• Bärenfang ist für mich neu, aber köstlich!
    Dabei bin ich kein harter Alkohol- oder gar Schnapstrinker. Aber es wurde mir mal eine Flasche selbst Gebrannter geschenkt, den ich dann mit meinem Honig "veredelt" habe und siehe da: Köstlich!!!


    Jetzt frag ich mich, wie ich das einstielen kann.


    Meine erste Frage in dem Zusammenhang: Wie verdünnt man 96%igen Alkohol?
    Doch sicher nicht mit Wasser oder?! Ich nehme an das wird dann trübe.


    Zweite Frage: Was muss rechtlich beachtet werden, wenn Likör in den Handel gebracht werden soll?
    Da wäre ich für hilfreiche Tipps und Erfahrungsberichte sehr dankbar!


    Beste Grüße aus Kassel und mein Dank im Voraus,


    vic

    «Kasseler Stadthonig» – Ertragreiche und sanftmütige Buckfast-Bienen in 10er-Dadant, rund 30 Völker auf verschiedenen Dächern in der Kasseler Innenstadt.

  • Okay, ich ziehe meine Frage bezüglich der Verdünnung zurück, weil selbst recherchiert.


    Dafür präzisiere ich meine zweite Frage: Hat hier jemand konkrete Erfahrung im "Herstellen und Verkaufen" von Honig-Likören?
    (Bedenken von Personen, die keine konkrete Praxiserfahrung haben, sind für mich entbehrlich ;-)

    «Kasseler Stadthonig» – Ertragreiche und sanftmütige Buckfast-Bienen in 10er-Dadant, rund 30 Völker auf verschiedenen Dächern in der Kasseler Innenstadt.

  • Ich habe meinen Bärenfang mit gekauftem Weinbrand hergestellt. Mit Korn oder Wodka war er mir zu scharf. Vorteil: ich kann den Alkoholgehalt genauer bestimmen, denn der muss exakt mit einer Abweichung von 0,3 % nach oben oder unten angegeben werden. Das kann man dann berechnen. NUR bei Honigwein (Met) darf die Abweichung bis zu 1% betragen.
    Die Füllung muss exakt stimmen: ml ist nicht gleich Gramm. Bei der Abgabe aufpassen: nicht an unter 18-jährige, also notfalls Ausweis zeigen lassen, z.B. auf Märkten.

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • @ all:


    Der in Euren Augen teure Alkohol mit 96 oder 90 % aus der Apotheke ist sein Geld wert. Er ist absolut sauber.Egal welches Getränk Ihr damit "verdünnt" es gibt keinen dicken Kopf am nächsten Tag. Prost.
    Die Apotheken beziehen diesen reinen Alkohol über die Zollverwaltung. Und wenn er für Medikamente eingesetzt wird ist er etwas preiswerter, da unverteuert, jedoch muss dann zur Steuerkontrolle über die Verwendung genau je ml Buch geführt werden. Und Achtung 96%iger verdunstet, wenn die Gefäße nicht einen dafür vorgesehen Verschluss, z.B.Glasschliffstopfen haben. Schade um den teuren Inhalt.
    Als ich noch in der Apotheke tätig war, habe ich nur den teuren verzollten gekauft. Das lohnt sich. Keinen dicken Kopf. Deshalb habe ich damals überkegt, warum Korn so billig im Geschäft sein kann?
    Macht es gut.
    Wolfgang, der Heidjer

    "Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit." (v. Sören Kierkegaard)

  • Hallo Genußtrinker und Schnapsansetzer,
    ich kann aus dem amtl.geprüften Nähkästchen plaudern.
    Ein sauberer Rohsprit ist Grundvoraussetzung für ein gutes Produkt ohne Brummschädel.
    Der handelsübliche 69%Primasprit ist bestens geeignet, kein Fremdgeschmack! Kassenzettel aufheben!!!!
    Selbsgebrannter tuts genauso ABER da kann der Zoll munter werden, wenn er nicht legal und unversteuert ist. Der Alkoholgehalt muss exakt bekannt sein!! Die Lebensmittelüberwachung wird sich auch melden, deshalb der Kassenzettel (Alk-Quelle ist belegbar).
    Die einschlägigen Gesetze (Lebensmittel, Branntwein, Kennzeihnung...) unbedingt beachten.
    Dann eine Idee haben, aufschreiben was da zusammengewachsen ist und rechnen, der Alk.-Gehalt muss auf 0,2%exakt ausgewiesen werden. (Hinweis:Mischungsrechnen)
    Soll das Ding einen Namen bekommen- prüfen ob der schon geschützt ist. Bärenfang muss min 36% haben, ist so geregelt.
    UND nicht zusammenkippen, schütteln und ab in die Flasche, das braucht Zeit. Mein Likör reift etwa 1/2-1Jahr, setzt sich und dann....


    Mein Likör wurde amtlich lebensmittellabor- und verkostungstechnisch geprüft, auf dem Etikett gabs was zu bemängeln (Schriftgröße und die Bezeichnung vol%), alles andere FEHLERFREI. Die haben 3x nachgefragt, ob ich selber mache und Hobbypanscher bin.
    summa cum laude -bin ich stolz.
    Verkauf: Wochenmarkt, Kneipe, Gartenzaun...
    Rechtliche Probleme: Alles legal (Kassenzettel s.o.) der Rohsprit ist versteuert, MWST ist damit erledigt, der Honig ist steuerfrei.
    Prost sagt
    Knäcke

  • Moin Wolfgang,


    der "Dicke Kopf" kommt von der Quantität, nicht von der Qualität...:u_idea_bulb02:


    Hallo Hardy,
    Deiner Aussage muss ich leider widersprechen. Ein Getränk aus dem reinen Alkohol aus der Apotheke führt nicht zu einen "dicken" Kopf, allerdings bist du dann trotzdem richtig "blau".
    MfG
    Wolfgang, der Heidjer

    "Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit." (v. Sören Kierkegaard)

  • ...Ein Getränk aus dem reinen Alkohol aus der Apotheke führt nicht zu einen "dicken" Kopf, allerdings bist du dann trotzdem richtig "blau".


    Hi Wolfgang, jetzt muß ich widersprechen.


    "Blau" ist was anderes als "dicker Kopf".


    Blau ist die akute Wirkung des Alkohols (Kontrollverlust).
    Unter dickem Kopf verstehe ich die "Nachwehen" durch Dehydration am nächsten Morgen.
    Da ist es wurscht, welchen Schnaps Du "genossen" hast.
    Vor Allem auf die Quantität kommt es an.


    Soweit mein theoretischer Wissensstand.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • HALLO Hardy;


    Deine Definition für "blau" und "dicke Kopf" sehe ich auch so. Zum dK kommt man nicht mit so sauberen Alkohol, also eher mit billigem Fusel. Und den gibt es nicht beim Zoll als reinen Alkohol. Weil man davon auch blau wird, hat man dann doch Orientierungsprobleme. Aber man bedauert so am nächsten Tag nicht, die fröhlichen Zechstunden. - Prost.
    MfG
    Wolfgang, der Euch eine guten Schluck wünscht.

    "Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit." (v. Sören Kierkegaard)

  • Hallo Wolfgang,


    sollten wir uns je begegnen, können wir das ja mal am lebenden Objekt testen...:u_idea_bulb02:

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo Hardy,


    als ich ca. 68 bis 70 in der Apotheke war, habe ich den Test bereits durchgeführt. Beim Anlegen eines Herbariums haben wir uns mit Fruchtsaft, verlängert mit reinem 90%igem Alk desinfiziert.
    MfG
    Wolfgang

    "Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit." (v. Sören Kierkegaard)

  • Dazu vielleicht noch meine Erläuterung: Ich gehe davon aus, dass Kopfschmerzen durch Bestandteile im Getränk entstehen, nicht durch den Alkohol (der macht uns besoffen). Im billigen Fusel gibt es viele Verunreinigungen, die das Problem verursachen, aber auch edle Schnäpse, die starke Aromen haben (Cognac, Whisky), verursachen Kopfschmerzen. GUTE klare Schnäpse, also ohne die Billig-Wodka-Verunreinigungen, machen blau ohne dicken Kopf.
    Und natürlich hängt es immer von der persönlichen Kondition ab... kann man, muss man nicht trainieren.


    Honiglikör ist sicher Kopfschmerz-verdächtig. Ich bin da auch mit meinem Met lieber vorsichtig.

  • Red was wahr ist, trink was klar ist hieß ein Werbespruch für Steinhäger. Der eignet sich zwar nicht für Honiglikör, ist aber lecker. Als gebürtiger Steinhagener trinke ich den schon aus lauter Heimatverbundenheit gerne. Mein Vater pflegt zu sagen, von einem "Steinpils" gibts keinen dicken Kopf. So richtig getestet hab ich das allerdings noch nicht. Aber das nur nebenbei.
    Ich hab diese Saison erstmals Honiglikör mit Whisky gemacht, ist sehr gut angekommen und mittlerweile ausverkauft. Machen wir dieses Jahr wieder, dann vielleicht noch mit einem etwas besseren Whisky und nicht mit Racke Rauchzart...