Oxalsäure sprühen-Blockbehandlung

  • Erklär doch mal warum Du dann von der Blockbehandlung / Sprühen abraten würdest

    Jede Behandlung schadet auch den Bienen. Daher versuche ich mit so wenig Behandlungen wie möglich Behandlungen auszukommen. Ergo rate ich, daß sich Andreas K Hilfe holt, seine Völker brutfrei macht und nur EINMAL besprüht oder bedampft.


    Tröpfeln / Sprühen sind erstens zwei verschiedene "paar Schuhe"

    Diesen Unterschied würde ich jetzt aber auch noch sehr gerne von Dir erklärt bekommen.


    Gruß Dirk

    Wenn Du tot bist, weißt Du nicht, daß Du tot bist. Aber für Dein Umfeld ist es hart.

    Genauso ist es, wenn Du blöd bist.


    Ich halte die Erkenntnis für einleuchtend, dass alle Menschen frei geboren sind und nicht alle das überhaupt wollen.

  • Zur Not kannst du ja Bayvarol Streifen reinhängen.

    Bei schlecht zu behandelnden Völkern muss ich auch ab und zu darauf zurückgreifen.
    Eine Blockbehandlung mit Sprühen stelle ich mir aber auch sehr anstengend vor...

    Steingarten ist Keingarten
    Für alle die, die kein Imker sind: gemeint ist Schottergarten, reimt sich aber nicht so prickelnd...

  • Tröpfeln / Sprühen sind erstens zwei verschiedene "paar Schuhe"

    Diesen Unterschied würde ich jetzt aber auch noch sehr gerne von Dir erklärt bekommen.

    Es gibt zahlreiche Untersuchungen und Studien, die belegen das Verdampfen und Sprühen deutlich bienenverträglicher sind als das Träufeln. 30 Sekunden googeln führten etwa zu diesem und diesem Treffer. Wenn du hier einige Minuten investierst wirst du sicher auch schnell zu dem Schluss kommen, dass Träufeln und Sprühen zwei verschiedene Paar Schuhe sind :-)

  • Für mich bestehen die Unterschiede in der Applikationsweise und der Temperatur bei der die Behandlungen wirkungsvoll durchgeführt werden können, das Sprühen bei jeder, das Träufeln nur bei niedrigen Temperaturen.

    Der Rest ist gleich. Die Bienen werden mit einer wässrigen Oxalsäurelösung benetzt.

    Wo Ihr da jetzt zwei Paar Schuhe seht, entzieht sich meiner Kenntnis, aber vielleicht möchte ja BeesPal nochmal seinen Unterschied erklären und


    seinen Beitragscounter mit belanglosen Texten füllen.

    Llecter Ich würde Dir ja sehr gerne Glauben schenken, finde jedoch keine Studie, die belegt, daß Sprühen bienenverträglicher ist als Träufeln. In den von Dir verlinkten Studien werden dahingehend leider keine Vergleiche angestellt.


    Grüße Dirk

    Wenn Du tot bist, weißt Du nicht, daß Du tot bist. Aber für Dein Umfeld ist es hart.

    Genauso ist es, wenn Du blöd bist.


    Ich halte die Erkenntnis für einleuchtend, dass alle Menschen frei geboren sind und nicht alle das überhaupt wollen.

  • Der Rest ist gleich. Die Bienen werden mit einer wässrigen Oxalsäurelösung benetzt.

    Wo Ihr da jetzt zwei Paar Schuhe seht, entzieht sich meiner Kenntnis,..

    Definitiv gilt beim korrekt ausgeführten Träufeln im Winter in selbige Traube:

    Wer 2-mal Träufelt hat sehr wahrscheinlich ein Varroa-freies, aber totes Volk im Frühjahr!

    DAS ist der Unterschied!

  • Ich würde Dir ja sehr gerne Glauben schenken, finde jedoch keine Studie, die belegt, daß Sprühen bienenverträglicher ist als Träufeln. In den von Dir verlinkten Studien werden dahingehend leider keine Vergleiche angestellt.


    Hast du da denn überhaupt reingeschaut?


    Imdorf et. al (1995) schrieb:

    Fazit:

    [...] Die Sprühmethode ist sehr gut bienenverträglich. Auch ein wiederholtes Sprühen im Spätherbst hat keine negativen Auswirkungen auf die Bienen. [...]

    Fischermühle schrieb:

    Verdampfen: Sehr gute Verträglichkeit

    Sprühen: Gute Verträglichkeit

    Träufeln: Schelchte Verträglichkeit

    Beide Dokumente stellen klar heraus, dass das Sprühen gut verträglich ist, auch bei mehrmaliger Anwendung. Das Träufeln sublethale Effekte nach sich zieht, also nicht gut verträglich ist, hast du selbst mit deiner verlinkten Doktorarbeit belegt. Wie gesagt, das war das Ergebnis von 2 Minuten googeln. Wenn du hier wirklich interessiert bist investiere zehn Minuten und du wirst sicher noch vieles mehr finden, was dies belegt. Sei es im Forum, in Papern oder wo auch immer. Die weit bessere Verträglichkeit von Verdampfen und Sprühen im Vergleich zu Träufeln ist in meinen Augen unstrittig, da hinreichend oft genau & präzise genug belegt - ich hoffe, du schenkst nicht mir, sondern den diversen diesbezüglichen Studien Glauben :)


    Das allein sagt ja aber auch nichts darüber aus ob es nicht sinnvoller ist Brutfreiheit herzustellen und 1x zu bedampfen/sprühen statt im Block zu behandeln, wie du es vorgeschlagen hast. In meinen Augen ist das auch die beste Maßnahme. Wobei es dafür mittlerweile je nach Region schon etwas spät sein könnte, immerhin haben wir ja bereits August :/

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Llecter ()

  • Ich hatte beides gelesen, aber wohl nicht so richtig... also mehr überflogen... Mea Culpa... Da steht tatsächlich: "...Auch ein wiederholtes Besprühen im Spätherbst hat keine negativen Auswirkungen auf die Bienen..."

    Ich kann es aber nach wie vor nur sehr schwer bis nicht glauben, aber da steht:.."Beim Sprühverfahren wird mit möglichst feinem Sprühnebel gearbeitet. Große Tröpfchen verschlechtern die Bienenverträglichkeit...", das wäre also ein Indiz warum sich beide Methoden in Sachen Bienenverträglichkeit unterscheiden.


    Llecter Danke für Deinen Bekehrungseifer, es ist Dir fast gelungen. Hast Du bei der Winterbehandlung schon wiederholt mit OS gesprüht?


    Gruße Dirk

    Wenn Du tot bist, weißt Du nicht, daß Du tot bist. Aber für Dein Umfeld ist es hart.

    Genauso ist es, wenn Du blöd bist.


    Ich halte die Erkenntnis für einleuchtend, dass alle Menschen frei geboren sind und nicht alle das überhaupt wollen.

  • Hallo,

    vielen Dank für die rege Diskussion!

    Ich werde heute die Völker mit OS besprühen, und den Milbenfall im Auge behalten.

    Evtl. hänge ich nächste Woche Bayvarol Streifen hinzu.

    Oder soll man das nicht mischen???

    Das waren glaube ich zwei/Volk(Zadant einzargig).

    Ich weiß, dass es hierzu sehr konträre Meinungen gibt.

    Da ich aber noch keinen eigenen Wachskreislauf habe und im HR mit Flachzargen arbeite sehe ich es als nicht zu kritisch an.

    Oder kann sich der Wirkstoff nächstes Jahr aus dem BR in den HR ausbreiten???


    Ich möchte auch meine Imkerkollegen nicht nötigen in der Sommer- und Urlaubszeit eine Tbe an meinen Völkern durchzuführen.

    Einfach nur zum...

    Und mir fällt langsam daheim die Decke auf den Kopf...

    Danke

    Jungimker

    Zander und Zadant, Einräumig

    Rheinland-Pfalz

    Donnersbergkreis

  • Nun, warum sich die beiden Methoden in der Verträglichkeit unterscheiden sei dahin gestellt. Tröpfchengröße könnte ein Punkt sein, die von BeesPal genannten Konzentrationsunterschiede, vermutlich auch noch der ein oder andere Punkt. Aber eigentlich ist mir das Warum in diesem Fall egal.


    Nein, ich habe nicht wiederholt OS im Winter gesprüht. Aber wäre meine Aussage für dich glaubwürdiger als wissenschaftliche Veröffentlichungen oder größer angelegte Versuchsreihen? Da ich meine Bienen gerne mit in den Winterurlaub nehme... bedampfe ich diese im Winter, auch mehrfach. Das funktioniert sehr gut und ist mit wenig Aufwand verbunden.

  • Ein wesentlicher Unterschied zwischen geträufelter und gesprühter Oxalsäure ist der Zucker in der Träufel-Lösung - dadurch wird die geträufelte Oxalsäure von den Bienen aufgenommen, das dürfte einen Großteil der schlechteren Verträglichkeit der geträufelten gegenüber der gesprühten (oder sublimierten) Oxalsäure bedingen.

  • Ich werde heute die Völker mit OS besprühen, und den Milbenfall im Auge behalten.

    Evtl. hänge ich nächste Woche Bayvarol Streifen hinzu.

    Oder soll man das nicht mischen???

    laut Anleitung sollst du die Steifen nicht gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln gegen die Varroose anwenden. Wenn du jetzt erst OS sprühen willst und später die Milbenbelastung misst (Sept.) und dann den Bedarf für Bayvarol erkennst, ist dies keine gleichzeitige Anwendung.


    Beipackzettel

    Steingarten ist Keingarten
    Für alle die, die kein Imker sind: gemeint ist Schottergarten, reimt sich aber nicht so prickelnd...

  • Aber wäre meine Aussage für dich glaubwürdiger als wissenschaftliche Veröffentlichungen oder größer angelegte Versuchsreihen?

    Gerade das ist mein Problem bei der Veröffentlichung der Fischermühle, es ist eben keine größer angelegte Versuchsreihe.

    "...In Nürtingen wurden acht Völker mit dem Oxalsäure Träufelverfahren behandelt...." und weiter "...da es sich um eine geringe Völkerzahl auf nur einem Standort handelt, wird dem Ergebnis eine geringe Bedeutung zugemessen..."

    Dort wird auch nicht mehrmals mit Oxalsäure gesprüht.

    Zu der von Dir zitierte Aussage von Imdorf et al. [...] Die Sprühmethode ist sehr gut bienenverträglich. Auch ein wiederholtes Sprühen im Spätherbst hat keine negativen Auswirkungen auf die Bienen. [...]", finde ich trotz Google leider keine Angaben zu Material und Methode.


    Ich habe gelernt: Mehrmalige Oxalsäureträufelung ist nicht zwingend letal, sondern nur dann, wenn kein Flugwetter herrscht und die Bienen die aufgenommene Oxalsäure nicht über den Kot ausscheiden können. Diese Erkenntnis habe ich von Liebig/Aumeier und kann sie leider nicht weiter belegen. So lange mir keiner eine Studie vorlegt, die beweist, daß das mehrmalige Sprühen von Oxalsäure in einer Nichtflugperiode bienenunschädlich ist, möchte ich das nicht glauben. Daher wäre mir Deine Aussage wichtig gewesen. Insofern sehe ich den Unterschied zwischen Träufeln und Sprühen nicht.


    Grüße Dirk

    Wenn Du tot bist, weißt Du nicht, daß Du tot bist. Aber für Dein Umfeld ist es hart.

    Genauso ist es, wenn Du blöd bist.


    Ich halte die Erkenntnis für einleuchtend, dass alle Menschen frei geboren sind und nicht alle das überhaupt wollen.

  • Nimms mir nicht übel, aber ich hab den Eindruck, dass du einfach glauben willst, was du denkst, nicht was ist. Es gibt übrigens auch einen Artikel der Fischermühle übers Sprühen, wo auch mehrfach im Winter gesprüht wurde. Suchen musts du nun selbst.


    Den Imdorf-Artikel habe ich oben übrigens als PDF verlinkt, den musst du nicht mal googeln - da steht explizit drin, das smehrfach spühen kein Problem darstellt. In der von dir zitierten Doktorarbeit steht explizit drin, dass Träufeln den Bienen schadet, daher ittiert mich diese Aussage


    So lange mir keiner eine Studie vorlegt, die beweist, daß das mehrmalige Sprühen von Oxalsäure in einer Nichtflugperiode bienenunschädlich ist, möchte ich das nicht glauben. Daher wäre mir Deine Aussage wichtig gewesen. Insofern sehe ich den Unterschied zwischen Träufeln und Sprühen nicht.

    sehr. Dass du meine meine Aussage über eigene Erfahrungen (oder die eines anderen Einzelnen der berichtet hätte) möglicherweise höher einzustufen scheinst als die Veröffentlichungen von Instituten finde ich auch zumindest hinterfragenswert.


    Ich habe gelernt: Mehrmalige Oxalsäureträufelung ist nicht zwingend letal, sondern nur dann, wenn kein Flugwetter herrscht [...]


    Bei solchen Aussagen mache einfach nur drei Kreuze, dass ich keine deiner Bienen bin. Die Kreuze kommen dann eher an die Kisten, die du mehrfach geträufelt hast weil der Wetterbericht gut war :(

  • Ich habe noch nie die Völker mit OXS besprüht, verstehe aber den Einwand mit der Bedampfung nicht. Ich habe auch nur an zwei Bienenstände Strom.

    Für ein Bedampfung reicht eine einfache aufladbare Autobatterie.

    Die Ergebnisse haben mich als Skeptiker wirklich überzeugt.

    Die Bienenverträglichkeit ist hervorragend und die Wirksamkeit ist genial.

    Wer sich an den Anwenderschutz allerdings nicht halten will, ist an der Stelle falsch beraten. Das gilt aber für alle organischen Säuren.


    Auch die Anwendung der AS im Verdunster ist Heutzutage kein Problem und wesentlich einfacher als sprühen.

    Gerade wenn ich in meinen Bewegungsablauf gestört bin, eine einfache Methode.


    Anwendungen von anderen Präparaten, die sich langfristig im Wachs anreichern, lehne ich ab.


    Das weglassen der Sommerbehandlung kann ich nicht empfehlen.

    Auch bei einer noch so wirksamen Winterbehandlung gibt es ja Gründe, warum die Milbe doch vermehrt auftreten kann.

    Auch traue ich den geringen Fallzahlen der letzten Jahre immer noch nicht ganz.

    Das nächste Varroajahr kommt bestimmt.

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Neutral und unbelastet.