Freiluftkunstschwarm mit Kö aus Mini Plus- was mache ich mit Mini Plus danach?

  • Ich möchte gerne mit dem sanierten Brutsammler ( TBE mit weiselrichtigem Brutsammler) an Tag 28 einen Freiluftkunstschwarm machen und in diesen eine BF-Königin setzen, die ich im Juni begattet geliefert bekam und die bis jetzt im Mini Plus sitzt. Es ist mein erstes Mini Plus, daher bin ich damit noch unerfahren. Sie hat dort über 2 Zargen ein gutes Brutnest angelegt.

    Zum FLKS gibt es soweit keine Fragen, ( ich möchte ihn dann mit einer Fangwabe auf 1,5 Zander einschlagen)aber was mache ich mit dem Mini Plus? Ich könnte dort die Königin aus dem weiselrichtigen Brutsammler einweiseln, um sie als Reservekönigin zu haben, aber ich habe noch nie Mini Plus überwintert und bin da unsicher.

    Wäre es sonst eine Alternative, die Mini-Plus Zargen über eine Leerzarge auf das neue Volk, das durch den FLKS entsteht, aufzusetzen und die Brut auslaufen zu lassen? Oder besteht die Gefahr, dass die Königin dann erst mal nur dort oben stiftet, wo sie ihre alte Brut noch hat?

    Oder habe ich sonst etwas wesentliches übersehen?


    Danke für Tipps!

    Schnurrdiburr--da geht er hin.....

  • Oder besteht die Gefahr, dass die Königin dann erst mal nur dort oben stiftet, wo sie ihre alte Brut noch hat?

    Ich habe das mit einem Kieler gemacht:

    • Königin ist unten.
    • ASG aufgesetzt, darauf eine offene Flucht (wegen Spundloch)
    • Kieler mit geöffneten Boden auf das Spundloch gestellt.
    • 2, 3 Wochen gewartet, da war dann alles geschlüpft.
    • Es waren aber noch viele Bienen oben im Kieler, warum auch immer.
    • Bienenflucht eingelegt, unter dem Boden des Kielers
    • Nach ein paar Tagen nahezu bienenleer entnommen.

    Ich würde es aber anders machen: 3. M+ Zarge kaufen, Königin rein, auffüttern und schauen, was über den Winter passiert :-)

  • Die MP Brutwaben in einer Zanderzarge mit separaten Leisten unter den Brutraum, oder MP mit Absperrgitter ohne Boden auf einen Deckel mit Loch. Absperrgitter und Leerzarge auf den Zanderbrutraum, da einfach die MP Rähmchen reinstellen. Geht alles. Bei Tracht würden sie Dir die MP Rähmchen mit Honig füllen, wenn sie oben drauf stehen. Aber das ist ja wahrscheinlich vorbei.

  • Oder besteht die Gefahr, dass die Königin dann erst mal nur dort oben stiftet, wo sie ihre alte Brut noch hat?

    Ich habe das mit einem Kieler gemacht:

    • Königin ist unten.
    • ASG aufgesetzt, darauf eine offene Flucht (wegen Spundloch)
    • Kieler mit geöffneten Boden auf das Spundloch gestellt.
    • 2, 3 Wochen gewartet, da war dann alles geschlüpft.
    • Es waren aber noch viele Bienen oben im Kieler, warum auch immer.
    • Bienenflucht eingelegt, unter dem Boden des Kielers
    • Nach ein paar Tagen nahezu bienenleer entnommen.

    Ich würde es aber anders machen: 3. M+ Zarge kaufen, Königin rein, auffüttern und schauen, was über den Winter passiert :-)

    Genug Zargen hab ich, insgesamt 6.

    Bevor ich die alte Königin da reinsetze, lasse ich das Mini+ aber sicherheitshalber mal 9 Tage alleine und breche dann die NS Zellen, um sicher zu gehen, dass die Königin nicht abgestochen wird..?

    Ooooder... Mensch, es gibt immer so viele Möglichkeiten! Ich könnte auch ein 2.M+ bilden, nur verdeckelte Brut rein plus die alte Kö , dieses an den Platz des ersten M+ stellen und die Flugbienen fliegen zu.

    So a la Kleingartendrohn dann nach und nach die restlichen Waben zugeben...

    Es wäre, da habt ihr recht, mal eine Chance zu lernen, wie man M+ überwintert.

    Schnurrdiburr--da geht er hin.....

  • Wenn Du das M+ überwintern willst, würde ich die Königinnen erst im Oktober vertauschen. Das geht dann sehr einfach: Beide Königinnen aus dem jeweiligen Volk entnehmen und gleich «verkehrt» wieder über die Oberträger einlaufen lassen. Ich dachte letztes Jahr nach dem Lesen entsprechender Beiträge von Bernhard, man müsse zwei, drei Stunden warten, aber mehrere berichteten hier von Auswechslungen ohne jede Wartezeit, unter anderem auch beetic (deren Rat ich sehr schätze). Ich habe dann auf Risiko vergangenen Herbst sechs Umweiselungen (je drei «Pärchen») vorgenommen, ohne Wartezeit, aber alles VOLLREIFE Königinnnen. Hat wunderbar geklappt. Die Bienen scheinen den Wechsel gar nicht zu realisieren. 8|

    «Wer heute die Dunkle Biene, die Carnica oder die Buckfast will, findet dieselbe Ausgangslange vor: Allein intensives Züchten und gepflegte Belegstationen entscheiden darüber, ob sich die gewünschte Rasse halten, bzw. erhalten lässt. Der Unterlassungsfall nennt sich Swissmix, hat alle erdenklichen Eigenschaften und ist vor dem Anspruch der Biodiversität wertlos» (aus: mellifera.ch-Magazin, April 2018, S. 10).

  • swissmix :so war der ursprüngliche Plan, doch es gibt hier im Forum etliche, die dazu raten, die neue Königin früh genug in die eigentliche Beute zu geben, damit sie mit ausreichender Menge ihrer eigenen Brut in den Winter gehen kann....


    P. S Laut Bruder Adam ist eine Königin ja eigentlich erst im 2. Jahr VOLLREIF...

    Schnurrdiburr--da geht er hin.....

  • honigbanane Ach, das war mir nicht bewusst. Nach den schlechten Ergebnissen meiner diesjährigen Umweiselungsversuchen in Monaten ohne R im Namen (an denen ich sicherlich eine erhebliche Mitschuld trage) bin ich vorsichtig geworden. Mich dünkt es eleganter, die Völker in ihrer Entwicklung nicht zu stören und die Königinnen dann erst im Herbst rasch auszutauschen, ohne dass irgendwo eine irgendwie geartete Weisellosigkeit eintritt und ohne dass die Königinnen im Brutgeschäft gestört werden …


    «VOLLREIF» schrieb ich, weil das oft überlesen wird. Du hast natürlich recht, man müsste REIF schreiben, aber dann geht der springende Punkt für den flüchtigen Leser gleich verloren …

    «Wer heute die Dunkle Biene, die Carnica oder die Buckfast will, findet dieselbe Ausgangslange vor: Allein intensives Züchten und gepflegte Belegstationen entscheiden darüber, ob sich die gewünschte Rasse halten, bzw. erhalten lässt. Der Unterlassungsfall nennt sich Swissmix, hat alle erdenklichen Eigenschaften und ist vor dem Anspruch der Biodiversität wertlos» (aus: mellifera.ch-Magazin, April 2018, S. 10).

  • Geht mir genauso wie Dir. Hier in diesem Fall werde ich es aber mal ohne R versuchen.

    Der Rat von Kleingartendrohn wie oben beschrieben hat schon mal im Juni super funktioniert.

    Schnurrdiburr--da geht er hin.....

  • Geht mir genauso wie Dir. Hier in diesem Fall werde ich es aber mal ohne R versuchen.

    Der Rat von Kleingartendrohn wie oben beschrieben hat schon mal im Juni super funktioniert.

    Viel Erfolg! :)

    «Wer heute die Dunkle Biene, die Carnica oder die Buckfast will, findet dieselbe Ausgangslange vor: Allein intensives Züchten und gepflegte Belegstationen entscheiden darüber, ob sich die gewünschte Rasse halten, bzw. erhalten lässt. Der Unterlassungsfall nennt sich Swissmix, hat alle erdenklichen Eigenschaften und ist vor dem Anspruch der Biodiversität wertlos» (aus: mellifera.ch-Magazin, April 2018, S. 10).

  • Macht aber Spaß mit Minis zu spielen......

    12er DD, und Buckies, gaanz sicher!

    Der Pessimist sieht die Schwierigkeit in jeder Möglichkeit!

    Der Optimist sieht die Möglichkeiten in jeder Schwierigkeit!

    W. Churchill

  • Ich zitiere mich mal selbst:

    Imkern mit Dadant und Mini-Plus S.65 schrieb:

    Für viele mittlere und größere Imkereien ist das Mini-Plus-System

    DAS System der Wahl, wenn es um die Aufzucht und Begattung von

    vitalen Königinnen geht.

    und:

    Imkern mit Dadant und Mini-Plus S.76 schrieb:

    Gleich vorne weg: Für Standbegattung ist es absolut NICHT not-

    wendig, mit Begattungskästchen zu arbeiten. Hier bieten Ableger im

    Standmaß ein Maximum an Effizienz und sichern eine hohe Begat-

    tungs- und Königinnenqualität.