Bienen im (Erd)-Keller überwintern

  • Hallo,


    wenn ich richtig informiert bin, dann verliert die Varroamilbe nach ca. 100 Tagen die Fortpflanzungsfähigkeit. Da wir keinen richtigen Winter mehr haben, gibt es deshalb auch keinen längeren brutfreien Zeitraum.


    Was haltet ihr von der Idee die Bienen zwischen Ende Oktober und Ende Januar in einem Erdkeller bei ca. 7° zu überwintern (ich hätte evtl. diese Möglichkeit). Die Königin legt eine Brutpause ein und über einen Zeitraum von einem viertel Jahr hätte die Milbe keine Möglichkeit sich fortpflanzen. Das könnte doch ein guter Start in den neuen Frühling sein.


    Kann es zu Problemen kommen, wenn die Bienen in diesem Zeitraum keinen Reinigungsflug unternehmen können?


    Seht Ihr andere Probleme? Ich bin auf Eure Meinungen gespannt!


    Gerhard

  • Hallo Gerhard,


    an sowas hab ich auch schon gedacht!


    aber Vorsicht denn die Bienen erzeugen ja CO2 und wenn da nicht richtig gelüftet wird sterben die Bienen.
    In Rusland machen das manche Imker auch habe ich gehört!


    Und in Canada werden in bestimmten Gegenden die Bienen in Hallen überwintert. Diese Hallen werden mit Gebläsen belüftet. Es gibt dazu eine Wissenschaftliche Arbeit, die ich aber nicht genau kenne! Dort macht man das weil es ab und zu sowas wie der Föhn in den Alpen gibt wo es mitten im Winter inner halb von 24 Stunden von -20° auf + 16° geht, und die Bienen dann fliegen und nicht mehr heim kommen.


    Ich selbst dachte schon an kalte Plätze im Gebierge was wegen der Lüftung einfacher und sicherer wäre


    Grüße

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Hallo zusammen, in Russland und Kanada werden die Völker in Kellern und Hallen überwintert, weil dort im Winter Minustemperaturen herrschen, mit denn kaum ein Bienenvolk fertig wird. Das hat mit der Varroa nichts zu tun. In Kanada werden erst seit einign Jahren Bienenvölker überwintert. Durch das Auftreten der Varroa im Süden der USA wurde ein Importverbot verhängt. Dort kamen nämlich die Paket-Völker im Frühjahr nach Kanada. Die meisten Imkereien in Kanada haben mit der letzten Honigernte gleichzeitig ihre Völker abgetötet :evil: ! Keine Kosten für Überwinterung, dadurch niedrigere Honigpreise! Volle Honigtöpfe wünscht Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo Lothar,


    weist du mehr über das Überwintern in Kellern?
    bei uns im Verein hat das mal einer vor vielen Jahren gemacht, wo es mit Nosema so viele Völkerverluste gab! Da war der Gedanke der, daß die Völker zu früh in Brut gingen, das zur Folge hatte, daß die Bienen zu sehr geschwächt wurden.
    Diese Kellerversuche von damals hatten nicht den gewünschten Erfolg. Es gab Schwierikeiten mit der Feuchtigkeit und auch Co² war wohl beteiligt, denn es starben auch einige!
    Der Kellerversuch wurde insgesammt 3 Winterlang gemacht! dannach eingestellt.


    Gruß

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Wenn Ihr drei Versuche mit Kellerüberwinterung gemacht habt, habt Ihr dreimal soviel Erfahrung wie ich. Aber hier zeigt sich wieder die Erfahrung, das Betriebsweisen, hier die Kellerüberwinterung gegen Nosema, der Feind der Zucht sind. Eine Auslese auf später brütende Bienen hätte hier wohl mehr Erfolg gezeigt. Volle Honigtöpfe wünscht Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo zusammen, Versuche zur Kellerüberwinterung hat es schon oft gegeben und werden wohl immer wieder gemacht werden. Da sich diese Form der Überwinterung nur in Gebieten mit extremen Wintern durchgesetzt hat und bei uns nicht allgemein üblich ist, sollte sich die Frage nach der Notwendigkeit derselben von selbst beantworten. Mit Auslese nach einer Biene mit guter Winterfestigkeit und guten Überwinterungseigenschaften ist uns meiner Meinung nach mehr geholfen. Mit Zucht auf Leistungseigenschaften kommen wir in der Imkerei zu Fortschritten! Betriebsweisen können uns nur solange helfen, bis wir Bienen mit entsprechnden Eigenschaften haben! Wobei aber die Gefahr besteht, diese nicht zu erkennen, wenn wir die Betriebsweisen zum Selbstzweck verkommen lassen. Volle Honigtöpfe wünscht Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Freunde,
     
    ich muss doch diesen Thread nochmals in Vordergrund stellen, weil ich finde dass an Pfarrer Kneipps Idee, Gute Bienenvölker einzugraben, was dran sein muss. Und weil ich diesen Winter eigene Erfahrungen gemacht habe und viel im Forum gelesen habe.
     
    Er schreibt ja dass man die Völker unbedingt vor jedlicher Art von Feuchtigkeit schützen muss.
     
    Eingegrabene Bien haben immer Ruhe, keine Mäuse keine Sonne keine Vögel keine Stürme etc etc, Sie haben immer die gleiche Temperatur, 6 Grad Erdtemperatur. Nach meinen bisherigen Wissen also Optimal!:-D:-D Die Erde ist locker aufgeschichtet dadurch lüftig...gehe ich mal von aus, die Bienen verfallen in einen leichten "Schlaf" und verbrauchen ganz wenig Sauerstoff, Wasser und Fütter. Sie Meditieren sozusagen.
     
    Also ich werde, falls "Gott" so will, nächstes Jahr mit einem Volk eine Probe machen und ich hoffe es findet sich noch der eine oder andere der mitmacht.
     
    Eine Frage habe ich hier schon aber troztdem, wie hoch ist ein halber Fuss Erde über den Kasten?!?

  • Hallo, Mimis,
    ein Fuß = etwa 30cm, also halber Fuß 15cm, eine reichliche Handbreit.
    Das würde hier aber nicht reichen, aktuell ist der Boden wegen Frost seit Mitte Dezember etwa 35-40cm gefroren....

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • hallo Sabine,
     
    das würde mir aber erklären wie Sie es ohne neue Luft schaffen...Ich glaube bei 15 cm kommt unten noch Luft an. Also für kleine Bienen völlig ausreichend.
     
    Der Frost kommt oben nur ganz leicht an. Unten gibt es aber eine "Heizung" von konstant 6 Grad, so kann ich mir vorstellen, dass es im Raum zu einen Ausgleich kommt!?

  • Hallo Sabi(e)ne,
    hast du Pratzen

    Zitat

    ein Fuß = etwa 30cm, also halber Fuß 15cm, eine reichliche Handbreit.

    . Leute wie ich, welche nicht beim Dorfschmied in die Lehre gingen, kommen gerademal auf 10 cm oder 1/3 Fuss. ImkerInnen sollten ein feines Händchen haben.
     
    Gruß
    :roll:Herbert

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • :lol: Sorry, kann ich nicht mit dienen, ungeeignet als Hebamme :lol:, Handschuhgröße XL für Mädels, was L bei Herren ist...(ich krieg auch keine Armreifen, die über meine Hand passen würden...aber ich trag eh keinen Schmuck :lol:)

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Freunde,
     
    Er schreibt ja dass man die Völker unbedingt vor jedlicher Art von Feuchtigkeit schützen muss.
     
    Eingegrabene Bien haben immer Ruhe, keine Mäuse keine Sonne keine Vögel keine Stürme etc etc, Sie haben immer die gleiche Temperatur, 6 Grad Erdtemperatur. Nach meinen bisherigen Wissen also Optimal!:-D:-D Die Erde ist locker aufgeschichtet dadurch lüftig...gehe ich mal von aus, die Bienen verfallen in einen leichten "Schlaf" und verbrauchen ganz wenig Sauerstoff, Wasser und Fütter. Sie Meditieren sozusagen
    Eine Frage habe ich hier schon aber troztdem, wie hoch ist ein halber Fuss Erde über den Kasten?!?


    Wie willst du dafür Sorgen das Sie nicht Nass werden?
    Wir haben im Winter des öfteren Regenperioden, wo es richtig viel Wasser gibt,
    da kann auch schnell mal von der Seite wasser darüber laufen und dann
    direkt wieder Frost hinterher, Lüftung ade.