Tote Bienen nach Ameisensäure Überdosis

  • Erstmal danke für die nette Begrüßung!


    Ja ich bin Anfängerin im ersten Jahr und - puh ich hab mir das leichter vorgestellt. Aber zu den Fragen:

    Die 290 ml waren über einen Zeitraum von 10 Tagen in einer 2-zargigen Segeberger Beute. Ich habe jeden Tag wegen der Verdunstungsmenge nachgeschaut, aber mir fiel die Einschätzung total schwer. Im Nachhinein dachte ich schon, vielleicht sollte man sich Markierungsstriche an die Flasche malen oder täglich die richtige Menge einfüllen.


    Also der Beutenboden war ziemlich bedeckt mit toten Bienen. Worauf muss ich beim Aussehen der Toten genau achten? :( Übrigens sind auch jede Menge Milben gefallen, obwohl vorher bei der Gemüllkontrolle allerhöchstens mal eine Milbe zu sehen war.


    Falls die Bienen jetzt moralisch am Ende sein sollten, so bin ich es auf jeden Fall auch.


    Die beiden Zargen sind noch ganz gut besetzt, aber die Bienen kommen mir fast lethargisch vor. Die Futterspur habe ich gelegt und ein paar Bienen sind eben schon in der Futterzarge gewesen.


    Drückt die Daumen, dass sie sich erholen! Aber was genau muss ich beim nächsten Mal anders machen?

  • Die 290 ml waren über einen Zeitraum von 10 Tagen in einer 2-zargigen Segeberger Beute.

    Das klingt nach einer passenden Verdunstungsmenge.
    Die Idee mit den Strichen ist sehr gut - ich habe mir mit Edding die Markierungen nachgezeichnet, das erleichtert die Einschätzung ganz enorm.


    "Viele tote Bienen" ist eine etwas unbestimmte Angabe. Eine entsprechende Waage vorausgesetzt, könnte man den Totenfall wiegen und so die Anzahl der Bienen hochrechnen - aber das hätte mehr forscherischen Wert, als praktischen.

    Vielleicht sind nur die bereits durch die Milbe geschädigten Bienen abgestorben.


    Jörg K. hat es ja bereits geschrieben: Mal ins Volk schauen und prüfen, ob Stifte vorhanden sind.


    Gibt es eine AS-Lethargie? Hat das irgendwer schon mal beschrieben oder beobachtet?

  • Ja ich bin Anfängerin im ersten Jahr und - puh ich hab mir das leichter vorgestellt.

    Kopf hoch, das wird schon. Leichter ist es auf jeden Fall mit Mentor. Hast da einen?

    Oder hast Du einen Lehrgang besucht in welchem diese Behandlung empfohlen wurde?

    Die 290 ml waren über einen Zeitraum von 10 Tagen in einer 2-zargigen Segeberger Beute. Ich habe jeden Tag wegen der Verdunstungsmenge nachgeschaut, aber mir fiel die Einschätzung total schwer. Im Nachhinein dachte ich schon, vielleicht sollte man sich Markierungsstriche an die Flasche malen oder täglich die richtige Menge einfüllen.

    Gleich vorweg, ich bin jetzt ein Gegner der AS und habe früher ausschließlich per Bierdeckel (Kurzzeit) behandelt und auch gelegentlich Schäden festgestellt. Schäden bei AS Applikation sind eigentlich normal nur werden sie häufig von den Anwendern erst bemerkt wenn sie eindeutig sichtbar sind. Deshalb empfehle ich Dir Hände weg von AS. Zumindest für dieses Jahr. Es gibt genug Alternativen.

    Falls die Bienen jetzt moralisch am Ende sein sollten, so bin ich es auf jeden Fall auch.

    Die Bienen kann man wieder aktivieren und damit steigt auch die Moral.:)

    Die beiden Zargen sind noch ganz gut besetzt, aber die Bienen kommen mir fast lethargisch vor. Die Futterspur habe ich gelegt und ein paar Bienen sind eben schon in der Futterzarge gewesen.

    Vor allem das macht Hoffnung. Verenge das Flugloch damit sie es gut besetzen und beobachte nur. Holen sie große Pollenhöschen wie vor der Behandlung ist die Weisel (wieder) in Brut. Die Futterabnahme solltest Du aber nicht aus den Augen verlieren, ggf. immer wieder neue Spur legen. Hast Du noch weitere Völker?

  • Gibt es eine AS-Lethargie? Hat das irgendwer schon mal beschrieben oder beobachtet?

    Das Gegenteil von der AS-Lethargie kann man erleben wenn man kurz nach Beginn einer Behandlung das Volk öffnet. Für Zweifler schwer zu empfehlen. Vollschutz nicht vergessen! Bei einem lethargischen Volk nach so ner Behandlung sticht kaum noch was.

  • Deshalb empfehle ich Dir Hände weg von AS. Zumindest für dieses Jahr. Es gibt genug Alternativen.

    Hilfreich wären ergänzend noch entsprechende Links, welche diese Alternativen aufzeigen - insbesondere jene, die man jetzt Ende August noch ergreifen kann.

    Richtig! Finde aber für dieses Jahr ist außer Restentmilbung genug behandelt. Wollte auch jetzt keinen Stress erzeugen zusätzlich. Für Alternativen ist noch Zeit.

  • Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Angaben in den Bedienungsanleitungen der Nassenheider etwas übers Ziel hinausschießen. Da wird eine Behandlungsdauer von mind. 10 bis 14 Tagen gefordert, dabei sollen bis 290 ml verdunstet werden. Ich behandle höchstens eine Woche, mehr als 160 ml setzte ich nie ein. Eher weniger. Das reicht bei mir (ERB, Dadant) dicke zu ein sehr gutes Behandlungsergebnis zu erreichen. Ich weiß auch nicht, weshalb da laut Anleitung solch große Mengen über lange Zeiträume verdunstet werden sollen. Eigentlich muss das nicht sein.

  • Leichter ist es auf jeden Fall mit Mentor. Hast da einen?

    Nein leider nicht. In meinem Verein gab es niemanden, der sich das freiwillig ans Bein binden wollte. In meiner direkten Nähe kenne ich nur Anfänger, die genau so "viel" Ahnung haben wie ich.


    Oder hast Du einen Lehrgang besucht in welchem diese Behandlung empfohlen wurde?

    Ja, beide Kurse, die ich besuchte, lehren die AS-Behandlung. Als Alternative wurde noch Königin Käfigen, um das Volk brutfrei zu bekommen, genannt. Wäre ja super, nur finde ich die Königinnen nie.


    Die Futterabnahme solltest Du aber nicht aus den Augen verlieren, ggf. immer wieder neue Spur legen. Hast Du noch weitere Völker?

    Das mache ich - danke! Ich hab noch zwei Ableger oder inzwischen Jungvölker im Garten stehen. Die habe ich brutfrei 2 x mit MS behandelt und wollte sie eigentlich nur noch im Winter mit OS behandeln.

    Mal ins Volk schauen und prüfen, ob Stifte vorhanden sind.

    Das habe ich mir fürs kommende Wochenende vorgenommen, damit die Bienen sich erstmal ein bisschen erholen können.

  • Wäre ja super, nur finde ich die Königinnen nie.

    Dafür wirst Du mit der Zeit einen Blick entwickeln :)


    Wenn ich so durch die Foren lese, scheint besonders heuer AS nicht unbedingt das Mittel der Wahl zu sein. Beobachte das Flugloch, wie schon jemand geschrieben hat. Pollenhöschen sind ein gutes Zeichen (achte vor allem in der Früh und abends drauf; es wird jetzt zwar nicht mehr so arg heiß, aber ab 2? Grad C tragen sie keinen Pollen mehr ein - nicht, dass Du noch erschrickst ;) )


    Und nur Mut, das wird schon. Es ist wirklich bei weitem nicht so leicht, wie zur Zeit so gerne in den Medien suggeriert wird. Aber ich finde Bienen unheimlich faszinierende Wesen.

  • Mal ins Volk schauen und prüfen, ob Stifte vorhanden sind.

    Das habe ich mir fürs kommende Wochenende vorgenommen, damit die Bienen sich erstmal ein bisschen erholen können.

    Guter Entschluss. Gut ist außerdem das Du noch Ableger hast. Für den Fall aller Fälle, dass die Königin doch Schaden genommen hat und das dies der Grund für die Lethargie ist, hast Du eine Königin, kannst den einen Ableger auflösen und den anderen noch verstärken. Aber erst mal abwarten, vielleicht ist das nur ein Gedankenspiel.