Ableger - verhonigter Brutbereich

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    Hallo zusammen,


    es ist mein 2. Bienenjahr und ich habe dieses Jahr einen Ableger auf DNM (warmbau) gebildet. Der steht einzargig mit 12 Rähmchen gut besetzt da und wurde in den letzten 2 Wochen mit 6kg gefüttert. Nun haben die Mädels jedoch alles in Fluglochnähe eingelagert. Frische Brut konnte ich nicht finden... außen ist noch verdeckelte Brut in der Mitte Honig. Die 3 fluglochfernen Rähmchen haben noch viel Platz. Wird alleine umgelagert oder muss ich eingreifen? Vom Gewicht sollte es jetzt eigentlich passen nur wo legt jetzt die Chefin die Winterbrut?

  • Bei einzargiger Betriebsweise ist das Füttern eine kleine Kunst, aber nichts Besonderes, wenn man beachtet, dass immer kleine Mengen nach und nach gegeben werden. Die genannten 6 kg (was ? - Zucker, Sirup ??) in drei Portionen hätten ein Einlagern im BN vermutlich verhindert. Nun müssen die Bienen das erst umtragen...

    Winter Bienen können sie noch aufziehen - schau mal in einer Woche rein.

  • Zitat

    Die genannten 6 kg (was ? - Zucker, Sirup ??) in drei Portionen hätten ein Einlagern im BN vermutlich verhindert.


    Ich habe die 6kg in 3 Portionen zu je 2kg Zucker und 1,7l Wasser verfüttert. Aber alles klar... dann erstmal abwarten.

    Frage dazu: Ich habe eine Futterzarge verwendet und die Öffnung über dem BN gehabt. War das evtl. ungünstig und nächstes Mal umgekehrt?

  • Die machen das schon.

    Wenn von 12 Rähmchen 3 mit Futter am Flugloch voll sind ist das doch ok.

    Bleiben ja noch 9 übrig:).

    Wichtig ist, dass sie im Brutnestbereich bebrütete Waben haben und Platz zum stiften ist.

    Jetzt nicht anfangen und irgendwelche Waben hin und her zu hängen. Das ist alles kontraproduktiv.

    Immer mit Waage kontrollieren, wieviel Futter drin!! ist. Da merkt man, wieviel man noch füttern muss, oder ob auch von draußen was reinkommt.

  • Hallo zusammen,


    Vom Gewicht sollte es jetzt eigentlich passen nur wo legt jetzt die Chefin die Winterbrut?

    Du hast also bereits das angestrebte Wintergewicht? "Winterbrut" ist Schall und Rauch! Seit Juli schlüpft bereits ein gewisser Prozentsatz Winterbienen. Dein Ableger scheint voll Bienen zu sein und es schlüpfen ja noch welche. Möglich ist, besonders wenn der Ableger zur Schwarmzeit mit Altweisel gebildet wurde, dass die Winterbienen in der Masse bereits geschlüpft sind und der Ableger quasi winterfertig. Ich hatte schon extrem starke Völker auf 3 Zargen mit Ende August ohne Brut und sind top aus dem Winter gekommen. Andererseits, hast du die Weisel gesehen? Kann es sein, dass er gerade still umweiselt?

  • Möglich ist, besonders wenn der Ableger zur Schwarmzeit mit Altweisel gebildet wurde, dass die Winterbienen in der Masse bereits geschlüpft sind und der Ableger quasi winterfertig. Ich hatte schon extrem starke Völker auf 3 Zargen mit Ende August ohne Brut und sind top aus dem Winter gekommen. Andererseits, hast du die Weisel gesehen? Kann es sein, dass er gerade still umweiselt?

    Konkretisierung: Das Volk wurde Anfang Juni als Flugling gebildet mit 3 zugehängten Brutwaben. Die Königin ist somit von diesem Jahr. Und ja, rein vom Gewicht ist das Volk winterfertig. Es steht aber auf einer Waage und wird beobachtet :-) Die Weisel habe ich nicht gesehen, aber auch nicht gesucht, da die Damen beim Ziehen der Rähmchen recht aufgeregt wirkten... wie Weiselunruhe wirkte es aber keineswegs.

  • aber auch nicht gesucht, da die Damen beim Ziehen der Rähmchen recht aufgeregt wirkten... wie Weiselunruhe wirkte es aber keineswegs.

    Das solltest Du möglichst abklären. Findest Du die Weisel, kann man auch 2-3 helle bebrütete LW vorn ab der 2. Wabe einhängen und die 3 LW hinten entnehmen.

    Ratschläge aus der Ferne gehen ja oft daneben weil der Gesamteindruck fehlt. Was siehst Du am Flugloch? Gut besetzt? Ruhiges oder aufgeregtes Abwehrverhalten, gar Suchen? Pollenflug, kleine oder große Höschen?

  • In Kirchhain rätselt man darüber, woher die Mär kommt, dass es im Juli und August schon Winterbienen gibt.

    Ja, die rätseln ja viel da. :)

    Ansonsten gab's früher schon Forscher....

    Bsp.:

    Einfl uss von Weisellosigkeit
    Weisellosigkeit im Sommer hat Brutlosigkeit zur Folge und
    führt zu langlebigen Arbeiterinnen. Sie können mehrere
    Monate alt werden. Dzierzon J.(1857)
    Weisellos auswinternde Winterbienen, die bereits mehrere
    Monate alt sind, leben noch lange weiter und können bis
    über ein Jahr alt werden. Farrar C.L. (1949)

    Wollte eigentlich die Experimente von den Russen in den 1970ern

    hier verlinken, finde es gerade nicht. Da wurden erfolgreich Bienenvölker mit letzter Brut im Juli bzw. August überwintert.

  • Ich weiß nicht, ob das was miteinander zu tun hat.

    "Winterbienen" fressen sich ein Eiweißpolster an, damit sie im Frühjahr den ersten Brutsatz aufziehen können.

    Weisellose Völker im Sommer brauchen das nicht, da sie bei wiedereinsetzender Bruttätigkeit Pollen und Nektar außerhalb des Stockes sammeln können.

  • Hallo zusammen,


    es ist mein 2. Bienenjahr und ich habe dieses Jahr einen Ableger auf DNM (warmbau) gebildet. Der steht einzargig mit 12 Rähmchen gut besetzt da und wurde in den letzten 2 Wochen mit 6kg gefüttert. Nun haben die Mädels jedoch alles in Fluglochnähe eingelagert. Frische Brut konnte ich nicht finden... außen ist noch verdeckelte Brut in der Mitte Honig. Die 3 fluglochfernen Rähmchen haben noch viel Platz. Wird alleine umgelagert oder muss ich eingreifen? Vom Gewicht sollte es jetzt eigentlich passen nur wo legt jetzt die Chefin die Winterbrut?

    Keine Stifte, Königin nicht gesehen, Brutzellen mit Futter vollgefüllt? Bei mir hieße das "Verdacht auf Weisellosigkeit". Dann auf weitere Zeichen achten: Unruhe, viele sterzelnde Bienen im offenen Volk. Ein Wabenstück mit Stiften und jüngster Brut als Weiselprobe geben. Kontrolle nach 1 Woche.

    Gruß Ralph