Honigraum leeren

  • da gibt es aber Möglichkeiten.

    es muss keine entflogenen Schwärme als evtl. Faulbrutherde geben.

    Die Bienenmasse bleibt auch erhalten.

    :/ Die da wären? Wohlbemerkt ohne "in den Brutraum zwischen aufsetzen des HR und abernten" zu schauen, wie vom Gerd ins Spiel gebracht?

    Lieber vorm Flugloch hocken und Schwärme einfangen belastet das Zeitkonto sicher nicht weniger als ein die 4-5 Kontrollen im Raps? Bei mir klappt das jedenfalls nicht. Nie. Selbst die schwarmträgste Biene hat da 1mal Zellen drin, oder es sind Mickerlinge die nichts eintragen...

    "Das Wort gleicht der Biene: Es hat Honig und Stachel."

  • Zitat

    Es ist halt eine Frage des Willens, will ich mir Zuchtstoff holen zum Umlarven, will ich mir Königinnen ziehen, will ich auf Belegstellen ....... also eher eine Frage: Will ich mir diesen anderen Aufwand machen.


    Liebe Grüße Bernd.

    Und woran, erkennst du diesen schwarmträgen Zuchtstoff?


    Und was meinst du mit dem "anderen Aufwand"?....Wohl kaum die Schwarmteufel fliegen lassen...


    Wie ich bei der Schwarmbienenzucht, eine für mich genügend schwarmträge Biene selektiere, ist für mich einfach. Da werden auch die stillen Umweisler sichtbar.


    Aber wie macht ihr es, wenn das Schwärmen unterdrückt wird, und mehrheitlich mit jungen Königinnen gearbeitet wird? (mit jungen Kös, sollte es eigentlich keine Schwärme geben)


    Lg Sulz.

  • Mach mal bitte ein anderen Thread auf, wir sind schon ganz weit weg vom Ursprungsthema.

    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Ich höre den Klang einer Stimme in meinem Ohr: Lass sie fliegen, schwarmlustige Völker kann ich eh nicht gebrauchen.

    Da geht Deine Zeitersparnis auf Kosten der anderen Imker, Anwohner und die Bienen. Mit einem breiten Kreuz und genügend 'leck mich am Popo' Einstellungen geht das. Andere sparen sich die Varroabehandlung und fahren die Völker zum Sterben in die Heide. Kann man alles machen. Ach, man kann sovieles machen. Muß man aber nicht.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • da gibt es aber Möglichkeiten.

    es muss keine entflogenen Schwärme als evtl. Faulbrutherde geben.

    Die Bienenmasse bleibt auch erhalten.

    :/ Die da wären? Wohlbemerkt ohne "in den Brutraum zwischen aufsetzen des HR und abernten" zu schauen, wie vom Gerd ins Spiel gebracht?

    Lieber vorm Flugloch hocken und Schwärme einfangen belastet das Zeitkonto sicher nicht weniger als ein die 4-5 Kontrollen im Raps? Bei mir klappt das jedenfalls nicht. Nie. Selbst die schwarmträgste Biene hat da 1mal Zellen drin, oder es sind Mickerlinge die nichts eintragen...

    noch kurz OT:

    Flügelschnitt zum Beispiel.

    Keine "wilden Völker" und Bienen kehren nach Hause zurück.

  • Ich höre den Klang einer Stimme in meinem Ohr: Lass sie fliegen, schwarmlustige Völker kann ich eh nicht gebrauchen.

    Da geht Deine Zeitersparnis auf Kosten der anderen Imker, Anwohner und die Bienen. Mit einem breiten Kreuz und genügend 'leck mich am Popo' Einstellungen geht das. Andere sparen sich die Varroabehandlung und fahren die Völker zum Sterben in die Heide. Kann man alles machen. Ach, man kann sovieles machen. Muß man aber nicht.

    Richtig Ralf!


    Ich habe auch so meine "..." mit der Einstellung mancher Urvölker, dass ist alles "Evolution", wenn es die Menschheit so will, wenn sie diesen Weg gehen wollen ...

    Wir sind halt alle "Teil vom Ganzen"! Was machmer nun?


    Rolf

    Konfuzianer:

    "Man soll ein anständiges Menschenleben führen, aus dem einfachen Grund, weil man ein anständiges Menschenwesen ist."

  • Da geht Deine Zeitersparnis auf Kosten der anderen Imker, Anwohner und die Bienen.

    Wie ist es dann aus deiner Sicht einzuordnen, dass scheinbar jeder (Buckfast-)Züchter sich den Verzicht von Schwarmkontrollen auf die Fahne schreibt? (Das macht z.B. auch dein favorisierter Züchter auf seiner Webseite: Markus Gann)

    Zitat

    Seit über 6 Jahren mache ich keinerlei Schwarmkontrolle mehr, eine Zeitlang gab es noch den Flügelschnitt, aber auch auf diesen verzichte ich schon über 5 Jahre. Meine Völker werden im Frühjahr und Herbst kontrolliert ob alles in Ordnung ist, dazwischen werden nur die Honigräume gegeben und gegen die Varroa behandelt. 99% meiner Königinnen sehen mich nur 2 mal im Jahr und das Brutnest bleibt ebenfalls unangetastet.

    Die entscheidende Frage ist doch, was sind das für Königinnen in seinen Kisten? Sind das welche von Belegstelle, also Testvölker? (Wohl eher.) Oder sind die standbegattet? (Eher nicht.) - Und ich gehe davon aus, das hält jeder Züchter ähnlich.


    Und wenn Ralf Kolbe schreibt, dass Standbegattung mitunter ein großes Schwarmrisiko beinhaltet, dann verstehe ich das so: Wenn Otto-Normal-Imker ohne Schwarmkontrolle imkern möchte, dann möchte er sich bitte ein paar Belegstellen-Kös leisten, selber testen und selektieren, für den Eigenbedarf vermehren, und auf Belegstelle fahren.


    Soweit ich es sehe, ist es eine wirklich gute Sache sich Zuchtstoff/Zellen/Kös vom Züchter zu besorgen, aber ohne kontrollierte Begattung auf Schwarmkontrollen verzichten? Weiß nicht, wäre vielleicht zu viel versprochen.

  • Soweit ich es sehe, ist es eine wirklich gute Sache sich Zuchtstoff/Zellen/Kös vom Züchter zu besorgen, aber ohne kontrollierte Begattung auf Schwarmkontrollen verzichten? Weiß nicht, wäre vielleicht zu viel versprochen.

    Ganz verzichten tue ich nicht, stichprobenartig schau ich auch rein. Vom sklavisch alle 7 Tage durchschauen müssen kann man sich aber tatsächlich freikaufen (durch Einsatz von Zeit/Geld/Arbeit), aber das funktioniert auch nicht immer und garantiert. Und wenn, dann kommt ja immer alles zusammen und Tante Gerda hat Geburtstag und die Frau zieht 'ne Flappe, weil sowieso. Schönwetterimkern kann jeder. Aber irgendwann ist der Akku mal leer, und dann vergisst man, den Kofferraum/das Garagentor/den Schleuderraum wirklich bienendicht zu verschließen und dann kommt der Kunde und Tante Gerdas Geburtstag. Aber ohne gute Bienen würde ich mich sehr sehr schwer tun. Aber auch mit guten Bienen ist es in der Saison kein Selbstläufer. Zumindest hier bei uns nicht.

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