Holz Mini Plus zur Überwinterung isolieren?

  • Hallo,


    ich habe da eine kleine Frage. Ich habe momentan eine Mini Plus Beute mit drei Zargen, die noch weiter wächst und die ich gerne Überwintern möchte. Der allgemeine Tenor zur Überwinterung in Holz Mini Plus ist ja nicht eindeutig. Umziehen in eine Styrobox oder in eine Überwinterungskiste möchte ich nicht, eine Viereraufstellung zum gegenseitigen Wärmen geht auch nicht, da ich ja nur eine habe.

    Gibt es eventuell Erfahrungen mit ein paar Dämmplatten, die man außenrum und oben anbringt? Gibt das eventuell Probleme mit Schwitzwasser?


    Viele Grüße Ronald

  • Hallo Ronald,


    das Problem bei so kleinen Kisten ist generell, dass die Wintertraube bei Kälte nicht einfach von der kalten Aussenwand wegrücken kann. Daher kommen die Völkchen in der 4er Aufstellung halbwegs klar.

    Sobald du Holz mit Styropor o.ä. kombinierst "kann" es zu Stellen mit Schwitzwasser kommen. Das wird dann schnell ekelig.

    Ansonsten gibt es auch noch die Möglichkeit die Mini-Waben in einem Dadant-Honigraum o.ä. einzuhängen.

    Wenn du es trotzdem im Mini ausprobieren willst, dann würde ich einen Styropordeckel (Einlage?) und einen halbwegs offenen Gitterboden empfehlen.


    Gruß Jörg

  • Hallo Jörg,


    die Beute hat einen Gitterboden. Ich habe noch reichlich Schaafswolle und Bretter und wollte mir da eventuell eine hinterlüftete Dämmmanschette bauen. Auf Styropor habe ich keine Lust.


    Gruß Ronald

  • M+ Holz 3-Zargig überwintern wir schon im 3. Jahr ohne Probleme und ohne zusätzliche Isolierung. In Einzelaufstellung.

    Naja Südpfalz vs. Wuppertal... Und die letzten 3 Winter waren auch nur so bessere Herbste.


    Ich überwintere auch ein paar Minis im 4er Block. (Königinnenreserve) Aber so richtig prall sehen die nicht aus.

    Eine vernünftige Kiste ist die bessere Alternative.


    Gruß Jörg

  • Bei Minis ist generell Feuchtigkeit ein Problem. Deshalb offener Boden. Die nachträgliche Dämmung verhindert nicht, dass Dein Holz kalt wird. Wie Jörg schreibt, für einen warmen Kopf sorgen. Entweder Styropor, oder so wie Du willst, aber dann Folie auf die Oberträger..

  • Das das Dach wärmeisoliert sein sollte ist schon klar. Wenn ich dann aber oben noch eine Folie reinpacke ist das nicht eher nachteilig, weil sich da dann das ganze Wasser auskondensiert sammelt. Wäre was luftiges, aber wärmendes nicht sinnvoller?

  • Bei Minis ist generell Feuchtigkeit ein Problem. Deshalb offener Boden. Die nachträgliche Dämmung verhindert nicht, dass Dein Holz kalt wird. Wie Jörg schreibt, für einen warmen Kopf sorgen. Entweder Styropor, oder so wie Du willst, aber dann Folie auf die Oberträger..

    Wachstuch hab ich drauf. Kein Schimmel. Aber der Boden muss auf sein. Mach ich den zu, und es regnet, kann man zuschauen, wie sich das Holz vollsaugt....

  • Ich habe in den letzten zwei Jahren Mini Plus in drei Zargen in Holz und Styropor ohne Aussenisolierung mit isloierten Deckel und offenen Boden über den Winter bekommen.

    Allerdings gab es in den letzten zwei Jahren am Niederrhein den Winter nur auf dem Kalender.

    Das Einpacken von Beuten hat schon mein Opa betrieben.

    Leider ist das aus den Köpfen der Imker nicht raus zu bekommen.

    In Amerika gab es die Mode, die Beuten komplett mit Laub abzudecken.

    Ergebnis ist immer das Gleiche.

    Feuchtigkeit, Schimmel, Häufige Auflösung der Wintertraube, hoher Futterverbrauch,

    Abarbeitung der Bienen und somit eine schlechteren bis gar keiner Auswinterung als Konsequenz.

    Das wurde hier im Forum Klasse und anschaulich Analysiert, warum es keinen Zweck hat Beuten zu isolieren. Theoretisch kann man die Bienen auch in 3 mm dicken Beuten einwintern, da die Wärme in der Wintertraube ist und nicht ausserhalb.

    Zugegeben, da würde ich mich aber auch nicht wohl mit fühlen.


    Das gilt leider nicht für die Frühjahrsentwicklung.

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Neutral und unbelastet.

  • Hallo, auch ich habe bereits erfolgreich in Holz Minis überwintert.

    Völker waren stark und 5Zargig.

    Einen Schwächling habe ich jedoch mal verhätschelt, eigentlich viel zu mau aber ein Versuch war es wert.

    Ich stellte den schwachen 3Zarger einfach in einen großen Zanderkasten auf offenen Gitterboden.

    Die Beute in der Beute sozusagen. Hat tadellos geklappt. Ob es auch so gegangen wäre ???

    Viel Erfolg.

  • Wegen der Isolierung würde ich nichts machen, das einzige was interessant sein könnte ist ein Wetterschutz, damit weniger Wasser ans Holz kommt. Dafür z.B. Dachpappe, Teichfolie oder 3 mm Doppelstegplatten um die Beute Wickeln.


    Dabei sollte eine Zirkulation zwischen Wickel und Beute möglich sein wegen Kondenswasser.