• Hallo zusammen,


    eine Theorie:
     
    Ein Bienenvolk sammelt also diesen toxischen Pollen (aus Mais, Raps oder Obst)
    die Flugbienen werden dadurch kurzlebiger,
    die Maden werden mit dem toxischen Pollen gefüttert und die jetzt schlüpfenden Bienen sind somit noch kurzlebiger.
    Die Bienen machen falsche Tänze,
    die Flugbienen verirren sich und finden nicht mehr zurück!
    Für das Volk existiert die Information „keine Pollentracht“.
    Es kommt also kein neuer, anderer, frischer, möglicherweise nicht toxischer Pollen herein!
    Auch das Abwehrverhalten ist gestört.
    Das Volk wird zunächst nur unmerklich schwächer!
    Sanfte Völker werden urplötzlich zu Stechern!
    Erste Auffälligkeit für den Imker!
    Weil kein neuer Pollen rein kommt, bleibt den Stockbienen nur noch der toxischen Pollen zum fressen!
    Immer mehr Bienen werden blöde und machen ihre Aufgaben nicht mehr richtig,
    einzelne Maden zeigen unter Umständen jetzt schon diese Sackbrut/Faulbrut ähnlichen Erscheinungen!
    Aufmerksame Imker stellen jetzt schon Ungereimtheiten fest, haben aber keine Erklärung dafür (außer Varroa)!
    Varroa selbst ist zu diesem Zeitpunkt aber nur schwach vorhanden!
    Die Bienen vergessen die Brutzellen zu verdeckeln,
    die Bienen halten die Bruttemperatur nicht mehr aufrecht,
    dadurch wird die Verdeckelungszeit länger usw.!
    Das alles führt dazu, daß der normale Vermehrungsfaktor von 1,5 auf 2 - 2,5 führt!
    Verstärkt durch mangelndes Abwehrverhalten kommen Bienen aus bereits zusammen brechenden Bienenständen, welche mitunter keine gute Varroabehandlungen gemacht haben dazu! (besonders in der Rapszeit) oder auch von Völkern die schon in der Obstblüte toxischen Pollen ab bekommen haben (in der Maiszeit)!
    Es gibt immer weniger Bienen im Volk, aber die Fläche mit offner Brut wird immer Größer,
    gleichzeitig ist die Zahl der Milben auf den Bienen selbst größer,
    nahe zu alle Brutzellen werden befallen, es entsteht Vermehrungsfaktor 3 und mehr.
    Jetzt erst kommen für den Imker die sichtbaren Varroaschäden !
    Das Volk bricht an Varroa zusammen, wenn nichts getan wird!
    oder im Falle von Raps (Obst) wo die Völker ja noch stärker sind,
    und der Imker Ableger davon gemacht hat, und
    vielleicht ein Teil des toxischen Pollen aufgebraucht ist,
    und sich auch noch genug gesunde Bienen im Volk befinden,
    sich die Völker rein optisch wieder erholen können!
    Aber eben mit einem veränderten Varroavermehrungsfaktor!
    und mit doch relativ vielen angeschlagenen Bienen, welche ihre Arbeit nicht richtig machen!
    Die Völker sind durch die Bank nicht mehr Gesund!
    Zur Maiszeit aber besteht in der Regel großer Pollenmangel je nach Gegend!
    Die Ableger, welche mit Rapswaben hergestellt werden, fressen dann irgend wann später (wenn die Altbienen ab gehen oder bei schlechtem Wetter) die Pollenreserven und dann geht's wieder wie oben beschrieben los.
     
     
    Als ich letztes Jahr durch diese Syntome dann zu dem Entschluss kam Sammelbruttürme zu machen, hab ich die Völker ja auf ganz neue Waben gegeben!
    also ohne toxischen Pollen!
    Die Pollen welche noch auf den Waben vorhanden waren, hatte die Pollenmilbe schon kaputt gemacht und die Bienen haben ihn raus geräumt.
    Sie konnten zu dem Zeitpunkt frischen Pollen von der Goldrute sammeln!
    Diese Völker haben sich mit der schlüpfenden Brut dann erholt! und sind zwar schwach gewesen, aber durch den Winter gekommen!
    Aber die Brutscheunen sind innerhalb von 8 Tagen tot gewesen!
    was eigentlich nicht sein dürfte.
    Hätte ich die brutfrei gemachten Völker noch dazu mit Oxalsäure behandelt, und somit die Bienen zusätzlich geschwächt bzw. deren Lebenserwartung verkürzt, wären die möglicherweise auch gestorben.
     
    und jetzt was machen wir eigentlich?
     
    wir glauben, wir haben es mit der Varroa zu tun, und kämpfen in Wirklichkeit wie Don Quischott gegen einen unsichtbaren Feind!
     
    Vielleicht ist das auch der Grund warum Versuche ohne Varroabekämpfung in bestimmten Gegenden (ohne jeglichen toxischen Pollen) funktionieren und bei uns nicht!


    Was glaubt ihr?
    Oder warum vertrugen früher die Völker weit mehr Varroen als heute?
    Warum können wir nicht mehr mit der Behandlung warten bis die Völker brutfrei sind?
    Wieso sterben Ableger, die Brutfrei gebildet und behandelt wurden noch vor dem Einwintern an Varroa?
    Wieso schlüpfen die Königinnen nicht mehr oder nur die hälfte und dann noch sehr spät?
    Warum beobachten wir das alles mehr oder weniger seit Mitte der 90er Jahren, der Zeit also in der Imidacloprid zugelassen wurde?
    Imidacloprid sich im Boden anhäuft und jetzt auch in Pflanzen gefunden wird, die nie mit diesem Wirkstoff gebeizt oder gespritzt wurden?
    Daher sich die Syntome immer mehr verbreiten?


    Grüße

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Hallo Toyotafan,
    hab mal unter Imidacloprid und Bienen im google gesucht,
    war recht unterschiedlich, von scheinbar klaren Fällen in Frankreich bis zu Entwarnung z.B. von Hohenheim (siehe unten),
    bin mal gespannt, bei mir gegenüber gibts kommendes Jahr Raps,
    Gruss Charly
    folgend die Aussage von Hoehenheim:


    http://www.uni-hohenheim.de/i3ve/00217110/01458041.htm


    Die Bienengefährlichkeit des systemischen Saatgutbeizmittels Gaucho WS (a.i. Imidacloprid) wurde mit Phaceliasamen in Zelt- und Freilandversuchen überprüft. Der Wirkstoff steht im Verdacht verantwortlich für Ertragsausfälle bei der Sonnenblumenhonigernte zu sein. Die Prüfkriterien umfaßten die Sammelintensität, das Orientierungsvermögen, den Totenfall vor den Fluglöchern, die Honigblasengewichte heimkehrender Sammlerinnen, den Imidaclopridgehalt im Honigblaseninhalt, im eingelagerten Honig und Bienenbrot, die Giftwirkung auf Bienenlarven und die Sammelaktivität auf Blütenständen im Freiland.
    Die Bienen im Zelt auf der gebeizten Fläche (120 qm; 0,005 g/m2) zeigten keinerlei Symptome für eine Vergiftung oder Desorientierung. Die Flugaktivität, der Honigertrag und der tägliche Totenfall war gegenüber der Kontrolle unverändert. Die Analyse der Honigblaseninhalte zeigte, daß Phaceliapflanzen mit dem Nektar Spuren dieses Wirkstoffs ausscheiden (3<10 ppb). Auch im Bienenbrot war Imidacloprid nachweisbar (3<10 ppb). Im Honig konnte der Wirkstoff dagegen nicht sicher nachgewiesen werden (<3 ppb). Die Attraktivität von gebeizter Phacelia war im Freiland gegenüber der Kontrolle unverändert hoch. Ein negativer Einfluß auf Honigbienen war nicht erkennbar.

  • Hallo Charly,


    ich kenne diese Arbeit. Erstens ist Phaceliapollen sehr wertvoll im Vergleich zu Mais. Zweitens kann man aus dieser Arbeit nicht entnehmen was mit der Brut bzw. den daraus geschlüpften Bienen wurde, und wie sich die Versuchsvölker im Vergleich zu den Kontollvölkern in der Folgezeit verhielten, sprich wie sie überwinterten, oder wie sich eben die Varroapopulation möglicherweise veränderte. Das es keine sichtbare Reaktion bei diesen Versuchen gab, heißt eben noch lange nicht, daß in den Völkern sich doch was veränderte im obigen Sinne!

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Hallo Toyotafan,
    ich bin ohne eigene Erfahrung und unvoreingenommen an Deine Theorie rangegangen. Nachdem sie recht dramatisch klingt und für uns allen fatale Folgen prophezeit hab ich mal im Internet zu diesem Thema quergelesen. Um auch Gegenstimmen zu provozieren hab ich mal den extrem harmlosen Artikel von Hohenheim - der ja nicht sehr neu (98 glaube ich) und deshalb vielleicht ja überholt ist eingestellt. Michael schreibt unter Krankeiten und sonstiges (o.s.ä.) dass in 3 Wochen in Frankreich ein Urteil gefällt wird. Mal hoffen, dass da keine wirtsch. Interessen eine Rolle spielen.
    Ich bin ein recht pragmatischer Mensch und versuche mich an wiss. Erkenntnissen zu orientieren. Mir ist wohl klar, dass nichts ganz schwarz oder weiss ist aber ich habe wenigstens die Hoffnung, dass da halbwegs die Wahrheit rüberkommt.
    Also, wenn noch jemand was fixes weiss - her damit, ansonsten gibt Frankreich (s.o.) sicher ein Zeichen.
    Gruss Charly

  • Liebe Imkerfreunde(innen),


    bitte vergesst die vielen Tankmischungen und anderne Präparate die in der Landwirtschaft und Hausgärten legal und illegal zum Einsatz kommen nicht.


    Gruss FB

  • Hallo liebe Mitimker,


    lieber Toyotafan, ich werde das Gefühl –so im hohlen Bauch – nicht los, dass an deiner provokanten Theorie mehr dran ist, als uns allen lieb sein könnte. Ich kanns wirklich nicht erklären, aber von den gegenseitigen Beziehungen unserer Bienen mit der Natur, von den mitunter sehr differenzierten Neben –und Wechselbeziehungen in den Regelkreisen der Natur wissen wir doch einfach noch viel zu wenig. Ich denke z.B. daran, dass viele unserer Greifvögel unter anderem dadurch vom Aussterben bedroht sind, weil die Schalen der Eier durch den Einfluss von DDT und anderen Mitteln dünn und brüchig werden, die Wälder erkranken und sterben u. a. an unseren Abgasen. Mittlerweile ist nachgewiesen, dass viele Ökosysteme auf Schadeinflüsse viel stärker reagieren als noch vor 50 Jahren; d.h. doch im Klartext, sie sind viel labiler und anfälliger geworden. Sollte dies gerade auf unsere Bienen nicht zutreffen ? Und wenn, warum nicht ? Sie müssen doch auch mit den geänderten Umweltbedingungen zurecht kommen, ständig Gift- und Schadstoffe ausfiltern und verarbeiten usw.
    Es zeigt sich leider tagtäglich, dass, immer wenn der Mensch in die empfindlichen Regelkreise der Natur hineinpfuscht, es Folgen hat, die mitunter erst lange Zeit später erkannt werden.
    Zu diesem Thema passt vielleicht folgende Sache :
    Vorgestern war ich Teilnehmer bei der Herbsttagung der Züchter des Landesverbandes. Dort berichteten einige Züchter von für sie unerklärlichen Völkerverlusten im Spätsommer und Frühherbst, die sie sich nicht nur mit Varroabefall erklären können. Auch das Institut Mayen berichtet aus dem Raum Rheinland, an der Mosel und im benachbarten Luxemburg über ähnliche Fälle.
    Da ich meinen Züchterkollegen einfach mal unterstelle, sich intensiver mit ihren Bienen zu befassen als manch andere, glaube ich ihnen, wenn sie glaubhaft schildern, dass Völker trotz Varroabehandlung zusammenbrechen. (Sie geben es wenigstens zu !)
    Niemand hat im Spätsommer -angeblich- Zeichen zusammenbrechender Völker , wie verkrüppelte Bienen usw. gesehen.
    Passt das nicht verblüffend in unser Gesamtbild ???



    mit vielen nachdenklichen Grüssen


    M.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo, Michael,
    natürlich hast du insoweit recht, als daß die tausende von neuen vollsynthetischen Stoffen nicht unbedingt gesund sein können!


    Was mich allerdings verwundert, ist, daß hier im Forum und auch in der Fachpresse den Sekundärinfektionen nach heftigem Varroa-Befall sowenig Beachtung geschenkt wird.
    Ich hab keine Ahnung, wieviel Bienen-Virus-Infektionen es überhaupt gibt, aber nur gewiß wird nur ein Bruchteil davon dokumentiert sein.
    Als nicht unbedingt passenden Vergleich: wenn ich gesund bin, habe ich gute Chancen, eine Infektion mit "echten" Grippeviren zu überleben, bin ich aber durch einen Unfall oder eine vorhergehende bakterielle Infektion bereits geschwächt, sieht es böse aus.


    Könnte es bei den Bienen nicht ähnlich sein?
    Daß Virus-Infektionen, die normalerweise einem banalen Schnupfen ähneln, jetzt tödlich enden?

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Wie recht Sabi(e)ne mit ihrem Vergleich des angeschlagenen Menschen doch wieder hat. Ein gestresster Mensch ist krankheitsanfälliger. So ist es auch mit den Bienen. Ich habe im Forum an anderen Stelle gefragt was sind eigentlich die Bedürfnisse der Bienen. Nach meiner Meinung ist das Hauptbedürfnisse unseren wilden Haustiere vom Menschen möglichst in Ruhe gelassen zu werden. Da wir mit den Bienen nicht kommunizieren können, entscheiden wir doch immer von unserem menschlichen Gefühl heraus und kommen für die Bienen meistens sowieso zu spät. Jeder noch so kleine Eingriff unserseits bedeutet doch für das Bienenvolk eine Störung ihres Mikroklimas. Das Mikroklima besteht aus Wärme, Feuchtigkeit und Gase (CO2). Dieses im richtigen Verhältnis nach unserem Eingriff wieder herzustellen brauchen die Bienen mehrere Stunden oder sogar Tage. Eine Stresssituation.
    Weitere Stresssituationen sind extreme Klimabedingungen wie zum Beispiel am Tag wolkenlosen Himmel und warmer Sonnenschein, nachts sternenklar und klirrende Kälte. Auch ein falscher Standort (z.B. feucht oder zu heiss) oder Trachtlosigkeit kann die Bienen stressen. Fasche Raumgabe fördert durch Stress mit Resultat zum Beispiel die Kalkbrut. Jede Störung der Winterruhe, das heisst der mehrschichtigen bis ins Detail zum Überleben ausgeklügelte Wintertraube bedeutet sehr viel Stress und tote Bienen. Späte Fütterung bringt die Winterbienen in den Stress und sie werden frühzeitig verbraucht, da die Sommerbienen immer mehr abnehmen. Ungeeignetes Futter ist schlecht verdaulich und stresst die Bienen (z.B. Ruhr wird ausgelöst). Jeder Kontakt mit Medikamenten ( z.B. Varroabehandlung) stresst die Bienen.


    In einem gesunden Volk sind die Abwehrkräfte des Bienenvolkes immer im Gleichgewicht zu den aggressiven Kräften der Krankheiten (Pilze, Bakterien, Viren = z.B. Kalk- oder Faulbrut). Jede Störung oder zum Beispiel die Varroa schwächt die Abwehrkräfte und stärkt die Kräfte der Krankheiten.
    Deshalb können als Begleiterscheinung von stark varoabefallenen Völker Viruskrankheiten ausbrechen. Es kommt zu (unerklärlichen?) Völkerzusammenbrüchen im Spätherbst bis Frühjahr.
    Die positiven und auch die negativen Eigenschaften der Abwehrkräfte werden über die Gene weitergegeben. Dies geschieht durch die natürliche (Schwarm) oder durch die künstliche (Zucht) Vermehrung. Während bei der natürlichen Selektion die positiven Kräfte gestärkt werden (Schwächlinge oder kranke Völker schwärmen selten bis nie), werden bei der Zucht durch den Imker leider auch versteckte, vom Menschen nicht erkennbare negative Faktoren weitergezüchtet.


    Vergleicht doch einmal eine Arbeiterinnenbrutzelle mit der Könniginbrutzelle aus dem Schwarmtrieb. Eine Arbeiterinnenbrutzelle ist doch umschlossen von Wachs, nur der Deckel ist luftdurchlässig und sie liegt fast waagrecht. Das Wunderwerk der Könniginbrutzelle besteht sogar ganzheitlich aus porösen Wachs und die Kopf der werdenden Königin schaut nach unten, nach der Erdanziehungskraft, also verbunden mit der Erde. Durch die poröse Zelle wird die Luft um die Könniginlarve dauernd ausgetauscht und dadurch die Gase wegtransportiert. Sogar der Boden ist anders gestaltet als bei der Arbeiterinnenbrutzelle. In der künstlichen Zucht wird meines Wissens auf die Gestaltung des Zellenbodens keine Rücksicht genommen.
     
    Nachschaffungsköniginnen entstehen vielfach notgedrungen aus Arbeiterinnenbrut, welche in der Fütterung schon umgestellt waren. Die daraus entstehende Königin ist unvollständig und wird meistens vom Bienenvolk bald ersetzt (umgeweiselt).
     
    Weitere Beispiele könnten noch aufgeführt werden, aber dies überlasse ich den Experten unter den Forumbesuchern.

  • Hallo zusammen,


    Stress kommt auch durch Vergiftungen auf!
    Vor allem dann wenn diese schleichend sind!
    und der Imker dann noch mit der falschen Maßnahme kommt!


    @ Sabi(e)ne


    Frühr vertrugen die Bienen ein weit mehrfaches an Milben als heute!
    und da gab es kein Gaucho und Fastac war z.B. in B2 eingestuft!
    und komisch ist nur, seit diese Mittel so da sind, wird von Sekunddärwirkungen gesprochen !


    und in Kanada wo die Varroa 1996 eigentlich noch gar nicht da war, hatte man die gleichen Syntome fest gestellt!


    und ich glaube nicht mehr immer gleich an den Flügelvirus!
    das könnte durchaus auch ein schwach wirkender Heutungshemmer sein!



    Grüße

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • jetzt nach 12 Jahren ist es ja so, dass seit 1. Dezember 2013 die Neonic-Beizen Imidacloprid, Acetamiprid, Clothianidin und Thiametoxam am Mais, Sonnenblumen, Raps und Baumwolle in der EU verboten wurden.


    Thiacloprid darf auch weiterhin beim Raps auch in die offene Blüte verwendet werden. Es gilt als B4


    Es gibt Bestrebungen Thiacloprid auch als Beize für Raps zuzulassen!


    in 2008 sind über 12500 Bienenvölker vergiftet wurden. Das war die größte je dokumentierten Bienenvergiftung aus legaler Anwendung Welt weit bisher!


    Eine Traurige Bilanz


    und eine viel zu lange Zeit


    18 Jahre legales Bienenvergiften!


    und kaum einer hat´s gemerkt?


    Varroa ist an allem Schuld sagen die meisten Imker wen ihre Völker den Frühling nicht erleben obwohl sie versuchten alles richtig zumachen!


    Je nach Gegend geht es mal mehr oder weniger besser


    in den Städten jedenfalls ist es besser


    dort wo intensive Landwirtschaft betrieben wird haben es die Bienen immer schwerer


    Die Chemie Industrie verteilt jetzt Samentüten (beinahe auch noch mit dem Logo des DIB)


    und steigert gleichzeitig den Verkauf von Glyphosat


    was für ein Widerspruch?


    keiner merkts?


    oder doch?


    letztes Jahr waren es rund 1200 Imker, welche bei Eisiger Kälte zu Beginn der Grünen Woche für eine bessere Landwirtschaft auch für unsere Bienen demonstrierten


    mal sehen wie viele dieses Jahr kommen?


    mal sehen ob wir das noch toppen können?

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Soweit ich weis, ist dieses Verbot allerdings nur auf 2 Jahre beschränkt. Außerdem klage Bayer und Syngenta gegen das Verbot und stellen einen Zusammenhang zwischen den Pflanzenschutzmitteln und dem Bienensterben infrage. Syngenta warf EFSA ein "fehlerhaftes Verfahren sowie eine ungenaue und unvollständige Prüfung" vor und nannte unter Berufung auf Experten als Ursache für das Bienensterben "Krankheiten, Viren, schwindenden Lebensraum sowie mangelnde Nahrung". Bayer kritisierte zudem, dass zugelassene Produkte verboten werden, obwohl es "keine neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse" gebe. Der Konzern warnte vor "mehr Pflanzenschäden, höheren Ernteausfällen, einer verminderten Lebensmittelqualität und einem Verlust an Wettbewerbsfähigkeit".
    Da ich ein Pessimist bin, befürchte ich, dass unseren Bienen nicht so geholfen wird, wie wir uns das alle wünschen würden.

  • Soweit ich weis, ist dieses Verbot allerdings nur auf 2 Jahre beschränkt.


    ja und bis dahin müssen BAYER, SYNGENTA und Co Daten nachliefern, welche die Gefährlichkeit der Neonics entkräften sollen.
    Ob sie das schaffen in so kurzer Zeit?


    Außerdem klage Bayer und Syngenta gegen das Verbot und stellen einen Zusammenhang zwischen den Pflanzenschutzmitteln und dem Bienensterben infrage.


    daher wird ja auch 2008 als ein "einmaliger Unfall" dargestellt


    ändert aber nichts daran, dass das Clothianidin auch jetzt noch zu den Bienen kommen kann


    siehe hier:


    http://www.youtube.com/watch?v=xxXXaILuK5s&feature=youtu.be


    wenn im nächsten Frühling wieder einer irgend wo auf der Welt so ein Video machen kann dann ist es aller höchste Zeit für ein Weltweites Verbot!


    aber wollen oder können Imker das überhaupt erkennen, wissen sie von den Zusammenhängen?


    ich hab ja selber den Franzosen seiner Zeit kaum glauben können, dass sich Bienen durch die Maissaat überhaupt vergiften können


    und unsere Bienenwissenschaftler hatten es ja auch permanent bestritten und machen es ja heute z.T. noch


    Syngenta warf EFSA ein "fehlerhaftes Verfahren sowie eine ungenaue und unvollständige Prüfung" vor


    aber genau das hat ja die EFSA zuvor bei der Zulassung immer zu gemacht!


    und jetzt glaube ich haben sie über 30 neuere Studien bewertet


    und auffallend ist, dass das JKI die Daten des DeBiMo nicht eingereicht hat


    und die EFSA diese auch nicht als aussagefähig bewertete


    wie gut das DeBiMo ist und wo da die Fehler sind ist ja längst bekannt!


    Dennoch wird immer noch damit "Hausiert"


    und immer noch fortgeschrieben obwohl es überhaupt keine Aussagekraft hat!


    ....und nannte unter Berufung auf Experten als Ursache für das Bienensterben "Krankheiten, Viren, schwindenden Lebensraum sowie mangelnde Nahrung".


    wenn diese Experten solche sind wie der hier:


    http://www.youtube.com/watch?v=nOOjFgJtYVE


    na ja dann ist doch klar was da gespielt wird oder?l


    Bayer kritisierte zudem, dass zugelassene Produkte verboten werden, obwohl es "keine neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse" gebe.


    na ja da gibt es schon "neue" Erkenntnisse bzw. Beweise, dass sich das Verhalten der Bienen nachhaltig verändert zum Nachteil der Bienen


    Der Konzern warnte vor "mehr Pflanzenschäden, höheren Ernteausfällen, einer verminderten Lebensmittelqualität und einem Verlust an Wettbewerbsfähigkeit".


    das haben uns 2009 auch die Maisbauern gesagt, dass durch das fehlen der Neonics am Mais der Untergang des Maisanbau kommt!


    Doch die Zahlen sprechen eine andere Sprache


    Die Fangzahlen des Maiswurzelbohrer gehen erstmals in der Geschichte in einem Befallsgebiet kontinuierlich zurück!


    Das einzige was eingetreten ist, ist doch, dass BAYER und Co auch der Saatguthandel also auch Raiffeisen etc weniger Umsatz durch das fehlen der Beizen hatten. Ja sie haben sich ja auch beschwert, warum in allen andern Bundesländer SANTANA verkauft werden darf und in Baden-Württemberg nicht! von Ungleichheit und so war die Rede!



    Da ich ein Pessimist bin, befürchte ich, dass unseren Bienen nicht so geholfen wird, wie wir uns das alle wünschen würden.


    Das wurde es auch nicht im Vorfeld von 2008!


    Seit 1994 ist den Zulassungsbehörden bekannt, dass die Neonic-Beizen zu den Bienen kommen können
    Seit September 2002 gibt es das sogar schriftlich


    und was war vorher?


    z.B. mit dem INSEGAR?


    du kannst ruhig weiter Pessimist bleiben!


    Ich geh am 18.1. jedenfalls nach Berlin und sonst sag es der Öffentlichkeit wo immer ich das kann!


    Hab mir auch BAYER Aktien gekauft


    nur damit ich Fragen stellen kann!


    Schlaue Fragen


    und ehrlich gesagt mit Pessimissmuss hätten wir das Verbot nie und nimmer bekommen


    Gut es ist nicht das was wir uns gewünscht haben


    aber es ist mehr als ich erwartet hab und bringt z.B. die Behörden in USA und anders wo in Zugzwang!


    wären wir noch besser vernetzt und hätten nicht die Sprachbarrieren, dann......


    Daher gibt es allen Grund den Hintern zu bewegen und aufstehen und sagen was Sache ist!


    Egal wo


    nur wer nichts tut, macht auch keine Fehler


    und wir haben viel zu viele die etwas tun könnten.... oder..... müssten


    sich zurück lehnen und in den Liebig oder Klockgether Vorträgen (oder auch anderen) nicht kontern ist nicht die Lösung!



    siehe hier:


    http://www.google.de/imgres?imgurl=http://www.oberpfalznetz.de/Media2013/3/158/86/3581839.jpg&imgrefurl=http://www.oberpfalznetz.de/zeitung/3581836-128-fuer_bestaeubung_unverzichtbar-P3,1,0.html&h=752&w=640&sz=68&tbnid=sxzT-Q23HTpxaM:&tbnh=90&tbnw=77&zoom=1&usg=__DpOn7a1WkJRQuPnIYfBkmthiG1M=&docid=c7XIGAOZKLuRjM&itg=1&sa=X&ei=ahbUUov2C4OVtAajh4HwDw&ved=0CDkQ9QEwAg&dur=201


    warum fragt da keiner, wieso auch die Hummeln verschwinden?


    die haben doch keine Varroa?


    und dort greifen auch keine verblödete und inkompetente Imker ein


    die Bieneninstitute sagen uns doch das Drohenbrut schneiden AS und OS richtig funktionieren


    in Tschechien haben sie "Einheitliche" Termin abgestimmte Varroa-Bekämpfungen und keiner hat je fragt ob es dort besser läuft


    man kann das unendlich weiter spinnen


    im Gegenteil


    Durch diesen Klockgether seine stupfelei und auch dem Liebig sein Fingerzeigen auf den zu blöden Imker der nicht richtig dossieren kann oder auch jetzt mit der 85er und dem was dazu aus HH kommt wird doch ganz klar der schwarze Peter immer nur zum Imker geschoben


    Aber:


    schon beim Insagar was das so


    Den geschädigten glaubten nicht mal die, wo keine Probleme hatten weil sie eben nicht dem intensiven Obstbau ausgesetzt waren.


    und heute müssen die Obstbauern bezahlen das Bienen kommen, weil die Imker vor Ort wie du in den Pessimissmuss verfielen und aufgaben, weil ihnen nicht geholfen wurde, nein sie wurden noch aus den eigenen Reihen denunziert!


    so auch jetzt

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von toyotafan () aus folgendem Grund: einiges vergessen

  • Hallo,


    woher diese (theoretische) Annahme? Ich kann mich an die Jahre um 1983 noch gut erinnern. :wink:
    Gruß
    KME


    dann weck mich mal auf mit deinen Erinnerungen vielleicht hab ich da auch einiges vergessen?


    so wie der Brasse und Mühlen auf dem APISTICUS Tag in 2003 als es darum ging, den plötzlichen massiven Flugbienenverlust zu beginn der Rapsblüte zu erklären?#


    denn beide waren im September 2002 ja in Bologna und dort war das mit den Maisbeizen ein Thema


    doch auf dem APISTICUS Tag war da kein einziges Wort davon zuhören


    im Gegenteil


    die Neonics haben damit nichts im geringsten zu tun!


    und was war dann 2008?


    anrufe hab ich bekommen von den verschiedensten Bienenexperten


    aber keiner hat sich die Sch......


    selber angesehen


    nur Ferndiagnosen darin waren sie alle super gut drauf


    also hilf mir auf die Sprünge

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!