Honig aus bebrüteten Waben

  • Hallo!
    Eine "letzte" Frage noch zu diesem Thema. Wo kann man zu diesem Thema wissenschaftlich fundierte Arbeiten - z. B. eines Bieneninstitus bekommen bzw. nachlesen?
    mfg
    L.

  • Hallo bienen.at,


    so viel ich weiß gibt es kein Bieneninstitut im deutschsprachigen Raum welches unterschiedliches Rähmchenmaß im Brut- bzw. Honigraum verwendet. Erst dann kannst du ja wirklich sicher sagen das ist Honig aus nur unbebrüteten Waben. Auch kenne ich bis heute kein Institut in Deutschland, das den Geschmack von Honig als oberstes Qualitäsmerkmal definiert. Je doch von Finnland oder Schweden (weiß nicht mehr genau) hab ich erfahren, daß diese Richtlinien und ein Prüfverfahren entwickelt haben, um Geschmack zu beurteilen!
    Eine persönliche Frage an dich und ohne dich aber damit zu beleidigen wollen, du brauchst sie auch nicht zu beantworten, aber bist du etwa Raucher?


    Grüße

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Zitat von biene.at

    Hallo!
    Eine "letzte" Frage noch zu diesem Thema. Wo kann man zu diesem Thema wissenschaftlich fundierte Arbeiten - z. B. eines Bieneninstitus bekommen bzw. nachlesen?
    mfg
    L.


    Gegenfrage: Warum gibt es keine wissenschaftliche Untersuchung , warum man Suppe aus dem Teller ißt und nicht aus der Kloschüssel säuft, wäre vielleicht etwas hygenischer, da braucht man nicht den fremden Dreck der Larven mitessen oder meinst jemand etwa die Bienen nehmen Meister Proper zum putzen der Zellen, da brauche ich doch keine wissenschaftliche Untersuchung. Schon allein der Optik wegen, wäre mir Honig aus hellen Waben lieber, als aus den Schwarzen. Die Bienen hätten normalerweise soviel Verstand, dass sie im (Wild) Naturbau den Honig in helle Waben lagern und die dunklen lieber zum Brüten nehmen, leider gibt es Menschen..............

  • Hallo Franz Xaver!
    Also ich finde die Frage von Biene.at gar nicht so abwegig.
    Und dein Vergleich hinkt gewaltig. Du machst ja andere Sachen auch nicht auf den Teller, obwohl das gehen würde :wink: , denn ein Teller ist nun mal da um davon zu essen und ein Klo für andere menschliche Bedürfnisse.
    Honig ist bekannt für seine gute Heilwirkung und bei vielen Betriebsweisen wurde der Honig aus bebrüteten (nicht schwarzen) Waben geerntet. Woher willst du wissen, daß ein Teil der Heilkraft nicht aus dem "Dreck" der bebrüteten Waben kommt?
    Läuse, denen wir den Honigtau verdanken, nehmen den Saft auf, filtern die für sie wichtigen Eiweiße heraus und scheiden den Rest wieder aus. Läusekacke??? :-? Vielleicht sind Larvenkacke oder Nymphenhäutchen ja auch etwas Besonderes und wir wissen es nur noch nicht.
    Kannst du mir mit 100%iger Sicherheit sagen, daß das wirklich nur wertloser Dreck ist?
    Mit freundl. Grüßen
    Gabi

  • Zitat von Gabi

    Hallo Franz Xaver!
    Vielleicht sind Larvenkacke oder Nymphenhäutchen ja auch etwas Besonderes und wir wissen es nur noch nicht.
    Kannst du mir mit 100%iger Sicherheit sagen, daß das wirklich nur wertloser Dreck ist?
    Mit freundl. Grüßen
    Gabi


    Hallo Gaby,
    es ist anscheinend auf die persönliche Einstellung des Imkers zurück zuführen, wie er das händelt. Das Argument mit der Läusekacke, finde ich wiederum etwas abwegig, denn das ist nun mal die Natur, die uns das so vorschreibt und das ist unabänderbar, da dürfte ich auch kein Hühnerei essen, weil es aus dem A..... meiner Hühner kommt, aber für mich muss das Umfeld stimmen, d. h. ich hole mir meine Eier aus einem sauberen Nest http://www.honigmayerhofer.de/uberuns/bild%20010.jpg und nicht wie mein Nachbar aus der Hühnersch...., da würden mir die Eier auch nicht schmecken. Genauso verhält es sich in meiner Imkerei, mir schmeckt einfach der Honig besser, wenn er aus einer neu erbauten Wabe stammt, das gibt mir ein gutes Gefühl, obwohl ich als Imker, der keine Medikamente ins Volk einbringe, vielleicht nicht den Honig aus den bayvarol - und perizinverseuchten Waben, die man in den Honigraum unhängt, essen müsste .Würdest du deinen Kindern solchen Honig zumuten, wo min. 6 Wochen oder auch länger der Bayvarolsteifen an den Waben klebte, dann wird noch Perizin draufgeschüttet und im Mai schleuderst du den Wonig von dieser Wabe, das kann es doch nicht sein oder ist das vielleicht kein Argument, aber leider essen viele Imker ihren Honig nicht selber und beim Kunden ist es ja egal, das verwendendete Glas bringt es schon wieder in Ordnung.
    Ich muss an den Vortag eines Bienenfachberaters denken, der sagte, er wolle wissen, wieviel Leute schon krank geworden sind, beim zu sorglosen Umgang mit den Streifen, keine Handschuhe, vielleicht nicht einmal die Hände danach waschen, da würden mich Untersuchungsergebnisse interessieren.
    Gesegnete Mahlzeit

  • Hallo!
    Es ist ja alles sehr interessant - aber warum lenken auf einmal alle vom Thema ab? Es hätte genügt - es gibt keine wissenschaftl. Untersuchung zu diesem Thema- basta.
    Ich bin kein Raucher, außerdem wurde mein "Testergebnis" auch von anderen Imkerkollegen bzw. Honigessern getestet. Der Test ist auch richtig abgelaufen. - ich habe momentan den Eindruck, das hier wirklich von einigen nur eine "Glaubensfrage" vertreten wird. Vielleicht hat man meine Fragestellung auch nicht verstanden - warum wird ansonsten auf einmal von verschiedenen Wabenmass im Brut und Honigraum, oder vom Bayvarol und Perizin gefaselt - Ablenkungsmanöver?
    mfg
    L.

  • Zitat von biene.at

    Hallo!
    warum wird ansonsten auf einmal von verschiedenen Wabenmass im Brut und Honigraum, oder vom Bayvarol und Perizin gefaselt - Ablenkungsmanöver?
    mfg
    L.


    Hallo biene at,
    da ich an der österreichischen Grenze wohne und die meisten meiner Arbeitskollegen Österreicher sind, weiß ich aus Erfahrung, das in Österreich nicht alles so schnell geht, aber wenn du das nicht verstehst, was von Bayvarol und Perizin "gefaselt" wird, musst du anscheinend weiter von der dt. Grenze weg wohnen :lol:., aber vielleicht liest du dir die Beiträge nochmal durch, dann das von Perizin und Bayarol habe ich gefaselt in der Annahme, dass es ein jeder verstehen würde, anscheinend ist dem nicht so, außerdem "fasele" ich nicht sondern schreibe.

  • Hallo Leute,


    ich verfolge nun schon seit längerem mit höchstem Amusement diese Diskussion und jetzt Freunde gehts abber mal a bisserl oba vom Gas! Wir doch den hier soviel beschworenen guten Geist des Forums nicht wieder verscheuchen...


    Halten wir doch fest: die absolöute Honigqualität hängt von sehr vielen einzelenen Faktoren ab, einer davon ist die Quallität des Wabenbaues


    OK??


    Einen guten Honigpreis wünscht euch


    Der Reiner

    Die Bevorzugung lokaler Produkte ist weder Nationalismus, noch Faschismus, noch Protektionismus, sondern ist nur ein Symptom von Intelligenz und Umweltverträglichkeit.

  • Hallo biene.at
    Xaver wollte uns nur daran erinnern, dass es auch chemischen unsichtbaren Dreck (aus Varroabehandlung) in den Waben und somit in den Bienenprodukten hat. Durch neuen Wabenbau kann man diesen verdünnen. Diese Verunreinigungen sind vom Imker verursacht und gehören nicht in ein natürliches Qualitätsprodukt, auch wenn diese innerhalb der Toleranzgrenzen liegen. Viele Imker waren längere Zeit auf diese chemischen Mittel angewiesen, aber jetzt können wir aus mehreren natürlichen Varroabekämpfungsmittel auslesen. Hingegen auf die externen Verunreinigungen können wir keinen Einfluss nehmen, höchsten gewisse Gefahrenquellen meiden.
    Die Bienen sind sehr reinliche Tiere. Sie putzen den ganzen Tag die Zellen von unten bis oben und von oben bis unten. Dann überpinseln sie die Zellen mit einem bakterientötenden Propolisfilm. Auf jeden Fall mindestens die Häutchen bleiben in der Zelle zurück. Das könnten Deine Überlegungen sein, aus welcher Deine Frage entsprang.
    Da wir (noch) keinen wissenschaftlichen Test zu diesem Thema gefunden haben, möchte ich Dich zu einem kleinen einfachen Soforttest animieren. Nehme drei saubere Honiggläser. Lege in das erste Glas ein grösseres unbebrüteter helles Wachsstück und in das zweite Glas ein grösseres nur einmal bebrütetes Wachsstück und in das dritte Glas ein grösseres mehrmals bebrütetes, dunkles Wachsstück hinein. Schütte klares sauberes Trinkwasser in jedes Glas. Verschliesse das Glas. Schaue Dir nach einer Stunde, nach einem Tag, nach drei Tage und nach einer Woche den Inhalt der Gläser an. Du darfst zwischendurch das Glas auch leicht schütteln. Aus welchen Glas möchtest Du das Wasser trinken oder aus welchen Wabenstück möchtest Du den Honig essen?

  • Zitat von Reiner Schwarz

    Hallo Leute,


    Einen guten Honigpreis wünscht euch


    Der Reiner


    Hallo Reiner,
    man kann bei der Ernsthaftigkeit des Themas, Bayvarol und perizinverschmutze Waben in den Honoigraum umzuhängen nicht von Gefasel reden, das brachte mich momentan auf die Palme, vielleicht macht die mehr südliche, geographische Lage Niederbayerns mich etwas heißblütiger als kühle Nordlichter, bin aber momentan schon wieder von der Palme herunten und aktzeptiere, dass es auch Menschen gibt, denen die Qualität des Honigs nicht so wichtig ist.

  • Hallo !
    Also wenn der Honigmayerhofer so viele Perizin und bayvarolverschmutzte Waben hat, dann kann man sein "Lautwerden" ja verstehen. Wenn nicht, dann weis ich nicht was er eigentlich damit will. Mir geht es hier um die Frage warum hatte mein Honig aufgrund der dunkleren (nicht schwarzen Waben) keine andere Farbe oder einen anderen Geschmack bzw. Geruch. Von Chemie, wie sie von vielen Imkern verwendet wird (ich sicher nicht) - kann ich mir sowieso keine Änderung in Farbe usw. vorstellen. - Also hat dies meines Erachtens mit dem Thema genausowenig zu tun wie das Wabenmass in Brut - und Honigraum.
    Hanspeter Itschner: Zu deinem Versuch:
    Nymhenhäutchen saugen Wasser auf - tun sie es auch im Honig? Hast du diesen Versuch mit voll verdeckelten Waben ausprobiert? oder waren "verletzte" - nicht von Bienen bearbeitete Wabenzellen dabei?
    mfg
    L.

  • Hallo zusammen, vor kurzem habe ich einen kurzen, in seiner Aussage aber sehr gehaltvollen Satz gelesen:"Der Honigraum ist für den Honig da." So einfach ist das :lol: Volle Honigtöpfe wünscht Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Zum Thema "Honig aus bebrüteten Waben" ist heute im "Fragen und Antworten"-Teil des "Deutschen BienenJournals" (4/2007, Seite 30) von J. Radtke, LIB Hohen Neuendorf, eine Antwort gegeben worden.


    Möchrte nur die ersten beiden Sätze zitieren:


    "Es ist schon erstaunlich, welche Blüten manche Philosophie treibt. Honig soll minderer Qualität oder gar ungenießbar sein, weil er aus bebrüteten Waben stammt? Die jahrhundertelange Nutzung des Honigs als göttliche Speise oder gar als Naturheilmittel spricht eindeutig dagegen......."