Drohnenbrut wie sinnvoll verwerten

  • Werbung

    Dazu empfehle ich:

    Drohnenmaden zubereiten

    ab welcher Seite? Auf der ersten ist mit Butter in die Pfanne werfen und würzen und ein link, und dann kommt der Saft und dann erstmal Blödsinn, bin aber nur bis Seite zwei gekommen. Oder meintest Du den link?

    HG

    Monika


    Wir sollten immer daran denken: Im wesentlichen sind unsere Bemühungen auf eine vernünftige, fürsorgliche Pflege beschränkt. (Bruder Adam)

  • Oder auch in youtube unter:

    schweizer Bienenmaden auf japanische Art.

    Meines Erachtens, könnte das Trennen der Maden vom Rest der Wabe noch verbessert werden.

    So wie hier:

    Die ganz harten essen sie direkt vom Grill:

    Alternativ bzw. ergänzend dazu auch noch was zur Info:

  • Hallo liebe Imker,


    ich bin nun auch auf den "Geschmack" gekommen, meine entnommenen Drohnenmaden sinnvoll als Lebensmittel zu verwerten.

    Hat jemand von Euch Erfahrungen mit der Weiterverarbeitung der Drohnen zu Mehl? Ich möchte beispielsweise gerne Insektenburger zubereiten und da bietet sich Drohnenmehl bestimmt sehr gut an. Ist es überhaupt möglich, das Insektenmehl aus Drohnen herzustellen?



    Viele Grüße


    ImkerKonrad

    „Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet Ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.“

    Weissagung der Cree-Indianer

  • Hat jemand von Euch Erfahrungen mit der Weiterverarbeitung der Drohnen zu Mehl?

    Die habe ich leider nicht. Üblicherweise macht man das mit Hordentrocknung des weiter zu verarbeitenden Gutes bei erhöhter Temperatur. Dies dürfte dann aber sehr schnell zu mikrobiellem Befall führen (stinkt recht schnell).


    Empfehlung: verkürztes Gefriertrocknungsverfahren mittels Einfrieren der Drohnenbrut, und Vakuumtrocknung während des Auftauens, ggf. mehrfach.

    Dann mahlen und dicht verschlossen (am besten im Vakuum-dichten Gefäß) kühl aufbewahren bis zur Verarbeitung.


    Bitte nicht so ganz ernst nehmen... - es dürften dann teure "Burger" werden.

  • Eine kleine Anekdote dazu:


    Letztes Jahr, ich war gerade beim Drohnenwaben einschmelzen, spielten meine Tochter und eine Freundin von ihr im Garten. Als das Einschmelzen fertig war schauten beide ganz gespannt in die Tonne. Natürlich ließ ich mich dazu hinreissen zu erzählen, dass die gegarten Drohnen essbar wären.


    Was passierte? Natürlich forderten mich dann meine liebe Frau, meine Tochter, ihre Freundin und deren Mutter dazu auf, das doch zu beweisen. Was ich auch tat. Geschmacklich ok, angebraten und etwas gewürzt sind sie bestimmt gut. Ich würde eine einfache Erdnusssauce und gegrilltes Gemüse dazu reichen.


    Jedenfalls wollten die Mädchen dann auch probieren. Während meine Tochter meinte, es schmecke "mittelgut", und keine weitere wollte, aß ihre Freundin mehrere. Die aus Singapur stammende Mutter bemerkte dann nur lakonisch "dass kommt dann wohl von meiner Seite der Familie" :huh: Alle Esser haben die Drohnen drinnen behalten und gut vertragen.


    Traut euch mal, im Thermokomposter werden sie auch von irgendjemandem gegessen! ;)


    Beste Grüße


    Peter

  • Eine kleine Anekdote dazu: (...)

    danke, damit hast du mir einen Schub guter Laune gegeben! YMMD sozusagen.


    Übrigens, wer Katzen hat, der sollte mal probieren, die Maden an diese zu verfüttern!

    Unsere mögen das immer wieder, leider nur je eine Handvoll, dann reicht's wieder eine zeitlang und es kann sein, dass sie ein paar Tage keine Maden mehr anschauen, ehe sie plötzlich wieder alles wegsaugen.

  • Kommt denn aus Drohnenbrut so viel Wachs, dass sich das einschmelzen lohnt?

    Ich schneide keine Drohnen, deswegen weiß ich es nicht... :-)

    Eine voll verdeckelte Wabe Drohnenbrut im Rähmchenmaß DN gibt ca. 120g Wachs. Davon drei pro Jahr pro Volk, und es ist die halbe zweijährliche Wabenerneuerung (ich schmelze außerdem ca. ein Drittel der Honigwaben, und ersetze diese mit Anfangsstreifen, so gewinne ich genug Eigenwachs).


    Beste Grüße


    Peter

  • ...Erfahrungen mit der Weiterverarbeitung der Drohnen zu Mehl?

    Es scheint zumindest labormäßig eine Standardmethode zur Herstellung von Trockenmasse (hier aus Drohnenlarven) zu geben. Frag doch mal bei einem Labor oder gleich bei der Züricher Hochschule für angewandte Wissenschaft an und gib uns das Ergebnis zur Kenntnis (s. letztes Video in #73 ab Minute 24,42).

  • Ich habe schon live erlebt, wie ein Vereinskollege entspannt in seinem Garten saß und mit der Entdecklungsgabel die Drohnenmaden aus den Waben zog. Mit einem Schwung aus dem Handgelenk flogen die Maden dann von der Gabel in den Teich zu seinen bereits wartenden Fischen.


    Übrigens ist das noch heute seine Art der Kontrolle, welches Volk außergewöhnlich hohen Milbenbefall hat. :u_idea_bulb02: