Aggressive Jungvölker

  • Guten Morgen,

    Das Thema wurde ja schon öfter diskutiert. Selbst bei „gutem Material“ sind die Bienen auch mal schlecht drauf, „Stich“-Wort Temperatur/Luftfeuchte. Entscheidend ist auch wie man sich an den Bienen bewegt, meiner Meinung nach merken sie schon eine ruhige/sachliche Arbeitsweise vom Imker und viel Rauch verhilft auch nicht immer zu ruhige Bienen. Kurios ist auch, wenn ich bei einem Imkerkollegen bin, bekomme ich eher einen Stich ab als mein Kollege. Umgedreht, wenn er bei mir ist fängt er sich eher einen Stich ein. Aktuell führe ich ca. 30 Wirtschaftsvölker und einen nicht unerheblichen Satz an Mini+ , der Schleier liegt immer mit dabei, wird aber selten genutzt. Grundsätzlich mag ich die Bienen nicht die zu sanftmütig sind und über die Waben förmlich schleichen, etwas Biss sollte schon noch sein, stechen müssen sie deshalb nicht gleich.

    Oft merkt man schon beim Öffnen der Beuten anhand wie die Bienen auffliegen, ob man sich besser doch schützen sollte. Grundsätzlich stört mich der Schleier und die Handschuhe beim Arbeiten. Spätestens beim Königin fangen usw. ist es besser ohne. Bei tieferen Eingriffen trage ich natürlich auch Schleier/Handschuhe, um hier zügig durchzukommen.



    Grüße Stefan

  • Bienen sind super Lehrer. Unterrichtet wird über Hände und Augen. Inwieweit man da was lernt, wenn man sich blind und gefühllos macht, muß jeder selber entscheiden ;)

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Hallo


    Dunkle Kleidung macht bei normalen Bienen nichts aus


    Gruß Uwe

    Wir sehen nur gerade wieder einmal, dass der Begriff normal ein biegsamer ist.

    Für manche ist es Normal im Vollschutz Imkern zu müssen, andere Weiseln um.

    Trump findet sich sicher auch Normal....

    Ich bin froh, dass diese Normalität zu Tage tritt, denn nur so kann man lernen wer Freund und Feind ist.

    Wie beim I'm Vollanzug Imkern.

    Das waren die bisherigen US-Präsident.... Immer gut abgedeckt....

    NORMAL IST, WAS MAN SELBER ALS SOLCHES DEFINIERT.....

    Frage fünf Imker, bekomme sieben Antworten und bilde Dir die achte Meinung.

    Das sind Imker Foren...

    Keiner hat Unrecht, nur den Weg, den muss man selber finden.

    In der eigenen Lage, Höhe, Umgebung, mit der eigenen Genetik.

    Und können, oder Unvermögen.

    :thumbup:

  • Ja, schon.

    Nur eben nicht, dass stichige Bienen heutzutage noch als NORMAL angesehen werden....

    Frage fünf Imker, bekomme sieben Antworten und bilde Dir die achte Meinung.

    Das sind Imker Foren...

    Keiner hat Unrecht, nur den Weg, den muss man selber finden.

    In der eigenen Lage, Höhe, Umgebung, mit der eigenen Genetik.

    Und können, oder Unvermögen.

    :thumbup:

  • Ich finde es bezeichnend, dass ich (zumindest gefühlt) immer ganz zum Schluss gestochen werde, wenn ich denn gestochen werde. Also beim letzten Volk, beim letzten Handgriff. Vermutlich dann, wenn ich schon mit den Gedanken woanders und etwas schludrig bin.

  • Jedenfalls trage ich einen Schleier, da halt um die Augen gerne mal gestochen werden

    Kann ich nicht bestätigen. Ich hatte zwar schon Stiche am Kopf/Hals/Backen/Nacken, aber noch nie in der Nähe der Augen. 95% der Stiche geht in die Finger.


    Daher die dunkle Kleidung vermeiden.

    Kann ich ebenfalls nicht bestätigen. Je nach Wetter in Badeschlappen, Shorts und ohne T-Shirt. Oder wenn es "frisch" ist, eben dunkle Jeans und dunkler Pulli. Kann da keinen Unterschied bemerken. Dunkel, weil man da die Propolis-Flecken nicht so sieht. Oh, und die Klamotten werden auch nicht im Wochen-Rhythmus gewaschen.


    Wo ich tatsächlich Unterschiede bemerke:

    • starkes Volk vs schwaches Volk
    • Frühjahr vs Spätsommer
    • kein Flugwetter: alte grantige Tanten langweilen sich
    • Räuber unterwegs
    • Trödeln und/oder Hetzen bei der Bearbeitung


    Das mit der dunklen Kleidung habe ich auch schon oft gelesen. Kann das aber bei mir nicht beobachten.


    Was auch gerne mal unter den Tisch fällt: Keine Bananen essen, wenn man zu den Bienen geht!

  • Ich glaube, dass die sehr unterschiedlichen Erfahrungen auf unterschiedliche Arbeitsweisen und Bienengenetik zurückzuführen sind.

    Ich versuche eigentlich immer ohne Schleider o.ä. zu arbeiten, weil er mich einfach stört und man im Sommer eher schwitzt. Das klappt zu 95% sehr gut. Und im Sommer auch in kurzer Hose und Sandalen.

    Stecher sortiere ich natürlich zeitnah raus.

    Allerdings hatte ich mir im letzten Jahr mal andere Königinnen gekauft und die waren auch anders aggressiv. Erst sitzen die recht fest auf den Waben und ab einem gewissen Punkt kommen die massiv und stechen auch in die Hände, was ich vorher so nicht kannte. In der Tracht geht es, aber jetzt sind sie schnell ziemlich unangenehm.

    Meine anderen Abstammungen sind wirklich gut händelbar, nur bei Kälte oder mieser Behandlung fliegen sie auf.


    Gruß Jörg

  • Also...

    wir sind jetzt im 3. Jahr mit Bienen.

    Im ersten Jahr hatten wir auch einen etwas aufgeregten Ableger, wir haben schon übers auswechseln der Königin nachgedacht aber es dann gelassen.

    Im 2. jahr einfach total brav.

    Auch unsere selber nachgezüchteten Königinnen sind sehr zahm.

    Meist gehen wir mit Schleier an die Bienen, da wir auf Grund der örtlichen Gegebenheiten immer ein bisschen in Flugrichtung stehen müssen.

    Aber auch Honigernte ohne Schleier kein Problem.

    Probleme nur bei gewittrigem Wetter.

    Hungrige Bienen sind auch aggressiv. !!! Das hatten wir dieses Jahr öfters.

    Farbe der Kleidung egal - auch wenn ich eine Bärenstatur habe.

    No go sind für mich Schlappen oder Sandalen - Arbeitsschuhe sind Pflicht.


    Friedliche Grüße Uli

    Genieße das Leben.

    Sei Dankbar und Glücklich.