HILFE - Bienen extremst aggressiv; AS-Behandlung unmöglich

  • Also ich sah ja schon Imker, die bei solchen Biestern einfach auf die Schwarmzeit warteten. Schön das Volk auf einer Zarge sitzen lassen, irgendwann wirds denen schon zu eng.

    Der Gedanke, falls ein Imker den Schwarm einfangen sollte, ja, wie soll ich sagen... der wird auch seine Freude damit haben.


    Schon mal was vom Königinfangkäfig bzw. Doppelkäfig gehört? Soll angeblich funktionieren.


    Wie auch immer, vlt. findest ja entsprechende Hilfe und Unterstützung.

    Mit viel Geduld und Rauch, sowie langsame Bewegungen, hab ich bisher jede böse Mami erwischt.


    Wünsch dir viel Erfolg!

    Mit freundlichen Grüßen, Lachnide

  • Imker, die bei solchen Biestern einfach auf die Schwarmzeit warteten. Schön das Volk auf einer Zarge sitzen lassen, irgendwann wirds denen schon zu eng.

    Diese Unterstellung ist doch rein theoretisch und sie löst das Problem für den Herkunftsimker keineswegs: Die Zurückgebliebenen bleiben trotz Schwarmabgang aggressiv, die Prinzessinnen höchstwahrscheinlich ebenso - das Problem setzt sich also am Herkunftsstand fort und manifestiert sich in der Gegend durch Verbreitung entsprechenden Erbgutes.


    In der Praxis ist es doch viel simpler: Der Imker überlegt sich zweimal, ob er ein aggressives Volk wirklich öffnen muß. Er beschränkt seine Eingriffe auf ein Minimum und kommt mit schwarmdämpfenden Maßnahmen im Zweifel zu spät.

  • Sorry,

    Aber das mit dem aggressiven Volk ist meist eine typisches Anfängerproblem.

    Nicht das man eins hat, sondern das man nicht konsequent die Königin terminiert.

    Es ist logischer Weise keine angenehme Aufgabe und das aggressive Volk im Rahmen der Standkontrolle zu bearbeiten ein graus.

    Da bin ich geduldig und spätestens nach der 3-5 Kontrolle erwische ich auch die ungezeichnete Königin.

    Wäre ich doch immer so durchsetzungsstark bei meinen Schwächlingen.

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Neutral und unbelastet.

  • Imker, die bei solchen Biestern einfach auf die Schwarmzeit warteten. Schön das Volk auf einer Zarge sitzen lassen, irgendwann wirds denen schon zu eng.

    Diese Unterstellung ist doch rein theoretisch und sie löst das Problem für den Herkunftsimker keineswegs: Die Zurückgebliebenen bleiben trotz Schwarmabgang aggressiv, die Prinzessinnen höchstwahrscheinlich ebenso - das Problem setzt sich also am Herkunftsstand fort und manifestiert sich in der Gegend durch Verbreitung entsprechenden Erbgutes.


    In der Praxis ist es doch viel simpler: Der Imker überlegt sich zweimal, ob er ein aggressives Volk wirklich öffnen muß. Er beschränkt seine Eingriffe auf ein Minimum und kommt mit schwarmdämpfenden Maßnahmen im Zweifel zu spät.

    Freut mich wirklich für dich, dass du zu denen gehörst, die es mal wieder besser wissen.

    Ich werde dich heute Abend in mein Gebet mit einschließen, alles wird gut :*

    Mit freundlichen Grüßen, Lachnide

  • Anfängerfrage mal dazwischen: Ihr drückt eine Königin ja sicherlich nicht ab, wenn das Volk nur ein einziges mal aggressiv war. Ab wann ist für euch die Grenze erreicht, wo ihr sagt, es ist nicht nur ein Zufallsphänomen an diesem einen konkreten Tag, sondern das Volk ist einfach so aggressiv und die Königin muss weg.

  • Imker, die bei solchen Biestern einfach auf die Schwarmzeit warteten. Schön das Volk auf einer Zarge sitzen lassen, irgendwann wirds denen schon zu eng.

    Diese Unterstellung ist doch rein theoretisch und sie löst das Problem für den Herkunftsimker keineswegs: Die Zurückgebliebenen bleiben trotz Schwarmabgang aggressiv, die Prinzessinnen höchstwahrscheinlich ebenso - das Problem setzt sich also am Herkunftsstand fort und manifestiert sich in der Gegend durch Verbreitung entsprechenden Erbgutes.


    In der Praxis ist es doch viel simpler: Der Imker überlegt sich zweimal, ob er ein aggressives Volk wirklich öffnen muß. Er beschränkt seine Eingriffe auf ein Minimum und kommt mit schwarmdämpfenden Maßnahmen im Zweifel zu spät.

    Freut mich wirklich für dich, dass du zu denen gehörst, die es mal wieder besser wissen.

    Ich werde dich heute Abend in mein Gebet mit einschließen, alles wird gut :*

    Ich finde Ribes Einwand nun nicht so verkehrt. Ansonsten würde jede Zucht auf ein friedliches Wesen ad absurdum geführt.


    Wir hatten an unserem Stand zuhause sehr aggressive Völker in der näheren Umgebung. Leider machte sich diese Wesensart auch bei den am Heimatstand begatteten Königinnen bemerkbar und zwang uns dazu abzuwandern. Zum Glück konnten wir das Problem durch Umweiseln der Nachbarimker lösen.


    Also immer bedenken, dass wir auch andere Imker mit unserem Material beeinflussen.


    Gruß Micha

  • Wenn ein Volk etwas "griffiger" ist, sonst aber völlig o.k., arbeite ich mit Schleier. Merkt man ja schon beim Öffnen, wenn alles hochfliegt...


    Werde ich immer wieder angeflogen, ist das Volk markiert. Wenn das 3 - 4 mal nacheinander so ist und sich immer wieder zeigt, wird umgeweiselt. Nicht sofort, jedoch am Ende der Saison, falls sie nicht andere herausragende Merkmale aufweisen, z. B. wenig Milbenfall oder sehr gute Honigleistung.

    Die Drohnen solcher Völker werden ausnahmsweise vor Schlupf geschnitten.


    Mittlerweile kennt man ja seine Pappenheimer...

  • Satia,

    Das ist eine sehr intime Frage, da die Vorlieben bei jedem Anders sind.

    Auch sehe ich das jetzt schon njcht mehr als Anfängerfrage.


    Erstmal stellt sich für mich persönlich die Frage:

    Woran liegt es, dass das Volk so aggressiv ist?

    Wie so oft steht die Dummheit manchmal hinter der Kiste. So hatte ich mal aus versehen den Varroaschieber in einem Volk vergessen und bei 30 Grad waren die Damen sehr aggressiv. Als ich meinen Fehler bemerkt habe, war das vorbei.

    Auch Wetter, Räuberei,.imkereiliche Fehler, Futtermangel und Krankheiten usw können zu der Reaktion führen.

    Bei mir ist es so, wenn ich schon keine Lust mehr habe das Volk zu öffnen,.weil es im Verhältnis zu anderen Völkern zu aggressiv ist, ist die Entscheidung gefallen.

    Dieses Jahr hatte ich einen Ableger, dessen Bienen die Schafe über die Wiese getrieben haben. Das kann ich mir nicht erlauben.

    Auch stehen meine Bienen in Gärten von Leuten. Hier kann ich mir keine Bienen erlauben die grundlos Menschen attackieren.

    So war es auch in diesem Jahr der Fall, dass ein Grundstückseigentümer sich nicht mehr zum Aufsitzmäher getraut hat. Er ist mehrfach an den Bienen vorbeigefahren.

    Leider zeigte das Auspuffrohr dann in Richtung Beute und bei der Windstille stand die Abgasfahne in der Luft.

    Für solche Dinge können meine Bienen nichts.

    Meine Bienen dürfen mich stechen, wenn ich sie mit den Fingern drücke oder drauf packe. Auch müssen sie sich gegen Wespen wehren können.

    Allerdings möchte ich sie auch bei guten Bedingungen ohne Schleier und Handschuhe bearbeiten können.

    Ich will keine Kuschelbienen, aber auch keine Völker bei den die Bienen schon bei Attacke am Inkeranzug anklopfen.

    Irgendwo dazwischen liegen die Anforderungen des jeweiligen Imkers.

    Ich hoffe, ich habe die Frage damit einigermassen beantwortet und eingegrenzt.

    Eine genaue Spezifikation gibt es nicht.

    Allerdings habe ich gelernt, solch aggressive Völker nicht mehr zu dulden.

    Ein fauler Apfel kann dann die ganze Kiste gefährden.

    Den imkereilichen Verstand und das Feingefühl muss hier gewahrt bleiben.

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Neutral und unbelastet.

  • Könnte man, wenn man einen solchen Kandidaten bis Ende der Saison laufen lässt, bevor man umweiselt, ein Absperrgitter vors Flugloch tackern? Also um die Drohnen drin zu halten und das Erbgut somit auszusortieren? Oder gibt's dabei Probleme?

    "Normalität ist eine Illusion. Was für die Spinne normal ist, ist Chaos für die Fliege. "

    Moticia Adams ;)

  • Dann hast du hunderte Tote Drohnen vor dem Flugloch liegen.

    Zudem wirkt das Absperrgitter ein bischen als Pollenabstreicher.

    Die restlichen Drohnen verlassen dann in einer Wolke die Hütte, sobald du den Deckel hebst.

    Sorry, ist leider Murks

    Freier Imker

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    Neutral und unbelastet.

  • Danke für die Hinweise... War nur ne Überlegung aus mangelnder Erfahrung... An das abfliegen bei der Durchsicht hab ich gar nicht gedacht....

    "Normalität ist eine Illusion. Was für die Spinne normal ist, ist Chaos für die Fliege. "

    Moticia Adams ;)