Mindestgröße zum Einwintern

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    Hallo zusammen,

    Leider hat einer meiner Ableger wohl nochmal umgeweiselt, somit ist das Volk mit 4 voll besetzten Zanderwaben doch schwächer als die anderen.


    Was würdet ihr sagen, was ist die Mindestgröße das ihr ein Volk überhaupt einwintert.


    Danke

  • Es ist ja noch Zeit, die brüten noch und wenn die neue Kö loslegt, dann sollte es sich schon ausgehen. Langsam mit 1:1 Honigwasser oder Zuckerwasser auffüttern, dann bauen sie auch noch gut aus.Ein Minimun an 5000 Bienen sollte vorhanden sein, wenn die nächste Brutpause beginnt. Ansonsten kann man im Oktober / November noch vereinen.

    Liebe Grüße

    Claudia

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    Wien - Niederösterreich, Bienen seit 2012, derzeit 19 Stöcke

    Zander ganz im BR, Zander flach im HR, Naturwabenbau mit Anfangsstreifen,

  • Mindesteinwinterungsgrösse sind ca 5.000 Bienen.

    Sxhau mal beim Liebig rein. Der hat das mit seinen Wabengassen zählen schön erklärt.

    Wir haben hier am Niederrhein jetzt noch ca 6 Wochen. Da können noch einige Bienen schlüpfen.

    Im bayrischen Wald dagegen wird wohl aufgrund der Temperaturen sxhneller Schluss sein. Da würde ich mich an deine Nachbarimker wenden.

    Das wird dann auch bedeuten, dass du schneller einfüttern musst.


    Viele Grüsse an den Arber und viel Erfolg

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Neutral und unbelastet.

  • Im bayrischen Wald dagegen wird wohl aufgrund der Temperaturen sxhneller Schluss sein.

    Es geht nicht nur um Zeit, es geht auch um Menge. Selbst das angesprochene Duo Liebig/Aumeier (setze ich einfach mal gleich) empfehlen für kältere Gegenden eher 7000 Bienen. Das ist dann aber ein Volk, das nur gute Chancen hat über den Winter zu kommen. Ob es im nächsten Jahr zu denen gehört, die dem Imker richtig Freude machen, steht auf einem anderen Blatt. Bei der Frühtracht spielt es da eher nicht mit.

    Eine Größenordnug, die in der Frage beschrieben wird, benutzen andere Imker zum überwintern von Reserveköniginnen.

  • Mal eine theoretische Frage: In den Mini plus soll es doch auch möglich sein, Bienen zu überwintern. Dort erreicht man aber keine 5.000 Bienen, sondern deitlich weniger. Oder? Allerdings liest man immer wieder, dass es geht, die Händler bewerben das sogar, hat da jemand das mal probiert?

    Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet Ihr verstehen, dass man Geld nicht essen kann.

    — Die Weissagung der Cree – Indianer

  • Richtig Berggeist,

    Die Empfehlung lautet korrekter Weise zwischen 5.000-10.000 Bienen.

    Dr. Liebigs Feststellung war lediglich, dass die Überlebensrate ab 5.000 Bienen überproportional steigt.

    Also.gilt die Devise, je mehr Bienen,.desto besser.

    In den letzten zwei Wintern konnte man hier am Niederrhein auch Völker mir 2.500 Bienen durch den Winter bringen. So wird es sicherlich ratsamer sein, in gewissen Regionen mit mehr Bienen in den Winter zu gehen.

    Der kommende Monat wird eh entscheiden, ob es die Ableger schaffen oder nicht.

    Manche geben jetzt nochmal richtig Gas und manche entwickeln sich kaum.

    Bei letzteren lohnt sich eine Überwinterung eh nicht.

    Freier Imker

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    Neutral und unbelastet.

  • In den Mini plus soll es doch auch möglich sein, Bienen zu überwintern.

    Meist handelt es sich aber dann um mehrere Zargen übereinander, wenn dies beschrieben wird. Sind da drei Zargen voll, dürfte man von den 5000 Bienen gar nicht mehr sooo weit entfernt sein. Wenn es dann noch jemand aus dem Rheinland beschreibt, ist es was anderes, als von jemandem aus dem schönen Hunsrück.:)

    Königin überwintern geht auch kleiner. Bei einem Versuch wurden von einem Kollegen (hier) mal drei Apidearähmchen mit Brut und Königin hintereinander in ein DNM Rähmchen gehängt. Viel Futter dazu und noch Leerrähmchen. Dürfte auch etwa im August so zusammengestellt worden sein. Die Königin überlebte den Winter mit Gefolge, aber von Volk kann man da noch lange nicht sprechen. Es musste auch nur verhältnismäßig wenig über Winter zugefüttert werden.

    Es geht vieles, aber die Anfangsfrage lautete, was vernünftig ist?

  • Meist handelt es sich aber dann um mehrere Zargen übereinander, wenn dies beschrieben wird.

    Zwei bis drei Zargen heißt es in der Literatur, die ich bisher gefunden habe. Ich habe mich da schon gewundert, weil ich mit zwei Zargen so gar nicht auf 5.000 Bienen komme rechnerisch. Ein Achtel Dadant-Wabe enthält lt. Datenblatt von Liebig(? da habe ich es iirc her, der Name steht nicht auf dem Blatt) 176 Bienen. Ein Mini+-Rähmchen ist zwei Achtel Dadant (1/4 Dadant), enthält also 352 Bienen. Mal maximal 12 bei zwei Zargen wären 4224 Bienen. Es geht aus seinem Datenblatt allerdings nicht hervor, ob er mit "Wabe" eine Wabenseite oder beide meint, das könnte das Ergebnis dramatisch ändern. Dann müssten rein theoretisch zwei Zargen tatsächlich reichen, mit 8448 Bienen. Also, alles rein rechnerisch :)

    HG

    Monika


    Wir sollten immer daran denken: Im wesentlichen sind unsere Bemühungen auf eine vernünftige, fürsorgliche Pflege beschränkt. (Bruder Adam)

  • Es ist zweierlei, ob man im Sommer die Bienen anhand der besetzten Wabenfläche schätzt oder im Herbst anhand der besetzten Wabengassen. Wenn es kalt wird, sitzen die Bienen in mehreren Schichten auf den Waben. Außerdem ist ausschlaggebend, wann man die Einwinterungsstärke ermittelt. Jetzt sind die Sommerbienen noch nicht abgegangen.

    Eine guter Maßstab sind die besetzten Wabengassen nach den ersten kühlen Nächten. Da wäre ein Dadantvolk, dass auf 5 Wabengassen sitzt sehr stark.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Unter drei Zargen Mini Plus (besser 4-5) gehe ich nicht in den Winter.

    Den drei Zarger Mini Plus habe ich letztes Jahr zwei mal über den Winter bekommen.

    Ich schätze da waren 2.500 - 3.000 Bienen drin.

    Bei den rein theoretischen Werten bin ich vorsichtig.

    Die Randwaben werden im Sommer und Winter häufig eh nicht genutzt.

    (Schon gar nicht für die Brut)

    Ich handel da nach dem Motto mehr ist besser, aber ein zuviel ist schlechter.

    Die Zargenanzahl muss schon mit der Anzahl der Bienen und und dem Volumen des Futters korrespondieren.

    Bei Mini Plus bin ich selber noch in der Erprobungsphase. Besonders das Einquartieren bei mir war gerade mal mit einer Erfolgsquote von 25 % belegt.

    Pech mit dem Wetter, keine ausgebauten Waben etc haben zu dem negativen Ergebnis geführt. 2020 starte ich nochmal eine grösseren Versuch.

    Allerdings soll Mini Plus nur die eiserne Reserve bleiben.

    Ansonsten bleibe ich bei meinem Standmass.

    Freier Imker

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