dafa-Strategiepapier "Bienen und Landwirtschaft" bis zum 30.8. kommentieren

  • Wer sich berufen fühlt:




  • An dem Papier ist ja nicht viel verkehrt. Ich frage mich aber, warum die immer noch forschen wollen, statt endlich die ja doch sattsam bekannten Probleme mit den auch längst vorliegenden Konzepten wirklich anzugehen.

    Das erinnert mich sehr an die Haltung der Agrarlobby zum Insektensterben: Man weiß ja nicht genau und das muss noch näher erforscht werden...

    Was hilft ist bekannt. Wer nicht handeln, sondern weiter forschen will, macht sich verdächtig, denen zuzuspielen, die nicht wirklich etwas ändern wollen.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Wer nicht handeln, sondern weiter forschen will, macht sich verdächtig, denen zuzuspielen, die nicht wirklich etwas ändern wollen.

    Das ist aber eine überaus steile These, die zudem suggeriert die universitäre Forschungslandschaft sei der Knecht der Agrar-Industrie. In meinen Augen ist eher derjenige verdächtig, der vorgibt schon alles zu wissen.


    In diesem Strategiepapier sind viele sinnvolle Punkte und Ansätze genannt, deren weitere Erforschung durchaus Sinn macht - es ist sicherlich nicht alles bekannt, was hilft. Das schließt zudem nicht aus, bereits bekannte und bewährte Maßnahmen einzuleiten.

  • Das ist aber eine überaus steile These, die zudem suggeriert die universitäre Forschungslandschaft sei der Knecht der Agrar-Industrie.

    Das kann ich nicht nachvollziehen. Die universitäre Forschungslandschaft ist Knecht ihrer selbst und will natürlich Forschungsgelder und -aufträge. Das ist legitim, aber Forschung allein genügt nicht. Deswegen können wir nicht alles in die Hand der Wissenschaft legen.

    In meinen Augen ist eher derjenige verdächtig, der vorgibt schon alles zu wissen.

    Wir müssen ja nicht alles wissen. Um endlich die richtige Politik zu machen, wissen wir genug. Und wir haben nun wirklich nicht mehr alle Zeit der Welt.

    Ich habe auch nichts gegen Forschung, aber die Umsetzung vorhandener Ergebnisse ist überfällig.

    Der Philosoph hat W. F. Haug hat dafür mal ein schönes Bild aus einem Film von Jacques Tati gefunden: Das Haus brennt und Tati läuft mit einem Eimerchen hinter dem Wasserstrahl eines Rasensprengers her, um Wasser zum Löschen zu sammeln. So ist das gerade auch mit der Wissenschaft!


    Mich erinnert das stark an die Debatte um dem Klimawandel. Eigentlich waren die Ziele klar, aber wer kommt wieder mal nicht in die Puschen? Germany of course!

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von WFLP ()

  • Wir müssen ja nicht alles wissen. Um endlich die richtige Politik zu machen, wissen wir genug. Und wir haben nun wirklich nicht mehr alle Zeit der Welt.

    Die Uni Freiburg mit Dr. Alexandra Maria Klein, hat bereits entsprechende laufende Projekte und auch Ergebnisse in dem Bereich vorzuweisen. Insofern wundert es mich, das hier nicht auf bereits vorhandenes Know-How zurückgegriffen wurde.

  • Danke für die weiteren Ausführungen WFLP , diese lassen mich deinen Beitrag in einem anderen Licht sehen und da kann und will ich dir nicht widersprechen :-) Auch wenn ich das Haus nicht als lichterloh brennend sehe und denke, dass wir mittlerweile langsam, aber stetig in die richtige Richtung gehen.