Lagerung von Honigkübeln

  • Ich habe ein ähnliches Problem.

    Momentan arbeite ich dem mit 2 Entfeuchtern entgegen. Die verbrauchen Energie und erzeugen Wärme, die wiederum durch das Klimagerät entfernt werden muss. Das führt zu einem enormen Energieverbrauch, den ich vermeiden möchte.

    Anstelle des Lufttrockners wird eine Mini Brauchwasser Wärmepumpe installiert. Diese enzieht dem Raum die Wärme um damit meinen vorhandenen Pufferspeicher zu erhitzen, wenn Kälte oder Trocknen angefordert werden.

  • ich träume auch von einer Wärmepumpe, oder besser einem Split-Gerät.

    Würde dann den Schleuderraum schön Wärmen können, und den Honiglagerraum Kühlen. :)

    Dazwischen nur 7 Meter über den Flur für die Rohrleitung.

    Macht schon jemand so etwas, wo Kühlen auf 10°C möglich ist?

  • Anstelle des Lufttrockners wird eine Mini Brauchwasser Wärmepumpe installiert. Diese enzieht dem Raum die Wärme um damit meinen vorhandenen Pufferspeicher zu erhitzen, wenn Kälte oder Trocknen angefordert werden.

    Hast Du im Hochsommer solch einen hohen Warmwasserbedarf?


    Ich möchte bei diesen Aussentemperaturen eher nicht mit 60°C duschen.


    Wenn das erst in der Planung ist (Du schreibst "wird"), solltest Du das Konzept noch einmal überdenken.


    Wasser kann zwar viel thermische Energie aufnehmen. Aber eben nicht unendlich viel. Die Energie muss auch irgendwohin abfliesen können. Die Energie die Du durch die Kühlung des Raumes in Deinen Pufferspeicher einbringst muss auch aus dem Pufferspeicher wieder abfliesen. zB durch heiss duschen.


    Und ab 70°C geht es langsam aber sicher an die Grenze dessen, wofür so eine Brauchwasserinstallation ausgelegt ist.

  • Vor Installation des Lufttrockners war der Kellerraum selbst im Hochsommer angenehm kühl, jedoch leider viel zu feucht.

    Entsprechend wird die Wärmepumpe in Zukunft hauptsächlich zur Entfeuchtung eingesetzt werden.

    Es soll ja kein überdimensionierter Kühlraum sondern nur wieder ein 'natürlich' kühler aber eben trockener Kellerraum.


    Über die produzierte Nutzwärme mache ich mir keine Sorgen, vor der Terrasse sind 40 Kubikmeter Wasser, die über den Pufferspeicher beheizt werden können.

  • Ein Kühlaggregat von einem Kühlanhänger, fängt gleich das Kondensat mit auf. Da ja die Kühlung der kühlste Punkt im Raum ist, kondensiert das Wasser natürlich dort.

    Auch ohne Bautrockner der wieder Wärme produziert.

    Von wegen Folie auflegen. Wenn die Eimer in Ordnung sind, dann kann eine Folie sicher auch nicht mehr ausrichten. Wenn die Eimer Mist sind, dann stellt die Eimer als Putzeimer zur Seite und schafft Euch neue an. Wichtig dabei, immer eine Platte dazwischen beim stapeln, dann liegt der Deckel mit Druck auf. Dichter wird es nicht. Wenn man da wirklich eine Rechnung aufmachen will, dann kannst Du Dir vermutlich fünfmal im Jahr neue Eimer kaufen, gegenüber Anschaffung und Unterhalt Kühl- und Trocknungsgeräte. Ich hab auch eine Kühlzelle, aber mangels Keller. Im Keller bei gleichmäßiger Temperatur mit ordentlichen Eimern, richtig gestapelt, hätte ich keine Bedenken.

    Die Dosis macht wie immer das Gift und ich meine, hier wird wie so oft, mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Die wenigsten Hobby Imker werden vermutlich den Honig zehn Jahre aufbewahren, oder?

    Man kann, muß aber nicht immer, das technisch Mögliche auch ausreizen.

    Monetär gesehen macht es eh keinen Sinn.

    Man kann ohne Bienen leben, aber wie halt.

  • Vor Installation des Lufttrockners war der Kellerraum selbst im Hochsommer angenehm kühl, jedoch leider viel zu feucht.

    Entsprechend wird die Wärmepumpe in Zukunft hauptsächlich zur Entfeuchtung eingesetzt werden.

    Es soll ja kein überdimensionierter Kühlraum sondern nur wieder ein 'natürlich' kühler aber eben trockener Kellerraum.


    Über die produzierte Nutzwärme mache ich mir keine Sorgen, vor der Terrasse sind 40 Kubikmeter Wasser, die über den Pufferspeicher beheizt werden können.

    Genau diese Luftfeuchte macht ja Deinen Keller auch im Hochsommer schön kühl.

    In dem Moment, in dem Du die Luft trocknest, musst Du Deinen Keller kühlen.

    Mal ganz abgesehen von dem enormen Feuchtetransport aus dem umliegenden Erdreich der dann beginnt. Wenn dann Deine Kellerwände vom mittransportierten Salz weiß werden, dann hast Du ordentlich Saliter der dort ausblüht. Bauphysikalisch startest Du dort eine riesige Kettenreaktion.

    Ich glaube nicht dass Du auf Dauer Sieger bleibst.

    Man kann ohne Bienen leben, aber wie halt.

  • Ein Kühlaggregat von einem Kühlanhänger, fängt gleich das Kondensat mit auf. Da ja die Kühlung der kühlste Punkt im Raum ist, kondensiert das Wasser natürlich dort.

    Und wohin transportiert dieses Kühlaggregat die dem Raum entzogene Energie? Ins Nirvana?


    Ein Split-Gerät ist die Lösung. Dieses hat auch einen Kondensat-Ablauf.

  • Ein Kühlagregat vom Kühlanhänger ist quasi ein Split Gerät am Stück.

    es durchbricht die Wand und gibt die Wärme auf der anderen Seite ab. Falls im Nebenraum die Wärme erwünscht ist, dann dorthin. Falls raus aus dem Haus, dann durch die Außenwand.

    Man kann ohne Bienen leben, aber wie halt.

  • Ein Kühlagregat vom Kühlanhänger ist quasi ein Split Gerät am Stück.

    Allerdings mit einer für den Anhänger angepassten Konstruktion. Ist somit von der Anordnung sehr eingeschränkt.

    es durchbricht die Wand und gibt die Wärme auf der anderen Seite ab.

    Dazu musst Du erst einmal ein Riesen-Loch in die Wand hauen, so dass eine Hälfte des Gerätes durchpasst.


    Ein richtiges Split-Gerät wird mit einer Kälteleitung installiert, die man nahezu beliebig verlegen kann. Da reicht ein kleines Loch, durch das ein 15er und ein 12er Kupferrohr durchgesteckt werden.

  • Mal eine Frage zum Splitgerät.

    Auf wieviel Grad kann den so ein Gerät runterkühlen, damit es noch halbwegs im Kostenrahmen bleibt.

    Ist doch sicher auch begrenzt, oder?

  • Ich habe bei 20° aber keine überhöhte Luftfeuchte. Ganz im Gegensatz zu 15°C, die die auch noch 400€ zusätzliche Stromkosten verursachen (Bei 500kg Honig...).

    Bei 45-55% rF kann die Luft von mir aus wechseln wie sie will.

    Ich versuche zu begreifen, was eigentlich euer Problem ist.

    Die rH ist auf 15°C bezogen 65%. Wenn Ihr also schon bei 20°C/54%rH (OK, ist nur ein Beispiel) an der Aussenluft rappelig werdet, ist das im Prinzip Klagen auf hohem Niveau, weil die rH bei 20°C höher sein müsste. 45-55% rH ist schon eine trockene bis sehr trockene Luft.

    Ich kann mich kaum erinnern, am Arbeitsplatz mal um die 40% draussen gehabt zu haben, dort ist eine genormte Messstation für amtliche Werte. Das trat meist nur bei für unsere Breiten "extremen" Wetterlagen ein, d.h. ein stark ausgeprägtes sommerliches oder winterliches Hockdruckgebiet - an der westlichen Nordseeküste wohlgemerkt, wo das Klima seine speziellen Eigenheiten hat.


    Alles, was um die 65% bei beliebiger Temperatur ist, ist normal oder besser als normal - immer im Blick die allg. Bedingungen vor Ort! Es hängt auch von den Wetterbedingungen ab. Kontinentale (Sommer)Luft ist trockener, als maritime. Wenn ihr planen wollt, dann solltet ihr besser regelmäßig den Wetterbericht im Voraus studieren - ich fasse es nicht... Wettervorbereitung zur Honiglagerung, und das von mir... :rolleyes:


    Wenn ich draussen eine so trockene Luft habe, dann hole ich sie doch nicht in einen geschlossenen Raum, um das Wasser aus ihr dort zu konzentrieren und zum Niederschlag zu bringen, Klima und Luftfeuchte in meinem Wohnort werde ich dadurch nicht verbessern... Und JA, ich habe schon verstanden, dass es um den Wassergehalt im Honig geht. Man kann sich Probleme aber auch künstlich schaffen, die man vorher nicht hatte...


    Gruß Andreas

  • Andreas hat es erfasst.

    Ich lager meinen Honig im Gewölbekeller.

    Einmal die Woche stiefel ich darunter und stelle den Luftentfeuchter für einen halben Tag an. Wenn dann Ende September die Aussentemperaturen runter gehen, ist der Keller bis Ende März trocken genug.

    Alles was unter 55 % Luftfeuchte ist, reicht vollkommen aus.

    Da meine Regale im Keller voll waren, hatte ich den diesjährigen Honig teilweise im Schleuderraum gelagert. Den habe ich letzte Woche dann in den Keller verfrachtet und siehe da, die ersten zwei Eimer Sommerhonig sind bereits hart.

    Viel wichtiger finde ich die kühle und dunkle Lagerung.

    Mit kühl meine ich die Lagerung von unter 20 Grad und im Mittel zwischen 10-15 Grad.

    Ein Kunde will sogar ausdrücklich den Honig von 2018 von mir.

    Ein ausgezeichneter Jahrgang.

    Damit sind die letzten vier Eimer vom letzten Jahr auch weg.

    Man muss nicht aus allem eine Wissenschaft machen.

  • Man könnte es auch noch einfacher regeln, mit dem zitierten Beispiel als Grundlage:

    Wenn ich eine OAT von 24°C mit 45-55%rH vor Ort habe, dann bin ich doch nicht so dumm, und versuche, die nassere Innenluft (89%rH/16°C sind schon fast Herbstnebel, kurz vor fühl- und sichtbarer Dampf- oder Nebelbildung!) durch Kühlung zu trocknen. Es funktioniert so nicht. Ich setze damit lediglich den Taupunkt weiter herab und "quetsche" = fälle den schon sehr geringen Wasserdampf heraus, was im Resultat sogar mit 6 Litern angegeben wurde... Den Luftdruck haben wir dabei noch gar nicht bedacht, denn der spielt auch eine Rolle, noch vor dem Wassergehalt der Luft.


    In diesem Beispiel wäre die einzig richtige Maßnahme, die trockene Aussenluft in den Raum herein und mit Feuchtigkeit angereichert wieder herauszuleiten, damit die höhere, innere Raumfeuchte rein durch Zirkulation und Konzentrationsgefälle reduziert wird, nennt es meinetwegen Diffusion. Das täte auch dem Raum selbst sehr gut... Es sollte doch bekannt sein, dass warme trockene Luft mehr Wasserdampf aufnimmt, als kalte Luft... Ihr redet da quasi von einer Nasszelle in trockener Umgebung, die immer gleichmäßig nass und nasser gehalten wird.


    Hinterher, wenn die größten Differenzen ausgeglichen sind, geht es darum, sowohl primär die Temperatur als auch die Luftfeuchte möglichst gering schwanken zu lassen. Denn es sind immer noch die Temperatur und Luftdruck, die die relative Luftfeuchte bestimmen, nicht umgekehrt.


    Gruß Andreas