Zu viele Bienenvölker in Berlin

  • Tut mir leid, aber ich kann es mir echt nicht verkneifen.


    keinimker

    Wenn du Bienen hast, dann bist du ein Imker.

    Oder ab wann meinst du, ist man ein Imker? Ab 5 g oder erst ab 50 kg pro Volk im Jahr Honigernte? Es gibt Imker, die mussten dieses Jahr füttern, statt ernten. Sind das nur Insektenliebhaber?

    Du willst dich mit "Bienenhalter" herausheben aus der Imkerschaft, aber mit gefangen, mit gehangen. Du musst der Realität ins Gesicht sehen....


    Willkommen zu unserem anonymen Imkertreffen.....

    Wir haben Honigbienenvölker, also sind wir leider Imker.....

    Nur wenn wir die Sucht überwinden und unsere Völker abgeben, können wir uns als trockene Imker sehen und nach 10 Jahren vielleicht als keinimker.

  • Der Satz mit dem Grossväterchen DN Segeberger offenbart jedenfalls die Einstellung und den Respekt gegenüber Imker mit anderen Betriebsweisen.

    Hier werden Vorurteile aufgekocht, die weder in die eine oder andere Richtung stimmen und letztendlich den Kritikern der Imkerei an sich nur Wasser auf deren Mühlen liefert.

    Schon werden wieder Rufe laut, um Restriktionen einzuführen, damit sich einige Ihre Pfründe sicher können.


    Es wird auch nichts an der Tatsache ändern, dass sich in Berlin oder sonst wo etliche neue Imker einfinden.


    Ich bin der festen Überzeugung, dass in fünf Jahren ich mich über diese Diskussion hier köstlich kaputt lache und das sich dann der Hype gelegt hat.

    Allerdings werden die Leute die dann übrig geblieben sind, diese Diskussion nicht vergessen haben und die Gräben werden noch tiefer sein.


    Hoffentlich kommt dann die dringend fällige Reformation der Imkereivertretungen oder die Aufspaltung in verschiedene Verbände.

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Neutral und unbelastet.

  • Tut mir leid, aber ich kann es mir echt nicht verkneifen.


    keinimker

    Wenn du Bienen hast, dann bist du ein Imker ...

    Night Shadow , das sehe ich anders, Imker ist ein Lehrberuf. Ich kann mich auch nicht Tischler nennen bloß weil ich mit dem Werkzeug umgehen kann. Schon gar nicht ist Imker, der seine Bienenvölker nicht ertragsorientiert führt. Mir ist aber bewusst, das im Altagsgebrauch jeder Bienenhalter als Imker bezeichnet wird. VG

  • Tut mir leid, aber ich kann es mir echt nicht verkneifen. (...)

    Wenn du Bienen hast, dann bist du ein Imker.

    Genau, kauf Dir 'ne Stichsäge und Du bist Schreiner ;) Oder Torwart, meinetwegen. Gab doch mal Zeiten, da war man stolz drauf, wenn man was gut konnte. Berufsehre. Find ich immer suspekt, wenn jemand damit kokettiert, etwas nicht gut zu können. Damit mein ich nicht Bescheidenheit, das ist was anderes.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Streitet euch nicht, es ist wie es ist. Oder anders, wie es jeder sieht.

    „keinimker“ ist entstanden vor den ersten Bienen, die ich mein Eigen nenne.

    Sicher ist auch etwas wahres daran, wenn man den Begriff am Lehrberuf festmacht. Nur das würde ja alle bisherigen Begriffsstrukturen durcheinander bringen. Dafür lohnt es nicht.:)

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Ja,

    Wer nicht viel kann, wird ja heute gern „anders begabt“ genannt.

    Krankhafter Ehrgeiz ist zwar auch nicht gut, aber wie mein Vater gesagt hat: „Mit Essen und Tieren spielt man nicht rum.“

    Grüße Ralf

  • Nun ja, ob die Stichsäge den Schreiner macht....lass ich mal so stehen, eigentlich gehört dazu noch ne Prüfung etc. 😉


    Eigentlich will ich auf die Zweischneidigkeit raus, dass zum einen Bienen, wie Hunde gehalten werden. Als Schosstier, weil es gerade in ist, bis man merkt, dass das Arbeit wird und irgendwann gar lässtig.

    Andererseits das Abgrenzen von der Imkerschaft, als würde diese besonders schlimm mit den Bienen umgehen und nur die Völker ausbeuten ohne Rücksicht auf die Völker.

  • Es gab schon immer Imker und Bienenhalter, genau wie Kraftfahrer und Lenkradhalter.

    Das ist kein Problem der Neuzeit - kann aber sein, daß der Lärm (um alles) heute lauter ist, oder so erscheint.

    Grüße Ralf

  • Auch die Lenkradhalter haben zu einen gewissen Zeitpunkt bewiesen, dass sie die Grundlagen beherrschten, sonst wären sie nicht mal Lenkradhalter.


    Es ist eher, wie Blumenbesitzer. Man kann sich die prachtvolleste Blume kaufen, doch bei der Pflege kann etwas schiefgehen. Es hat keine Konsequenzen, wenn etwas schiefgeht.... einfach neu holen.

  • Wer nicht viel kann, wird ja heute gern „anders begabt“ genannt.

    Obacht. Böses Foul,ganz, gaaaaanz böses Foul! Ich hatte schon mit so "anders begabten" zu tun.

    „Mit Essen und Tieren spielt man nicht rum.“

    Dem wieder stimme ich zu.

    Nun ja, ob die Stichsäge den Schreiner macht....lass ich mal so stehen, eigentlich gehört dazu noch ne Prüfung etc. 😉

    Nuja, beim Imker doch eigentlich auch, da heißt es halt Tierfachwirt.

  • Ob die Imker/Bienenhalterschaft im Fokus von Sozialwissenschaftlern stehen? Ich glaube, das Forschungsfeld ist zu komplex.

    Die Bezeichnung Bienenhalter kenne ich nur negativ behaftet. Wird und wurde oft aus der Schublade geholt, bei allen alternativen Haltungsformen. Sich damit positiv abzugrenzen, wäre hier zum Scheitern verurteilt.

    Bisher bestätigt sich nur dieser alte Spruch: Zwei Imker mindestens 3 Meinungen, wenn zwei Imker einer Meinung sind, hat Einer keine Ahnung.;)