Schadenfreude gefällig?

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    Die Gelassenheit täuscht, (...)

    Das ist ja zweierlei, jetzt bin ich (wieder) gelassen. Ich bin eigentlich ganz froh, den nicht zwischen die Finger bekommen zu haben. Kurzfristig war ich doch etwas, ....emotional ;)

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Hallo Rase

    ... willkommen im Club. (Ich hatte leider nur noch die leere Zarge mit den Rähmchen vorgefunden.)

    Schätze das dies in Zukunft noch öfter vorkommen wird . ... Waben , bzw. Scheibenhonig ist bei vielen Völkern sehr beliebt.

    gruß Finvara

    Ps.: Das Hauptproblem war eigendlich das man die offene Beute einfach so stehen gelassen hatte.

    Man kann ohne Bienen leben, ... aber es lohnt sich nicht.

  • Schätze das dies in Zukunft noch öfter vorkommen wird . ... Waben , bzw. Scheibenhonig ist bei vielen Völkern sehr beliebt.

    Das ist ein ziemlich deutlicher Hinweis, in welcher Bevölkerungsgruppe du dieTäter vermutest. Ich bin sicher nicht der einzige, der das so liest, und wahrscheinlich soll das auch so sein.

    Es fällt mir schwer, solche schnellen einfachen Schlussfolgerungen zu ziehen.

    Geht das so einfach?

    Wenn in Norddeutschland die kompletten Beuten geklaut werden, sind es die nach Hause fahrenden Saisonarbeiter aus Polen, Rumänien...?

    Wenn die Waben getauscht werden, voll gegen leer, ist es der vermeindlich deutsche Kollege mit zu schlechter Ernte? Der klaut auch immer die Königinnen.

    Wenn die Wabern ausgeschnitten sind, war wohl jemand afrikanischer oder asiatischer Herkunft am Werk?

    Die Imker aus anderen Ländern, die in Deutschland mit der Bienenhaltung begonnen haben (egal ob Russen, Rumänen, Polen... alle Fremden halt) sind sowieso zu allem fähig?


    An der Aussage in dem Zitat ist nichts falsches. Es entspricht voll und ganz der Wahrheit. Aber es schwingt ein Unterton mit, den ich für bedenklich halte und zwar im wahrsten Sinne des Wortes.

    Diebstahl habe ich bei mir noch nicht bemerkt, und ich wähle mit Absicht genau diese Formulierung. Bisher beschränkten sich die Schäden auf Vandalismus und Neugier. Aber sowohl bei mir, als auch aus Erzählungen der Mitimker, waren die Täter und Ihre Herkunft nicht den Taten, wie oben beispielhaft angedeutet, zuzuordnen, bei den wenigen Fällen, die aufgeklärt werden. Es taugt einfach nicht für Verallgemeinerungen.

    Zumal die Fälle immer noch sehr selten sind, wenn man es objektiv betrachtet. Kommt hier das Thema Völkerdiebstahl auf, kommt gleich ein Fall auf den Tisch, der etwa 40 Jahre zurück liegt. Von keinem weiteren gibt es Erzählungen.

    Alle Manipulationen an fremden Eigentum sind eine Mordssauerei, egal wie sie aussehen. Aber vielleicht ist die erste Schlussfolgerung nicht immer die richtige.

  • In diesem Fall aber zutreffend. Ich hab den jungen Mann ja gesehen. Und irgendwo müssen die Klischees ja herkommen ;)


    Ich wäre aber nicht mehr oder weniger sauer gewesen, hätte mich ein Pinguin beklaut. Und ich ordne die Tat diesem speziellen jungen Mann zu, nicht seinem Volk.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Wenn die Wabern ausgeschnitten sind,

    Genau dieser Umstand sollte doch stutzig machen?


    Ein echter Dieb würde doch nicht fein säuberlich um den Draht herumschneiden. Zumal das Sauerei ergibt, und er die ausgeschnittenen Wabenstücke nicht vernünftig transportieren kann.


    Ein echter Dieb würde doch versuchen sein Risiko zu minimieren und folglich zusehen, dass er so schnell wie möglich weg ist von der Kiste. Nicht zuletzt auch weil er Unruhe bei den Bienen erzeugt.


    Da würde er doch die Wabe MIT Draht ausschneiden.


    Oder besser: gleich die ganzen Rähmchen mitnehmen.


    Oder noch besser: Rähmchen inklusive Zarge mitnehmen.


    Wabenstücke fein säuberlich um den Draht herausschneiden ist doch so ziemlich das dümmste, was ein echter Dieb machen könnte...

  • Bei sowas ist es immer gut, wenn man in einer stabilen Gemütslage ist.

    Wir reden hier schon von unserem rase?

    Kurzfristig war ich doch etwas, ....emotional

    Zum Glück warst gerade nicht auf der Pirsch...

    Und ich ordne die Tat diesem speziellen jungen Mann zu, nicht seinem Volk.

    Für sein ganzes Volk wären da vermutlich zu wenig Völker von dir ^^

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • So ärgerlich es ist, freut es mich für dich dass es noch halbwegs glimpflich ausging und du rechtzeitig vor Ort warst. Sieh es positiv, immerhin hast du jetzt eine gute Story mehr auf Lager ;)


    Die Frage war eigentlich auch an joew gerichtet, da ich seiner Argumentation nicht so ganz folgen kann bzw. mir nicht klar ist worauf er hinaus möchte. Kamen nur zwei weitere Beiträge währned des Tippens dazwischen, deswegen ging der Zusammenhang leider verloren.

  • echter Dieb(stahl)

    Da gibt es was in einer alten Schrift:

    „Wenn du in den Weinberg eines anderen kommst, darfst du so viel Trauben essen, wie du magst, bis du satt bist, nur darfst du nichts in ein Gefäß tun. Wenn du durch das Kornfeld eines anderen kommst, darfst du mit der Hand Ähren abreißen, aber die Sichel darfst du auf dem Kornfeld eines anderen nicht schwingen.“


    Hatte er ein Transportbehältnis und ein Messer dabei um die Waben zu zerteilen/transportieren? Kommt das dann dem Gefäß und der Sichel gleich? Oder wurde es sogar direkt vor Ort verzehrt?

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Dieser früher als Mundraub bekannt Sonderfall des Diebstahls existiert im deutschen Strafrecht nicht mehr. Übriges war er schon früher nur in Sonderfällen straffrei.

    Schon das Öffnen der Beuten dürfte ein Delikt sein.


    Die zitierte Bibelstelle (Dtn 23,25f) ist ja sympathisch. Ich hoffe dennoch nicht, dass alttestamentarisches Recht angewendet wird. Sonst kommen wir am Ende noch dahin, Bienendiebe zu steinigen.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)