Umzug mit Bienen

  • Hallo,


    ich werde Ende des Jahres umziehen (ca. 500 km) und möchte meine Bienenvölker mitnehmen. Da sich ein Transport der Völker im Dezember mit Wintertraube schlecht macht, würde ich sie direkt nach dem Einfüttern Ende September/Anfang Oktober umziehen wollen. Ich hoffe darauf, dass an diesen Tagen keine Minusgrade vorliegen, so dass die Bienen nicht in der Wintertraube sitzen. Gibt es sonst Einwände gegen diese Zeit? Hat jemand Erfahrung mit so später "Wanderung"?

  • Keine Einwände.

    Nur eine Bemerkung: Würde nicht mit aufgefütterten Völkern wandern (wer schonmal Wabenabrisse durch Wanderung erlebt hat, weiß, was ich meine), sondern die Völker vor der Einfütterung transportieren.

  • Gute Zeit für Umzug aus eigener Erfahrung ist Ende Februar nach dem Reinigungsflug. Im geschlossenen Kastenwagen ist es auch eher wärmer als am Stand um diese Zeit. Die Kisten sind ein bisschen leichter und die Wintertraube ist eher locker besetzt. Vielleicht kannst Du die Kästen etwas länger stehen lassen - es passiert ja nichts, außer ggf. Reinigungsflug; das muss man vorher erklären.


    Viel Erfolg!

  • Ich musste dieses Jahr Anfang Februar mitten im kalten Winter meine Bienenvölker von Baden-Württemberg nach NRW umziehen (500 km). Fazit: Sie haben alle überlebt und sind stark ausgewintert (kein Abkoten in der Beute, Futterabriss, heruntergefallene Bienentrauben etc.). Bienen verkraften manchmal mehr als man denkt 😉 Auch wenn ich „Bauchschmerzen“ beim Umzug hatte.

    ca. 10 Völker auf DNM 1,5 (Segeberger) im schönen Hochsauerland

  • Ok, vielen Dank für die Erfahrungsberichte und Tips! Bis Februar kann ich die Bienen leider nicht am alten Stand stehen lassen. Aber dem Wandern Ende September steht dann ja nichts entgegen und komplett ausgefüttert werden sie dann am neuen Platz.

  • Ich hol den alten Thread nochmal aus der Versenkung, da ich für meine Frage keinen extra aufmachen wollte.

    Ich habe es bisher immer vermieden, Völker über den Winter umzuziehen.

    Jetzt muss ich es aufgrund äußerer Umstände noch vor Weihnachten durchziehen.

    Mein Plan ist die häufig bei uns auftretende Warmphase kurz vor Heiligabend abzuwarten und dann möglichst bei >10°C die Kisten abzufahren. Ich bin ca. eine Stunde unterwegs und kann wählen zwischen offenem Pickup und geschlossenem Kombi. Was ist eurer Meinung nach das kleinere Übel? Die grenzwertige Temperatur auf der Ladefläche und das daraus resultierende mögliche Verkühlen auf dem Gitterboden oder die warme Fahrt im Kombi und der mögliche Kälteschock beim Ausladen?

    Löst sich die Wintertraube überhaupt so schnell auf, dass das bei einer Stunde Fahrt passieren kann?

    Manuel91 : Hast du den Umzug damals im geschlossenen Auto durchgezogen?

    Ich bin dankbar für jeden Tipp.

  • Die grenzwertige Temperatur auf der Ladefläche und das daraus resultierende mögliche Verkühlen auf dem Gitterboden oder die warme Fahrt im Kombi und der mögliche Kälteschock beim Ausladen?

    Der Kombi muss ja nicht warm sein, bist du ja selber dabei. Fenster auf, Heizung aus und Jacke an.


    Aber der einzig relevante Punkt wäre für mich die Vibration. Auf der Ladefläche vom Pickup holpert es doch schon mal schnell, da ist der Transport im Kombi sicherlich schonender. Geht ja anscheinend auch nicht um tausende Völker, sonst wäre der Kombi ja nicht im Rennen.

  • Nachts, Heizung aus, Radio aus. Ich zieh mir immer noch den Schleier über und warte auf eine Polizeikontrolle, hihi.

    Viele liebe Grüße und bleibt vorsichtig

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Ja ... ich bin mal ne Stunde ohne Schleier Autobahn gefahren, war kein so cooles Gefühl mich darauf zu konzentrieren falls ich einen Stich ins Ohr bekomme trotzdem normal weiter zu fahren.

    Imker seit Februar 2020
    12er DNM im Warmbau, ab 2021 10er DD