Wespen schlecken die Reste aus

  • Jedes Wespenvolk produziert viele Königinnen. Die suchen sich attraktive Orte aus. Viele überleben auch nicht.

    Ich denke nicht, dass das was mit dem Füttern zu tun hat, ausser, dass vielleicht die Überlebensrate höher ist und damit die Populationsdichte.

  • Update:

    die Wespen arbeiten nicht so schnell, wie Bienen das tun würden, sind ja auch nicht so viele davon da.

    Aber die Waben werden sauber leer gefressen. Leichte Abschrotung bleibt nicht aus, aber das dürfte wirklich kein Problem sein.


    Etwas fragwürdiger finde ich in etlichen leeren Zellen zu findende kleine, weiße Partikel. Sind das vielleicht Wachsmotteneier? Oder etwas anderes, was die Wespen zurück gelassen haben? Allerdings finde ich die weißen Eier (?) nicht in allen Waben.


    Und: die Bienen haben den Weg tatsächlich nicht gefunden. Die ganze Zeit ausschließlich Wespen dort.

    Das finde ich bemerkenswert, wenn man die Suchbienen kennt und weiß, wie nervig und aufgeregt neugierig die sein können.


    Nochwas: trotz regem Flugbetrieb in meiner Hütte bekam ich keinen einzigen Stich ab. Und ich war oft dort zu gange. Solange die dort kein Nest haben kann toleriert man sich gegenseitig...


    Grüße

    Roland

  • Moin Roland!


    Danke für das Update, welches mich zugegebenermaßen nicht überrascht.


    die Wespen arbeiten nicht so schnell, wie Bienen das tun würden, sind ja auch nicht so viele davon da.

    Logo.


    Aber die Waben werden sauber leer gefressen.

    Soweit, so gut.


    Über das Endergebnis hinsichtlich Sauberkeit und Verwendbarkeit der Waben werde ich natürlich berichten.

    Allerdings geht`s im Beschriebenen um die sichtbare (!) Sauberkeit. Optisch leere und saubere Waben lassen meines Erachtens leider keinen Rückschluß auf (k)eine Kontamination mit möglichen Fäkal- / Verwesungskeimen zu.


    Leichte Abschrotung bleibt nicht aus, aber das dürfte wirklich kein Problem sein.

    Ich denke auch nicht. Wird nach dem Aufsetzen im Frühjahr von den Bienen ruck-zuck repariert werden.


    Etwas fragwürdiger finde ich in etlichen leeren Zellen zu findende kleine, weiße Partikel. Sind das vielleicht Wachsmotteneier?

    Ich nicht. Ich würde auf Wachspartikel tippen, die beim Abschroten entstehen und logischerweise auch in die Zellen gelangen.

    An Wachsmotteneier glaube ich eher nicht.


    Und: die Bienen haben den Weg tatsächlich nicht gefunden. Die ganze Zeit ausschließlich Wespen dort.

    Das finde ich bemerkenswert, wenn man die Suchbienen kennt und weiß, wie nervig und aufgeregt neugierig die sein können.

    Glück. Ich tippe schlicht auf imkerliches Glück. Verlass` dich da zukünftig besser nicht drauf.


    Nochwas: trotz regem Flugbetrieb in meiner Hütte bekam ich keinen einzigen Stich ab. Und ich war oft dort zu gange. Solange die dort kein Nest haben kann toleriert man sich gegenseitig.

    Klar. Die geneigte Wespenarbeiterin ausserhalb ihres Nistbereichs sucht in erster Linie Futter und keinen Streit. Warum auch?

    Ich bin mittlerweile der festen Überzeugung, dass die meisten Wespenstiche aus Eingeklemmt-Werden der Tiere resultieren, von Vorfällen in direkter Nestumgebung mal abgesehen.


    Schöne Grüße

    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Patrick Johannes : wie gesagt, das hier war ein Experiment aus der Situation heraus. Sicher werde ich das nich nochmal planmäßig so ansetzen. Ich wollte nur mit Euch hier im Forum die Erfahrung teilen, wenn ich sie schon mal mache. Freut mich, dass Du hier wieder mehr in Erscheinung trittst :).


    Beemer : die Erfahrung, wie es mit so bearbeiteten den HR-Rähmchen im Winter und Frühjahr weiter geht, kommt noch. Dass die Wespensaison ein Ende haben wird ist klar.


    Grüße

    Roland

  • Das mit den ach so ekligen Wespen wegen toter Maus und so, braucht dich auch nicht zu schrecken. Wespen benötigen totes tierisches Gewebe als Eiweißfutter, sie sind ja schließlich Jäger. So wie z.B. deine Katze auch. Aber vor allem nur als Futter für ihre Larven.

    Die erwachsene Wespe lebt von Kohlenhydraten, daher gerne an faulem Obst zu finden. Die jetzt verzweifelt suchende letzte Generation von Arbeiterinnen hat noch nie eine tote Maus gesehen.

    Grüße an alle


    Michael




    -Das größte Geheimnis ist, ein Genie zu sein, aber niemand außer einem selbst weiß es-

    (Mark Twain) Donald Duck

  • Das mit den ach so ekligen Wespen wegen toter Maus und so, braucht dich auch nicht zu schrecken. Wespen benötigen totes tierisches Gewebe als Eiweißfutter, sie sind ja schließlich Jäger. So wie z.B. deine Katze auch.

    Ich würde meine Katze aber auch nicht die Kaffeetasse ausschlecken lassen...

    <X

  • Die Bienen putzen sich auch nicht die Füße ab, wenn sie von draußen reinkommen. Steril ist da nix und in dem Staub draußen alles mögliche. Bleibt mal auf dem Boden. Wem diese Vorstellung nicht behagt, darf nur noch gekochte Sachen essen.

  • Ich hatte letztes im Honig Insektenbeine im Feinsieb, wie eklig ist das denn bitte!? Hab ich natürlich ins Klo geschüttet, die Charge.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Ich habe ähnliche, unfreiwillige Experimente im Bienenhaus gehabt. Erst mit den Ameisen - das waren so große Varianten aus der Camponotus-Klasse, die, wie ich dann lernen durfte, gerne ihre Nester in Holz bauen und dafür Holz zerstören. Also doch lieber mit Wasserstrahl und Putzen bekämpft zumal die Nester langlebig und groß sind.


    Im letzten Jahr waren es dann die Wespen, die die undichte Tür fanden und die ich dann im Glauben, die machen ja eh nur sauber, habe wüten lassen... für Bienen war es schon zu kalt und ich glaubte, die finden ja eh nichts...Honigräume waren ausgeschleckt und verschlossen.

    Aber Essig, die hatten wohl eh nichts besseres mehr zu tun ausser da rein zu fliegen und dort zu sterben.

    Also dürfte ich dann strafputzen im Winter, denn die Tierchen starben in Massen in dem Raum und produzierten zuvor Hinterlassenschaften, die wie die der Bienen nur schwer zu entfernen sind. Also auch Mist.


    Fazit: Forget it - Nur Bienen an den Honig lassen und das auch nur unter kontrollierten Bedingungen. Habe gerade die ausgeschleckten Honigräume eingestapelt, sehen klasse aus! Habe sie aber auch über eine Futterzarge in den Honigraumturm einlaufen lassen damit sie zum Umtragen motiviert werden.


    M.

  • Nun gut, danke für deinen Bericht Melanie.

    Da die Schwarzgelben nun meinen Lagerschuppen okkupiert haben, und das geht nicht mehr einfach umzukehren, wie wäre dein Rat? Ich könnte Essig oder Nelken/Zitrone unten in den HR-Turm schieben, aber würde das helfen? Dichtmachen möchte ich nicht, wegen der Wachsmotte:/