Varroabehandlung 12er Dadant

  • Hallo zusammen,


    Nichts bereitet mir mehr Kopfschmerzen als die Varroabehandlung.


    Vor ca 4 Wochen sind meine beiden Ableger eingezogen. Nun sitzen sie auf 11 Waben, die 12te habe ich Ihnen heute in meinen 12er dadant beute zur Verfügung gestellt. Dafür habe ich futtertaschen entfernt. Die Auffütterung für den Winter soll über Futterzargen geschehen.


    Hier nun meine Punkte der Verwirrung in spiegelstrichen, in der Hoffnung meine Gedanken ein wenig klarer zu gestalten


    - immer wieder sagt man mir, dass man beim Ableger das Flugloch einengt. Bisher habe ich in dem kleineren Loch Schaumstoff gehabt, aber auch auf diesen verzichtet, als es nun so heiss wurde. Bei Varroabehandlung wird offen empfohlen. Heißt das, dass ich den holzsteg, der so breit ist wie die ganze beute entferne oder nur halboffen wie nun auch?


    - ich möchte mit dem Liebig dispenser behandeln. Höre mir gerne eure Erfahrungen an


    - gerne würde ich den Varroaboden einschieben, doch mache mir sorgen um die Ventilation, grade bei der Wärme. Wie handhabt ihr das?


    Danke euch und liebe Grüße


    Gini

  • Moin. Sind die Ableger bei/nach der Bildung mit MS oder OX behandelt worden? Dann kannst du dir und den Bienen die AS jetzt höchstwahrscheinlich sparen. Windel einschieben zur Kontrolle ist kein Problem.

  • Du hast sonst keine Völker am Stand? Sind Imker in der Nähe?

    Heißt das, dass ich den holzsteg, der so breit ist wie die ganze beute entferne oder nur halboffen wie nun auch?

    Was meinst Du mit Holzsteg? Ist da ein Steg im Boden oder meinst Du den Fluglochkeil?

    - gerne würde ich den Varroaboden einschieben, doch mache mir sorgen um die Ventilation, grade bei der Wärme. Wie handhabt ihr das?

    Ich habe so Kunststoffschieber, die den Boden nicht zumachen, da ist ein Spalt. Aber wenn ich an so manche Beuten denke, die ich schon gesehen habe, ich glaube, die Bienen könnten auch einen Boden ab, der zu ist.

  • Hallo, habe die gleiche Frage, auch 12er Dadant. Ich hab einen Ableger bekommen, bei dem die Behandlung mit MS versäumt wurde. Morgen möchte ich die WV und den Ableger mit dem Nassenheider Professional behandeln. Die nächste Zeit soll es wohl, wenn überhaupt, nicht mehr weit über die 30 °C gehen. Die Völker bekommen auch nur morgens und gegen Abend Sonne ab, ansonsten stehen sie im Schatten. Im Moment habe ich bei den WV die normalen Flugkeile drin (Flugloch ca. 15-20 cm) und bei den Ablegern hab ich den Flugkeil auf ca. 2-3 cm offen. Bei der Behandlung soll ja die Schublade eingeschoben werden. Muss ich bei den Flugkeilen auch was machen? Soll ich die bei den WV ganz raus nehmen oder so belassen? Was mache ich bei dem Ableger? So lassen, den "normalen" einlegen, oder komplett raus nehmen? Ist mein 1. Jahr. Vielen Dank für Eure Hilfe.

  • Moin

    Macht euch (und den Bienen) das Leben doch nicht so unnötig schwer!

    Der Geist des anfänglichen Bernhard schwirrt und irrt hier im Forum (auch nach Abstinenz) jahrelang noch in den Köpfen herum....

    Nun, auch er hat erkannt das AS etc mehr Schaden macht als das nutzen soll. Die Völker überleben das Säureduschen, Dampfen, was weiß ich. Aber wie? Kopflos wurde u. wird der Moral hinterher gelaufen. (Mich hat der Bernhard ma zur Sau gemacht, und was macht er nu? Vom Saulus zum Paulus, oder umgedreht?)

    Wenn ich seinen Artikel in Biene und Natur so studiere, hab ich das Gefühl, das ne Entschuldigung fällig wäre! (nicht nur bei mir)

    Über Amitraz werden so einige Märchen im Umlauf gehalten:):( die nachfragwürdig auch noch von D Instituten gestützt werden. Schaut ma übern Zaun in den Osten zb. nach Dol. Die haben Jahrzente lange positive Erfahrung damit, Und nix Resistenz gegen Amitratz! Die Amerikaner würden das gerade wegen sehr hohen Verlustraten jenseits der 40% auch nicht laßen wollen, alle die es nicht benutzen, müßen in sehr starkem Maße Kunstschwärme einkaufen. Auch, oder gerade, auf der anderen Seite des Teiches gibts genug Moralapostel die einfach immer noch nicht an Darwin glauben wollen ....

    Wenn ich was nehmen müßte, ihr wisst schon, aber ich muß ja Gott? sei Dank (noch?) nicht.

    Dann...!

    Das Beste ist Gesunde Bienen zu züchten, und solange das nicht voll klappt, ne Siberkugel gegen Vampiere in der Tasche zu haben Punkt (und früh genug drauf ballern:!::!:)

    Hört auf euch und eure Bienen unnötig zu quälen.


    Das war das Wort zum frühen Sonntag Morgen

    12er DD, und Buckies, gaanz sicher!

    Der Pessimist sieht die Schwierigkeit in jeder Möglichkeit!

    Der Optimist sieht die Möglichkeiten in jeder Schwierigkeit!

    W. Churchill

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von wasgau immen ()

    • Wenn Du AS reinkippest, dann fütterst Du nicht.
    • Wenn Du nichts fütterst, gibt es normalerweise keine Räuberei....
    • Wenn es trotzdem zu Räuberei kommt, war das Volk nicht mehr gut genug - oder Deine Behandlung fehlerhaft...

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von FranzXR ()

  • Wenns mal so wäre,

    Und nix Resistenz gegen Amitratz!

    Randy Oliver veröffentlichte bereits 2007 über Amitraz und Resistenzen:

    Mite resistance to amitraz appeared as early as 1999 in the U.S. (Elzen, et al. 2000), yet many beekeepers are currently still using it, although at more frequent intervals, to achieve mite control. Amitraz is registered for use in Europe, in the form Apivar®. It is one of the most widely used miticides there, according to the manufacturer (http://www.beekeeping.com/biove/apivar_2.htm) It is widely used in the Czech Republic, and monitored by the Bee Research Institute at Dol. It is applied there mainly by burning treated strips of paper. Some mite resistance is also occurring in Europe. It is also used in Israel, although mainly for tracheal mite control.
    The downside of amitraz is that it is somewhat more toxic to bees than fluvalinate, and shuts down the queen’s egglaying during treatment (Henderson 1998; pers comms). This is not surprising, since Bloomquist (1996) states, “Amidines cause an overstimulation of octopaminergic synapses in insects, resulting in tremors, convulsions, and continuous flight behavior in adult insects. Moreover, these compounds have the ability to cause a true anorexia in insects and also suppress reproduction.”

    The upside to amitraz is that it degrades quickly in honey and beeswax (Fries, et al 1998), and therefore leaves virtually no residues (although one of its metabolites, DMF, is quite stable, and is a common contaminant of European honey (Shroeder, et al 2004)). Vesely, et al (2004) analyzed beeswax in the Czech Republic for amitraz and its degradation products. They concluded “these quantities do not present amitraz as hygienic risk for bees and for humans even after 20 years of its systematic application.”

  • Randy Oliver veröffentlichte bereits 2007

    ich schätze Randy sehr! Ein Pionier...., mit, ich sach ma wesensfesten Überzeugungen. Und ich muß ihm, auch aus eigener Erfahrung, bedingt recht geben.

    Aber, im laufe der Zeit, haben sich halt Mittelchen MIT Praktiken verbunden, hervorgetan die doch in der Lage sind, Resistenzen weitgehend zu vermeiden.

    Die Amis, ich sach ma "testen" sehr viel... auch unerlaubt und verbotenes nicht immer sinnvoll...... mit den entsprechenden Folgen. Amitraz, ist nach meiner Kenntnis, dort noch garnicht lange erlaubt, Erfahrungen kommen also aus dem off.....

    12er DD, und Buckies, gaanz sicher!

    Der Pessimist sieht die Schwierigkeit in jeder Möglichkeit!

    Der Optimist sieht die Möglichkeiten in jeder Schwierigkeit!

    W. Churchill

  • Und:

    Zitat

    They concluded “these quantities do not present amitraz as hygienic risk for bees and for humans even after 20 years of its systematic application.”

    Das ist schon erstaunlich!

  • hallo,


    zum Thema Amitraz. Richtig ist, dass Amitraz zerfällt, jedoch die teilweise toxischen Zerfallsprodukte (Metaboliten) sind im Wachs nachweisbar. In wieweit im Honig entzieht sich meiner Kenntnis.

    All was wir dort reinschütten (müssen) ist irgendwie alles nicht gesund. Ich setzte mittlerweile immer mehr auf biomechanische Behandlungen (Bannwaben) in Verbindung mit einmaliger Behandlung von Oxalsäure.


    grüße Stefan