

    Die Haupvermehrung läuft über das Standmass. Alles Andere ist mir auch zu aufwändig.

    Ist aber auch bei mir in der Experimentirphase. Ist das zu aufwendig, lasse ich die Finger davon.

    Die Minis werden eh aus resten gebaut, die von dem Beutenbau übrig geblieben sind.

    Daher muss ich die Dinger nicht kaufen.

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Neutral und unbelastet.

  • Diese Styropormini+ sind so günstig zu kaufen, dass das selber bauen nicht wirklich lohnt.


    Wobei wenn du die Mini+ so haben willst, dass da kein Wildbau kommt, dann musst Du die Böden ändern. Ich nehme Holzböden. Ganz einfach. Die Futterzarge aus Styropor ist aber sehr gut. Besser als alles was Du aus Holz auf dem Markt kriegst.


    Und eben die Zargen selbst aus Styropor.

    Unschlagbar und leicht und wärmetechnisch top!

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • natürlich gehts auch unter 5000 Bienen

    sogar mit 1000


    Ich habe auch schon Königinnen in Segeberger Begattungskästchen überwintert!

    Ist alles eine Frage des Futters und der Isolierung :)

    Wenn Kleinstableger (3 Waben) genug Futter haben und richtig warm einegpackt werden, kommen die durch.

    Es kommt auch nicht nur darauf an, wieviele Bienen noch schlüpfen, die sich dann durch das Brutpflegen wieder verbrauchen

    Carnicabiene in Segeberger Deutschnormal (DNM) 1.0 :)

  • Natürlich lohnt sich der Eigenbau nicht.

    War so eine fixe Idee aus den Resten Mini Plus im Winter zu bauen.

    Die Dinger funktionieren und ich habe jetzt etliche davon.

    Deine Idee werde ich hoffentlich in 2020 umsetzen können und das Wachtstum der Mini Plus Völker für die Bevölkerung der leeren Mini Plus nutzen.

    Das ständige Vergrösserung der letzten Jahre unserer Imkerei führt jetzt dazu, dass etliche Königinnen ersetzt werden müsssen.

    Eine gute Idee.

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Neutral und unbelastet.

  • Mini+ ist woe schon geschrieben eine Imkerei in der Imkerei.


    Hat viele Vorteile, aber such nachteile.


    M+ ist ne super Größe für Begattungseinheiten, wo die Königin auch mal länger drinnen bleiben kann und super gepflegt wird. Hum Raps sitzen die auf 6-8 Zargen und man bekommt ca. 10 Begattungseinheiten aus jedem M+ raus, ohne ein Wirtschaftsvolk anzufassen. Man kann Ersatzköniginnen sehr einfach mit relativ geringem Ressourcenaufwand überwintern.


    Bis ende der Saison hat man aus einem M+ schnell 20 BGKs gemacht und kann immernoch ein paar Bienen und Honig ernten.


    Ausserdem wiegt ein M+ BGK schätzungsweise max. 4 kg, ein Dreiwabenkasten min das doppelte und passt auch nicht so schön ins Auto.


    Klar kann man jetzt sagen Mini Bivo braucht noch weniger Platz und wenig Bienen, aber die muss man auch erstmal haben und dann wollen die noch in Kästen und Futterteig mit rein. Für die M+ packt man einfach entsprechend die richtige Zahl Cola Kästen ein und kann gleich Füttern und das Futter schon Problemlos im Winter vorbereiten (wenn man den so füttert)

  • lt. Datenblatt von Liebig

    Liebig propagiert die Liebefelder Schätzmethode (meist ohne die Quelle anzugeben). Die Sache kommt also aus der Schweiz. Ob sie da entwickelt wurde oder auch nur zuerst publiziert, weiß ich nicht.


    Es geht aus seinem Datenblatt allerdings nicht hervor, ob er mit "Wabe" eine Wabenseite oder beide meint

    Man sieht bei der Beurteilung immer nur eine Wabenseite. Daher sind die Zahlen auch nur für eine Seite bestimmt. Ich kann nicht durch die Wabe hindurch abschätzen, wie viele Bienen dort, auf der unsichtbaren Seite, sitzen.

    Für die hier gestellte Frage ist die ganze Zählerei nach der Methode aber nicht sehr gut anzuwenden, weil die Bienen auf dem notwendig vorhandenem (verdeckeltem) Futter nicht so eng sitzen, dass man diese Zahlen so für das ganze Rähmchen anwenden kann, wie du es hier annimmst.

    (Anhand der Zahlen für die Brut, könnte man leicht überprüfen, ob die Zahlen für eine oder für zwei Seiten gelten, falls du mal Langeweile hast)

    ..."ist mir noch nie passiert" sagte der erfahrene Imker, "aber..."